Trau schau wem
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Die Ausstellung ist von 16. März bis 4. September 2022 in der ALBERTINA MODERN zu sehen. | Die Ausstellung ist von 16. März bis 4. September 2022 in der ALBERTINA MODERN zu sehen. | ||
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+ | Hier ist nun die Kolumne, die ich zum Thema „Was ich über Deutschland lieber früher gewusst hätte“ verfasst habe – einschließlich der zusätzlichen Reflexionen, die das Magazin später anforderte: | ||
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+ | • Eine Gesellschaft, die von Regeln beherrscht wird, aber keinen individuellen moralischen Kompass besitzt, ist gefährlicher als eine ohne jegliche Regeln. | ||
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+ | • Eine Gesellschaft, die Gehorsam schätzt, ohne Autoritäten zu hinterfragen, ist dazu bestimmt, korrupt zu werden. | ||
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+ | • Eine Gesellschaft, die Fehler eingesteht, aber nicht über deren Ursprung reflektiert, besitzt einen Geist, so starr und stumpf wie Granit. | ||
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+ | • An einer verlassenen Straße bleiben die Menschen gehorsam an der roten Ampel stehen. Kein Auto weit und breit. Ich dachte einst: Das ist das Zeichen einer hochentwickelten Gesellschaft. | ||
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+ | • Im Herzen der Bürokratie liegt eine kollektive Zustimmung zur Legitimität von Macht – deshalb geben Einzelne ihr moralisches Urteil auf, oder sie haben es nie entwickelt. Sie verzichten auf Widerspruch. Sie geben das Streiten auf. | ||
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+ | • Wenn Konversation zur Vermeidung wird, wenn Themen nicht angesprochen werden dürfen, leben wir bereits unter der stillen Logik des Autoritarismus. | ||
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+ | • Wenn die Mehrheit glaubt, in einer freien Gesellschaft zu leben, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht frei ist. Freiheit ist kein Geschenk – man muss sie der Banalität und der stillen Komplizenschaft mit der Macht entreißen. | ||
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+ | • Wenn Menschen spüren, dass Macht unangreifbar ist, lenken sie ihre Energie auf belanglose Streitigkeiten. Und diese Belanglosigkeiten sind kollektiv genug, um die Grundlagen der Gerechtigkeit einer Gesellschaft zu untergraben. | ||
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+ | • Wenn öffentliche Ereignisse von großer Tragweite – wie die Nord-Stream-Pipeline-Explosion – von Regierung und Medien mit Schweigen beantwortet werden, wird dieses Schweigen selbst furchterregender als jede Atombombe. | ||
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+ | • Fakten werden teilweise anerkannt, absichtlich vergessen oder vom kollektiven Schweigen verschluckt. So wiederholt sich die Katastrophe – immer wieder, in Zyklen. | ||
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+ | • Wenn sich die Medien der öffentlichen Meinung unterordnen oder Konflikte meiden, um bei den Herrschenden in Gunst zu bleiben, werden sie zu Komplizen der Macht. | ||
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+ | • Was wir „Lüge“ nennen, ist nicht immer eine Verzerrung von Fakten. | ||
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+ | • Politische Führer treffen Entscheidungen, die auf Irrtümern und Versagen beruhen. Das spiegelt den allgemeinen politischen Zustand einer Gesellschaft wider, in der die meisten Menschen ihr Bewusstsein und sogar ihre grundlegende Handlungsmacht aufgegeben haben – und es diesen Führern ermöglichen, ihre Fehler in ihrem Namen umzusetzen. | ||
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+ | • Wenn eine Gesellschaft sprachliche Unterschiede oder kulturelle Missverständnisse als Ausrede für Ausgrenzung nutzt, hat sie eine heimtückische Form von Rassismus erreicht. Das ist keine politische Meinung – es ist eine Haltung, ein Makel im Blut, vererbt wie Gene. | ||
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+ | • Bürokratie ist nicht nur träge. Sie ist kulturelle Verachtung. Sie lehnt Dialog ab. Sie beharrt darauf, dass Unwissenheit, in Regeln gegossen – so falsch und unmenschlich sie auch sein mögen –, der beste Widerstand gegen sozialen Aufstieg und moralische Bewegung ist. In einer solchen Gesellschaft ist Hoffnung nicht fehl am Platz – sie wird ausgelöscht. | ||
