DADA

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(The Knowledge Services Handbook:: 100 Jahre Cabaret Voltaire)
(Sonntag, 10.04.2016, 14.05 Uhr: Feature am Sonntag DADA á gogo Eine Wiedergeburtsanzeige Von Maidon Bader Im April 1916 wird im Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse der Dadaismus ausgerufen.)
 
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Von Maidon Bader
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Im April 1916 wird im Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse der Dadaismus ausgerufen. Und zwar so laut, dass Nachbar Wladimir Iljitsch Lenin die Polizei ruft. Jedenfalls behauptet das die Legende. Eine von zahllosen DADA-Legenden. Wahr ist, dass DADA die Kunst aufmischte, überlief und unterwanderte, jede Menge Tabus nachhaltig brach, um dann wieder zu verschwinden. Scheinbar. Denn als im Jahr 2002 das Haus des Cabaret Voltaire verkauft werden soll, kommt DADA in beinah wiedergängerischer Manier zurück. Und nun, zum Hundertsten der Bewegung?
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Maidon Bader hat die Wiedergänger getroffen: Paul Dorn alias St. Pauli alias Dornimauge, der das “Dadamt Zörich” leitet. Die Londoner Künstlerin Alice McCabe, die wegen DADA fünf Jahre in Zürich gelebt hat. Und den tschechisch-schweizerischen Künstler Mark Divo, der zwischenzeitlich als “König des DADA” galt – nun aber nur abwinkt. Lebt DADA? Oder sind es nur letzte Zuckungen? Oder sind die Zuckungen umgekehrt Zeichen einer Wiedergeburt?
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Manuskript unter: www.swr2.de/feature
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>>>>>> Interessen und dem Krieg verwüsteten Welt begegnen, sondern durch
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>>>>>> Richard Huelsenbeck nach Berlin zurück; 1918 entstand dort der Club
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1. Die Wörter des gedruckten Bogens werden abgesehen, nicht abgehört.
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3. Oeconomie⁷⁹ des Ausdrucks — Optik anstatt Phonetik.
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4. Die Gestaltung des Buchraumes durch das Material des Satzes nach den Gesetzen der typographischen Mechanik muß den Zug- und Druckspannungen des Inhaltes⁸⁰ entsprechen.
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5. Die Gestaltung des Buchraumes durch das Material der Klischees, die die neue Optik
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5. Die Gestaltung des Buchraumes durch das Material der Klischees, die die neue Optik realisieren. Die supernaturalistische Realität des vervollkommneten Auges.
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realisieren. Die supernaturalistische Realität des vervollkommneten Auges.
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6. Die kontinuierliche Seitenfolge — das bioskopische Buch.
6. Die kontinuierliche Seitenfolge — das bioskopische Buch.
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7. Das neue Buch fordert den neuen Schrift-Steller. Tintenfaß und Gänsekiel sind
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7. Das neue Buch fordert den neuen Schrift-Steller. Tintenfaß und Gänsekiel sind tot.
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8. Der gedruckte Bogen überwindet Raum und Zeit. Der gedruckte Bogen, die Unendlichkeit der Bücher, muß überwunden werden. DIE ELEKTRO-BIBLIOTHEK.⁸¹ ⁸²
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Die Redaktion ist nicht mit allen Thesen einverstanden, da sie einen Zusammenhang zwischen Text und Buchstabengestaltung nur bedingt anerkennt.
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==Dada ist ==
==Dada ist ==

Aktuelle Version vom 5. Februar 2022, 17:52 Uhr



Inhaltsverzeichnis

106 Jahre DADA in 2022

http://sdrc.lib.uiowa.edu/dada/collection.html incl. dada siegt auf http://sdrc.lib.uiowa.edu/dada/Dada_siegt/pages/007.htm



10.04.2016, 14.05 Uhr: Feature am Sonntag DADA á gogo Eine Wiedergeburtsanzeige Von Maidon Bader

Im April 1916 wird im Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse der Dadaismus ausgerufen. Und zwar so laut, dass Nachbar Wladimir Iljitsch Lenin die Polizei ruft. Jedenfalls behauptet das die Legende. Eine von zahllosen DADA-Legenden. Wahr ist, dass DADA die Kunst aufmischte, überlief und unterwanderte, jede Menge Tabus nachhaltig brach, um dann wieder zu verschwinden. Scheinbar. Denn als im Jahr 2002 das Haus des Cabaret Voltaire verkauft werden soll, kommt DADA in beinah wiedergängerischer Manier zurück. Und nun, zum Hundertsten der Bewegung? Maidon Bader hat die Wiedergänger getroffen: Paul Dorn alias St. Pauli alias Dornimauge, der das “Dadamt Zörich” leitet. Die Londoner Künstlerin Alice McCabe, die wegen DADA fünf Jahre in Zürich gelebt hat. Und den tschechisch-schweizerischen Künstler Mark Divo, der zwischenzeitlich als “König des DADA” galt – nun aber nur abwinkt. Lebt DADA? Oder sind es nur letzte Zuckungen? Oder sind die Zuckungen umgekehrt Zeichen einer Wiedergeburt?

