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		<title>Ilse-Schimpf-Herken - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2026-05-06T10:18:58Z</updated>
		<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in AkiWiki</subtitle>
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		<id>http://wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php?title=Ilse-Schimpf-Herken&amp;diff=72928&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wiki: * 04.09.1946 + 6. Januar 2021</title>
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				<updated>2025-12-24T19:04:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;* 04.09.1946 + 6. Januar 2021&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: white; color:black;&quot;&gt;
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		&lt;tr valign='top'&gt;
		&lt;td colspan='2' style=&quot;background-color: white; color:black;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
		&lt;td colspan='2' style=&quot;background-color: white; color:black;&quot;&gt;Version vom 24. Dezember 2025, 19:04 Uhr&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 1:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;-&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background: #ffa; color:black; font-size: smaller;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Nachruf auf [[Ilse-Schimpf-Herken]] * &lt;del class=&quot;diffchange diffchange-inline&quot;&gt;1947 &lt;/del&gt;+ 6. Januar 2021 ==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class='diff-marker'&gt;+&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background: #cfc; color:black; font-size: smaller;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Nachruf auf [[Ilse-Schimpf-Herken]] &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Wiki</name></author>	</entry>

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		<id>http://wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php?title=Ilse-Schimpf-Herken&amp;diff=70333&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wiki: == Nachruf auf Ilse-Schimpf-Herken * 1947 + 6. Januar 2021 ==   Wir trauern um unsere Kollegin, Mitstreiterin und Freundin Ilse-Schimpf-Herken, die am 6. Januar 2021 verstorben ist.  Ilse war eine</title>
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				<updated>2025-01-05T21:59:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;== Nachruf auf &lt;a href=&quot;/mediawiki/index.php/Ilse-Schimpf-Herken&quot; title=&quot;Ilse-Schimpf-Herken&quot;&gt;Ilse-Schimpf-Herken&lt;/a&gt; * 1947 + 6. Januar 2021 ==   Wir trauern um unsere Kollegin, Mitstreiterin und Freundin Ilse-Schimpf-Herken, die am 6. Januar 2021 verstorben ist.  Ilse war eine&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;== Nachruf auf [[Ilse-Schimpf-Herken]] * 1947 + 6. Januar 2021 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir trauern um unsere Kollegin, Mitstreiterin und Freundin Ilse-Schimpf-Herken, die am 6. Januar&lt;br /&gt;
2021 verstorben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ilse war eine außergewöhnlich starke, engagiert handelnde und einfühlsame Persönlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit den 1970er Jahren, anknüpfend an die kritische Sicht auf Gesellschaft und soziale&lt;br /&gt;
Bedingungen, die sie in ihrer Kindheit von ihrer Oma und ihrem Vater gelernt und in Paris in der&lt;br /&gt;
Student*innenbewegung vertieft hatte, setzte Ilse sich für Gerechtigkeit und die Sicht- und&lt;br /&gt;
Hörbarkeit marginalisierter Gruppen in Deutschland und auch in besonderem Maße in&lt;br /&gt;
Lateinamerika ein. Bald begegnete sie erst in Mexico, dann in Chile dem brasilianischen&lt;br /&gt;
Befreiungspädagogen Paulo Freire, der ihre Sicht auf die Welt und sie selbst in der Welt&lt;br /&gt;