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+ | • In der Atmosphäre ringsum erkennt man keine Kultur, sondern Selbstbeweihräucherung; keine Kunst, sondern Abgrenzung und kollektive Ehrfurcht vor Macht. Was fehlt, ist Aufrichtigkeit – emotionale und intentionale Ehrlichkeit. In solch einem Umfeld ist es fast unmöglich, Kunst zu schaffen, die sich mit echtem menschlichen Gefühl oder moralischer Auseinandersetzung beschäftigt. | ||
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+ | • Ein Ort, der regelmäßig Selbstreflexion ablehnt und individuelle Handlungsfähigkeit auslöscht, lebt bereits unter den eisernen Mauern des Autoritarismus. | ||
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+ | • Ich habe keine Familie, kein Vaterland, habe nie gewusst, wie es ist, dazuzugehören. Ich gehöre nur mir selbst. Im besten Fall sollte dieses Selbst allen gehören. | ||
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+ | • Ich weiß noch immer nicht, was Kunst ist. Ich hoffe nur, dass das, was ich mache, ihre Ränder berührt, auch wenn es scheinbar nichts damit zu tun hat. Und tatsächlich: Im besten Fall hat es nichts mit mir zu tun, denn das „Ich“ löst sich bereits in allem auf. | ||
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+ | • Die Dinge, die in Galerien, Museen und Wohnzimmern von Sammlern ausgestellt sind – sind das Kunstwerke? Wer hat das entschieden? Auf welcher Grundlage? Warum verspüre ich stets Misstrauen in ihrer Gegenwart? | ||
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+ | • Werke, die der Realität ausweichen, die sich vor Argument, Kontroverse oder Debatte scheuen – ob Text, Malerei oder Performance –, sind wertlos. Und seltsamerweise ist es genau diese wertlose Kunst, die die Gesellschaft am liebsten feiert. | ||
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+ | • Ich verstehe jetzt: Menschen sehnen sich nach Macht und Tyrannei wie nach Sonne und Regen – denn das Gewicht des Selbstbewusstseins fühlt sich wie Schmerz an. Manchmal sogar wie eine Katastrophe. | ||
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+ | • In den meisten Fällen wählt die Gesellschaft die Egoistischsten, am wenigsten Idealistischen unter uns, um das zu tun, was wir „Kunst“ nennen – weil diese Wahl allen ein Gefühl von Sicherheit gibt. | ||
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+ | Zusätzliche Reflexionen | ||
+ | • In Berlin begegne ich überall Schweinshaxe und Schnitzel – und ich kann kaum glauben, dass ein so hochentwickeltes Land eine derart monotone Auswahl an Zutaten bietet. Noch verblüffender ist die plötzliche Vermehrung chinesischer Restaurants – die meisten davon auf Nudeln spezialisiert und auf einem kulinarischen Niveau, das jede chinesische Person zu Hause problemlos erreichen könnte. Die Vielfalt an Speisen und Zubereitungsmethoden ist hier so begrenzt, dass Menschen aus aller Welt gezwungen sind, Restaurants zu eröffnen: Vietnamesisch, Thailändisch, Türkisch – alles ist vertreten. | ||
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+ | • Aber das wirklich Erschreckende? Die schiere Anzahl chinesischer Restaurants. Ich kann nur vermuten, dass sie glauben, dass Deutsche alles essen, was man ihnen auf den Teller legt. Vor manchen dieser Lokale bilden sich sogar lange Schlangen – obwohl das, was dort serviert wird, kaum noch etwas mit authentisch chinesischer Küche zu tun hat. | ||
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+ | • Mein Lieblingsessen in Deutschland: Brot und Wurst – so etwas mit solchem Charakter findet man sonst nirgendwo. | ||
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+ | • Es verwundert mich, warum so viele Menschen sich freiwillig in eine enge Bar drängen, nur um ein langes Gespräch zu führen. Da ich die Sprache nicht spreche, kann ich nur vermuten, dass die jungen Leute in Berlin über das Clubleben reden. Solche Themen waren in den USA in den 1970er- und 1980er-Jahren angesagt. | ||
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+ | • Die Deutschen könnten das Volk sein, das wirklich am weitesten vom Humor entfernt ist. Vielleicht liegt das an ihrem tiefen Respekt für Rationalität. Man denke nur an den Berliner Flughafen oder die Werbung für Mercedes-Benz – da bekommt man das Gefühl, ihr Mangel an Humor sei selbst eine Art gigantischer Humor. | ||
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+ | https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/essay-von-ai-weiwei-deutscher-humor-li.2350248 | ||
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==„Erinnerung ermöglichen - Geschichte erleben“ -- „(F)Akten statt Fakenews“== | ==„Erinnerung ermöglichen - Geschichte erleben“ -- „(F)Akten statt Fakenews“== |
Aktuelle Version vom 28. August 2025, 14:59 Uhr
Trau schau wem!