Manuskript unter: www.swr2.de/feature


1st magazine of Dada group (1916)

Cabaret Voltaire : eine Sammlung künstlerischer und literarischer Beiträge :: Dada http://digital.lib.uiowa.edu


>>>>>> Typographie kann unter >>>>>> Umständen Kunst sein. >>>>>> Kurt Schwitters


dada-und-surrealismus-im-online-archiv

https://blog.fid-romanistik.de/2019/12/12/dada-und-surrealismus-im-online-archiv/

121219 via fb fid



100 Jahre DADA in 2016

- am 05.02.1916 == gründete der Poet und Philosoph Hugo Ball (1886-1927) in einer Züricher Bar das "Cabaret Voltaire"


Wir fanden Dada, == wir sind Dada, und wir haben Dada. Dada wurde in einem Lexikon gefunden, es bedeutet nichts. Dies ist das bedeutende Nichts, an dem nichts etwas bedeutet. Wir wollen die Welt mit Nichts ändern“.

Richard Huelsenbeck 1916 im Cabaret Voltaire


Dada ist

der Ekel vor der albernen == verstandesmäßigen Erklärung der Welt" Hans Arp


DaDa ist

schön wie die Nacht== , die den jungen Tag in ihren Armen wiegt." - /Hans Arp


Was wir DaDa nennen, == ist ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen verwickelt sind." Hugo Ball


DADA spricht mit Dir, == es ist alles, es umfaßt alles, es gehört >>>>>> allen Religionen an, kann weder Sieg noch Niederlage sein, es lebt >>>>>> im Raum und nicht in der Zeit." Francis Picabia


Dada ist

die Sonne, == Dada ist das Ei. Dada ist die Polizei der Polizei." Richard Huelsenbeck


Ende 1915 gründete Hugo Ball

in Zürich ... das >>>>>> Cabaret >>>>>> Voltaire, das sich zum Sammelpunkt einer Gruppe von Literaten, Malern >>>>>> und Bildhauern entwickeln sollte, die sich dem "Dadaismus" >>>>>> verschrieben >>>>>> (ein federmesser, in ein deutsch- französisches Lexikon gesteckt, >>>>>> berichtet die Legende, lenkte den Blick auf dada = kindliche >>>>>> Bezeichnung >>>>>> für: Holzpferdchen).

Eine grundsätzliche Revolte gegen alle gültigen >>>>>> Konzepte in Kunst und Literatur nahm ihren Anfang, dis sich alsbald >>>>>> ausbreitete (dem Zürich-Dada folgen New York-Dada, Berlin-Dada, >>>>>> Köln-Dada usw.); der Expressionismus wurde durch die neue Bewegung >>>>>> überspitzt und in Frage gestellt, wohl auch überholt. Nicht mehr durch >>>>>> emotionsgeladene Bemühung und Mahnung, Empörung und Ekstase wie ihre >>>>>> Vorgänger wollten die Dadaisten dem Widersinn der von gegensätzlichen >>>>>> Interessen und dem Krieg verwüsteten Welt begegnen, sondern durch >>>>>> gezielte Unlogik und Banalität, durch die Inthronisierung des Zufalls >>>>>> und spielerische Provokation.

1917 kehrte einer der Mitbegründer, >>>>>> Richard Huelsenbeck nach Berlin zurück; 1918 entstand dort der Club >>>>>> Dada, 1919 eine Zeitschrift /Der Dada/, auch ein /Dada Almanach/, der >>>>>> postulierte: "Dada will nichts, Dada wächst." Öffentliche Lesungen von >>>>>> Lautgedichten fanden statt, die auf dem Spiel mit Vokalen und >>>>>> Konsonanten gründeten, auch Buchstabengedichten wie /fmsbw/ von Raoul >>>>>> Hausmann. Der Dada gab sich in Berlin - wie in den anderen deutschen >>>>>> Zentren - kommunistisch orientiert und hielt Verbindung zu zahlreichen >>>>>> avantgardistischen und revolutionären Zirkeln. Verlegt wurden seine >>>>>> Publikationen größtenteils in dem von John Heartfield (eigentlich >>>>>> Helmut >>>>>> Herzfelde) und seinem Bruder Wieland Herzfelde gegründeten >>>>>> Malik-Verlag. >>>>>> Aus: _Geschichte der deutschen Literatur_, Helmuth Nürnberger, Hrsg.