entscheidend prägte. Sie arbeitete als Professorin an der TU Berlin und darüber hinaus bis zu&lt;br /&gt;
ihrem Tod mit seinen Konzepten, Ideen und Praktiken einer dialogische Pädagogik und entwickelte&lt;br /&gt;
sie u.a. orientiert an Prozessentwicklungen der Lernenden weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freires Ausgangspunkt für Lernen sind immer die realen Herausforderungen der Menschen, unter&lt;br /&gt;
starker Berücksichtigung der gesellschaftlichen Bedingungen und Benachteiligung. So ist es kein&lt;br /&gt;
Wunder, dass sie mit den Pädagog*innen, die am Situationsansatz und an ihm verbundenen&lt;br /&gt;
Ansätzen in Deutschland und der Welt arbeiteten, in Kontakt kam. In unserem&lt;br /&gt;
Gründungspräsidenten Jürgen Zimmer und in vielen Kolleg*innen innerhalb der Internationalen&lt;br /&gt;
Akademie fand sie Partner*innen, die in anderen Arbeitsbereichen an anderen Orten der Welt&lt;br /&gt;
diese Grundideen teilten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam Ilse Schimpf-Herken 1999 mit dem Paulo-Freire-Institut in unsere Akademie, um&lt;br /&gt;
gemeinsam mit gleichgesinnten Personen internationale, interdisziplinäre Forschungs- und&lt;br /&gt;
Praxisentwicklungsprojekte zur Erinnerungs- und Friedenspädagogik zu realisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Begegnungen in Deutschland und Lateinamerika entwickelte sie mit Studierenden,&lt;br /&gt;
Lehrer*innen und Erzieher*innen ein einmaliges Fortbildungskonzept.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kombinierte sie u.a. Gedenkstättenpädagogik mit biographischen Reflexionen und dem BoalTheater der Unterdrückten. Sie nutzte so nicht nur die verbale Kommunikation, sondern mit&lt;br /&gt;
großer Freude für alle Beteiligten vielfältige künstlerische-ästhetische Ausdrucksformen: Tanz,&lt;br /&gt;
Theater, Musik und bildnerisches Gestalten waren für sie gleichwertige Erkenntnis- und&lt;br /&gt;
Ausdrucksformen. Ihre Initiativen und Aktionen verhalfen politisch schwer traumatisierten&lt;br /&gt;
Menschen freier leben, lernen und lehren zu können. Die Originalität und Vielfalt ihrer Ideen und&lt;br /&gt;
Vorhaben sprengte oft die Möglichkeiten der Bürokratie. So nutzte Ilse bis zuletzt mit&lt;br /&gt;
außerordentlicher Kreativität und Willenskraft erfolgreich verschiedene Wege, um immer neue&lt;br /&gt;
Partner*innen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Monate, ja Jahre, verbrachte sie in Süd- und Mittelamerika, vor allem in Chile, und sie&lt;br /&gt;
organisierte Studienreisen, eingebettet in Fortbildungsprogramme für Pädagog*innen aus diesen&lt;br /&gt;
Ländern hierher, und von deutschen Pädagog*innen dorthin. So erarbeitete sie gemeinsam mit&lt;br /&gt;
diversen Teams und den Kursteilnehmer*innen lebensweltorientierte Bildungspraktiken jeweils&lt;br /&gt;
vor Ort. Ihre bildungstheoretischen Ansätze speisten sich aus vielen verschiedenen Quellen.&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren hat sie auch in Moabiter Grundschulen und Kitas an einer inklusiven&lt;br /&gt;
Bildungspraxis mitgewirkt, in der unter Berücksichtigung ungleicher Bildungschancen und&lt;br /&gt;
Lebenssituationen der Kinder und Familien gemeinsames Lernen und Leben zum Thema wurde. Ihr&lt;br /&gt;
Einlassen und ihre Offenheit für den Dialog mit den Menschen konnten wir spüren, wenn sie von&lt;br /&gt;
den vielen Stunden, die sie mit den Müttern in Elterncafés verbrachte, erzählte, wie sehr ihr&lt;br /&gt;
Zuhören schon helfen konnte, sie mit kleinen Hilfestellungen Lebenswege zu unterstützen&lt;br /&gt;
imstande war – und auch, wie sehr die Frauen und Kinder das Zusammensein mit ihr liebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Begriffe ließen sich nennen, um Ilses Arbeit zu kennzeichnen: postmoderne, ko-konstruktive,&lt;br /&gt;