Golowin, Sergius: DaDa im Mittelalter

Notizen zu einer Anti-Literatur. - Berlin:

Libertad Verlag http://www.libertadverlag.de Berlin (Gebrüder Schmück), 1981. - 63 S.: durchg. illustr. (Edition Schwarze Kirschen; 3) 3-922226-06-X

ABSTRACT:

Golowin gibt in diesem mit altertümlichen Abbildungen illustrierten >>>>> Band >>>>> einen Einblick in die Subkultur der Gaukler, Taschenspieler, Giftköche, >>>>> Fahrendschüler, Alraunwieger, Zaubersegner und anderer "Leutbekrieger" >>>>> des Mittelalters.>


Zürich feiert 100 Jahre Dada:

Labor für den höheren Unsinn Feiern bis zur Bewusstlosigkeit: Mit Ausstellungen, Partys und einem Kostümball zelebriert Zürich den 100. Dada-Geburtstag. Die Stadt will den bedeutendsten künstlerischen Unfug des 20. Jahrhunderts mit einem Fest des Irrsinns ehren. http://www.spiegel.de/kultur/literatur/100-jahre-dada-zuerich-feiert-ein-fest-des-irrsinns-a-1070246.html


Das Kunsthaus Zürich

macht auf der Website Dada Digital == bzw. auf Sammlungen online über 400 DADA-Dokumente zugänglich (via artnet.com):

„At the tail end of the centennial of the Dada movement, Kunsthaus Zürich has finished digitizing its collection of over 400 original pieces of Dada ephemera. The entire assortment of works on paper, photographs, letters, books, magazines, flyers, and manuscripts is now available—and thankfully, easily searchable—online. (…)

So a digitization team, led by Kunsthaus Zürich curator Cathérine Hug, library director Thomas Rosemann, Dada expert Raimund Meyer, and restorer Jean Rosston, worked with the Digitization Center of the Zentralbibliothek Zürich to make the documents available to a larger audience. (…)

Peruse the online archive at the museum’s website, Dada Digital. It features an optimized search function that allows users to search the full text of the original documents, with TIFF files of the color scans available for download.“

281216 via digithek ch


weh unser guter kaspar ist tot

weh unser guter kaspar ist tot
wer trägt nun die brennende fahne im zopf und 
wer dreht die kaffeemühle
wer lockt nun das idyllische reh
auf dem meer verwirrte er die schiffe 
mit dem wörtchen parapluie und
die winde nannte er bienenvater
weh weh weh unser guter kaspar ist tot 
hieliger bimbam kaspar ist tot

https://literaturleuchtet.wordpress.com/2016/01/27/dada-almanach-manesse-verlag/


Zeitschrift Merz (1923-1932)

Gesamtausgabe von Kurt Schwitters https://doi.org/10.1515/9783110624113


TOPOGRAPHIE DER TYPOGRAPHIE

(Einige Thesen aus dem demnächst erscheinenden Buche von EL LISSITZKY.)

1. Die Wörter des gedruckten Bogens werden abgesehen, nicht abgehört.

2. Durch konventionelle Worte teilt man Begriffe mit, durch Buchstaben soll der Begriff gestaltet werden.

3. Oeconomie⁷⁹ des Ausdrucks — Optik anstatt Phonetik.

4. Die Gestaltung des Buchraumes durch das Material des Satzes nach den Gesetzen der typographischen Mechanik muß den Zug- und Druckspannungen des Inhaltes⁸⁰ entsprechen.

5. Die Gestaltung des Buchraumes durch das Material der Klischees, die die neue Optik realisieren. Die supernaturalistische Realität des vervollkommneten Auges.

6. Die kontinuierliche Seitenfolge — das bioskopische Buch.

7. Das neue Buch fordert den neuen Schrift-Steller. Tintenfaß und Gänsekiel sind tot.

8. Der gedruckte Bogen überwindet Raum und Zeit. Der gedruckte Bogen, die Unendlichkeit der Bücher, muß überwunden werden. DIE ELEKTRO-BIBLIOTHEK.⁸¹ ⁸²

Die Redaktion ist nicht mit allen Thesen einverstanden, da sie einen Zusammenhang zwischen Text und Buchstabengestaltung nur bedingt anerkennt.

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Dada ist

eine neue Kunstrichtung», == schreibt Hugo Ball in seinem Manifest zum ersten Dada-Abend: «Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zürich davon reden wird.» Ball lag mit seiner Prognose goldrichtig: Seither wird nicht nur in Zürich, sondern auf der ganzen Welt über Dada geredet und geschrieben. Immer wieder stellt sich die Frage: Was ist Dada? Folgen Sie den wenigen dokumentarischen Spuren, die von den Ursprüngen der Kunstrichtung erhalten sind.

Das «Dadaistische Manifest» ist exklusiv in der Ausstellung des Schweizerischen Literaturarchivs in der Nationalbibliothek zu sehen. Weiter sind Bilder, Briefe und Textdokumente aus der dadaistischen Hinterlassenschaft von Hugo Ball und Emmy Hennings ausgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden ausgewählte Porträtfotografien, die die vielen Facetten und Gesichter von Emmy Hennings zeigen. Materialien aus dem Zürcher Arche Verlag dokumentieren zudem die postdadaistische Rezeptionsgeschichte.“

Noch bis zum 28.05.2016 == ist die Ausstellung DADA original, eine Ausstellung des Schweizerischen Literaturarchivs in der Schweizerischen Nationalbibliothek zu sehen:

070416 via digithek.ch


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Erich Kästner zum „Sinn und Wesen der Satire“

»Es ist ein ziemlich offenes Geheimnis, dass die Satiriker gerade in Deutschland besonders schwer dran sind. Die hiesige Empfindlichkeit grenzt ans Pathologische. Der Weg des satirischen Schriftstellers ist mit Hühneraugen gepflastert. Im Handumdrehen schreien ganze Berufsverbände, Generationen, Geschlechter, Gehaltsklassen, Ministerien, Landsmannschaften, Gesellschaftsschichten, Parteien und Haarfarben auf. Das Wort ‘Ehre’ wird zu oft gebraucht, der Verstand zu wenig und die Selbstironie – nie.

Das wird und kann die Satiriker nicht davon abhalten, ihre Pflicht zu erfüllen. ›Sie können nicht schweigen, weil sie Schulmeister sind‹, hab ich in einem Vorwort geschrieben, ›- und Schulmeister müssen schulmeistern. Ja, und im verstecktesten Winkel ihres Herzens blüht schüchtern und trotz allem Unfug der Welt die törichte, unsinnige Hoffnung, dass die Menschen vielleicht doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden könnten, wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht. Satiriker sind Idealisten.‹«

(aus: „Eine kleine Sonntagspredigt. Vom Sinn und Wesen der Satire“. In: DER TÄGLICHE KRAM, Atrium 2013)



Zahlen zu Social Media incl. Google+ in 2016

"Und schätzen wir den deutschen Anteil daran großzügig auf 3 Prozent, kämen wir auf nur 660.000 deutsche Google+ Nutzer.“

https://buggisch.wordpress.com/2016/01/04/social-media-nutzerzahlen-in-deutschland-2016


Cluetrain Manifest 1999

Im Jahr 1999 verfassten Rick Levine, Christopher Locke, Doc Searls und David Weinberger das viel beachtete „Cluetrain Manifest“. Dabei handelt es sich um 95 Thesen über das Verhältnis von Unternehmen zu ihren Kunden im Zeitalter des Internets.

Dies ist nun sage und schreibe mehr als 15 Jahre her. Gefühlt also eine Art Höhlenmalerei in der digitalen Steinzeit. Dennoch sind viele dieser Thesen auch heute noch top aktuell.

Nun haben zwei der damaligen Autoren die „New Clues“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich 121 weitere Thesen. Sie plädieren dafür das offene Wesen des Internet zu erhalten und die grundsätzlichen Werte des Netzes nicht aus den Augen zu verlieren. Auch zum Thema Kommerzialisierung und Werbung finden die Verfasser einige kritische Worte. Als große Fans – sowohl der alten, als auch der neuen Thesen – haben wir uns dazu entschieden, die „New Clues“ zu übersetzen und hier bei uns im Blog auf Deutsch zur Verfügung zu stellen.

http://conceptbakery.de/blog/2015/01/11/new-clues-deutsche-uebersetzung-die-neuen-thesen-von-den-verfassern-des-cluetrain-manifest



Völker ohne Regierung

Völker ohne Regierung - Eine Anthropologie der Anarchie Von Harold Barclay Hrsg. von Jochen Schmück. Berlin: Libertad Verlag, 1985 (= Edition Schwarze Kirschen; 6). 320 Seiten, zahlr. Abb. ISBN 978-3922226109 http://www.libertadverlag.de


Anarchie, also die Abwesenheit von Herrschaft, ist weder Chaos noch irgendeine unrealisierbare Utopie. Und tatsächlich scheint sie zumindest in der Vergangenheit eine sehr verbreitete Form der politischen Organisation gewesen zu sein.