poststrukturalistische, feministische, marxistische, postkoloniale und dekoloniale Theorien. Ilse&lt;br /&gt;
hätte sich mit keinem dieser Begriffe etikettieren lassen. Sie nutzte solche und weitere Theorien&lt;br /&gt;
für ihre Dialoge und machte daraus mit ihren Partner*innen etwas Eigenes, das sie nie ihr Eigenes,&lt;br /&gt;
sondern immer Gemeinsames genannt hätte. Vieles summierte sie als Freire Ansätze, was aber&lt;br /&gt;
weit über Freire hinaus reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Publikationen, in denen sie ihre Erkenntnisse und Erfahrungen dokumentiert hat, sind&lt;br /&gt;
konsequenterweise oft Sammelbände oder gemeinsam mit anderen erarbeitete Artikel. Der letzte&lt;br /&gt;
von ihr mit herausgegebene Sammelband ist nur wenige Tage vor ihrem Tod fertig geworden -&lt;br /&gt;
gleichsam ihr Vermächtnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Band reflektiert sie mit anderen das breite Spektrum einer&lt;br /&gt;
Pädagogik, die ehemals als Freire‘sche „Pädagogik der Unterdrückten“ bekannt wurde und die&lt;br /&gt;
heute, durch Ilse geprägt, als eine Pädagogik zur Befreiung der Menschen betrachtet werden kann.&lt;br /&gt;
In ihrem wunderschönen einleitenden Aufsatz: Raupe und Schmetterling. Wege der Veränderung&lt;br /&gt;
verbindet sie nochmal explizit die Perspektiven ihres pädagogischen Ansatzes in und mit der&lt;br /&gt;
Internationalen Akademie Berlin (INA gGmbH) und würdigt damit auch uns, ihre Partnerinnen und&lt;br /&gt;
Partner in unserer Institution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der INA war sie mit uns bedingungslos solidarisch. In manchmal schwierigen Phasen halfen ihre&lt;br /&gt;
klaren Positionen und Wertorientierungen uns, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Sie&lt;br /&gt;
unterstützte besonders die jüngeren Frauen in unserer Gesellschaft, munterte sie auf und&lt;br /&gt;
würdigte ihr Handeln. Gegen den Strich denken, neue Ideen entwickeln, Etabliertes hinterfragen&lt;br /&gt;
bei gleichzeitigem Bewusstsein des solidarischen und respektvollen Wertekerns war ihr in der&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung der INA wichtig. Ilse hat innerhalb unserer Akademie in besonderem Maße die&lt;br /&gt;
interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Zusammenhalt gefördert. Ihr Tod lässt eine große Lücke&lt;br /&gt;
zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ilse führte und initiierte viele Diskurse. Der Dialog als Handlungs- und Erkenntnisprinzip&lt;br /&gt;
kennzeichnete ihr Leben und Wirken. Sie lebte den Dialog sehr intensiv, aufrichtig und einfühlsam&lt;br /&gt;
als Kommunikation zwischen Menschen mit unterschiedlichsten Wissens- und&lt;br /&gt;
Erfahrungsbeständen: als Austausch zwischen Subjekten mit prinzipiell gleichen Rechten, die das&lt;br /&gt;
Ziel eines friedlichen Zusammenlebens verbindet. Ilse trat nie radikal auf, sie agitierte nicht.&lt;br /&gt;
Konsequent war sie allerdings in ihrem aktiven Eintreten für Dialoge, Frieden, die Menschenrechte&lt;br /&gt;
und ihrer darauf gegründeten Ethik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hoffen, wir können diesen Geist weitertragen und so ihr Wirken verlängern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In tiefer Trauer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christa Preissing, Marie-Theres Albert, Angelika Krüger, Sophie Kotanyi, Katrin Macha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesellschafter*innen und Mitarbeiter*innen&lt;br /&gt;
der Internationalen Akademie Berlin gGmbH &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.inaberlin.org/files/express/Nachruf%20Ilse%20Schimpf-Herken.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
230221 via site&lt;/div&gt;</summary>
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