Der kanadische Anthropologe Harold Barclay beschreibt in seiner Arbeit "Völker ohne Regierung" verschiedene sog. "primitive" Gesellschaften, deren politische Strukturen als anarchisch charakterisiert werden können. Obwohl es sich bei diesen Völkern vorwiegend um kleinere archaische Gruppen von Jägern, Sammlern, Pflanzern, Ackerbauern und Hirten handelt, weisen auch größere Bevölkerungsgruppen mit komplexeren Gesellschaftsstrukturen anarchische Merkmale in ihren politischen Beziehungen auf. Barclay gibt daher ausgehend von seiner Untersuchung verschiedener Gesellschaften in Afrika, Nord- und Südamerika, Australien, Asien und Nordeuropa einen Überblick über das historisch breite Spektrum von Gesellschaften mit libertären Tendenzen.

Aus der Sicht des Anthropologen versucht der Autor in seiner Untersuchung, vor allem die Praxis der Anarchie aufzuzeigen. Besondere Aufmerksamkeit widmet er dabei den verschiedenen Techniken der Führung, der Aufrechterhaltung von Ordnung und den politischen Entscheidungsprozessen. Barclay zeigt das dynamische Wechselspiel zwischen Freiheit und Autorität auf, das in der weitverbreiteten Tendenz der anarchischen Gesellschaften, in Staaten mit einer Regierung zu degenerieren, zum Ausdruck kommt und ein Trend ist, der bei kleineren Gruppen die Entwicklung zur Oligarchie begünstigt.

030318



Alan Watts

Russland bekommt ein eigenständiges Internet

Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das die Regierung am Mittwoch veröffentlichte. Demnach soll der russische Internetverkehr künftig über Server im eigenen Land gelenkt werden. Damit solle bei einem Ausfall oder einem großen Cyberangriff durch ein anderes Land das Internet unabhängig sein und weiter funktionieren, hatten Regierung und Parlament argumentiert. Das umstrittene Gesetz soll zum 1. November in Kraft treten. ... [mehr] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Putin-unterzeichnet-Gesetz-Russland-bekommt-eigenstaendiges-Internet-4411531.html

030519 via zkbw


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DADA goes DATA

ff.

k.


100 Jahre Cabaret Voltaire

Montag, 01.02.2016, 22.03 Uhr SWR2 Essay Wahnsinn und Methode 100 Jahre Cabaret Voltaire Von Herbert Köhler

Der Erste Weltkrieg befindet sich im zweiten Jahr. Dessen Wahnsinn wird inzwischen auch seinen Euphorikern offensichtlich. Die Welt ist aus den Fugen. Die neutrale Schweiz wird Fluchtziel. So auch für Hugo Ball und seine Partnerin Emmy Hennings: Sie landen in Zürich und finden in der Spiegelgasse 1 eine Lokalität, die sie zu ihrem philosophisch-künstlerischen und literarisch-musikalischen Rezitationsquartier machen wollten. Am Samstag, den 5. Februar 1916 ist dann Premiere in der Kneipe “Meierei”, von nun an “Cabaret Voltaire” genannt. Mit Buchstaben und Noten, Tanz und Kostüm legen Ball, Hennings, Tristan Tzara, Hans Arp, Georges und Marcel Janco den Grundstein für das, was sich bald als internationale DADA-Bewegung entwickeln wird. Dem kollektiven Wahnsinn soll darin der individuelle Spiegel vorgehalten werden. Zum ersten Mal in der modernen Kulturgeschichte wird die Reset-Taste gedrückt.

Manuskript unter: www.swr2.de/essay


The Knowledge Services Handbook:

A Guide for the Knowledge Strategist ===

Berlin, Boston: De Gruyter. Book DOI: https://doi.org/10.1515/9783110635577 Online ISBN: 9783110635577

Guy St. Clair, Barrie Levy (2019). Preface: Enabling the knowledge sharing culture. (pp. VII–X). https://doi.org/10.1515/9783110635577-201

230120 via site

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