Wie finde ich zuverlässige Quellen im Internet?
Wie bewerte ich Informationen im Internet?
Was sind Fake News?
Wie erkenne ich Fake news?
Wie vermeide ich / sehe ich weniger / umgehe ich Fake news? ===
Trau schau wem!
vermittelt Know how für
- Recherche nach zuverlässigen Quellen im Internet (zB Bibliotheken, öff.rechtliche TV-sender zB SWR, ...),
- die Bewertung von Informationen im Internet, insbesondere Social Media (Facebook, Twitter / X, ...)
- und die Einschätzung von Wikipedia-artikeln.
Ein wichtiger Part sind Kenntnisse zum Erkennen und Vermeiden von Fake news.
Gerne können die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmer-innen mit eingebunden werden.
Referent:
Karl Dietz===
Dipl.-Dokumentar (FH)
Mobil 0172 768 7976
Trau schau wem! ==
gibt es als Modul im Blended learning / Personal training
...
“Teresa Dapp: Zu unserer Arbeit gehört das tägliche Monitoring vor allem auf den verschiedenen Social Plattformen. Wir suchen, was wir Claims nennen – also überprüfbare Behauptungen, die keine Meinungsäußerung sind, sondern eine Faktenbehauptung. Ob wir etwas prüfen, wird schon mindestens nach dem Vier-Augen-Prinzip entschieden. Wenn etwas besonders relevant ist, bekommt es Priorität. Das kann passieren, wenn eine Behauptung viral geht, ein Thema gerade die Nachrichten dominiert, oder aber, wenn wir das Risiko für Menschen, die darauf reinfallen, für groß halten – es geht ja nicht immer nur um Politik, oft auch um Gesundheit. Unsere Faktenchecks veröffentlichen wir auf dpa-faktenchecking manche finden auch über den dpa-Dienst den Weg in die Medien. Außerdem haben wir Kanäle auf TikTok und Instagram, über die wir Faktenchecks verbreiten.”
270825 via digithek ch
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Ai weiwei ... drops an urn
Was he sacrificing one pot for the greater good, highlighting what’s happening to Chinese heritage every day? Or was he asking us to question what we value?
“You believe what you see because he tells you it’s a Han Dynasty urn – but then he also tells you that the fakes in the markets are so good you wouldn’t be able to tell them apart,” our curator points out. “The techniques to make the fake Han Dynasty urn are probably the same as the real ones, so does it even matter?”
Fake, incidentally, is the name he chose for his design and architecture company.
https://www.royalacademy.org.uk/article/ai-weiwei-beginners-guide
s.a.
Ai Weiwei ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, ein unermüdlicher Aktivist und Kritiker autoritärer Systeme. Aktueller und bedeutender könnte also eine so große Retrospektive nicht sein als zum jetzigen Zeitpunkt. Immer wieder sind es Machtstrukturen und die Mechanismen der Herrschaftsausübung, die der Künstler thematisiert, sei es die Zerstörung von Kulturgütern als Ausdruck der eigenen Überlegenheit oder die Ausübung von Manipulation, Zensur und Überwachung von staatlicher Seite.
virtuelle Eröffnung zur Ausstellung am 15.3.2022 um 18.30 Uhr live auf Facebook und Youtube. ... Die Ausstellung ist von 16. März bis 4. September 2022 in der ALBERTINA MODERN zu sehen.
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Hier ist nun die Kolumne, die ich zum Thema „Was ich über Deutschland lieber früher gewusst hätte“ verfasst habe – einschließlich der zusätzlichen Reflexionen, die das Magazin später anforderte:
• Eine Gesellschaft, die von Regeln beherrscht wird, aber keinen individuellen moralischen Kompass besitzt, ist gefährlicher als eine ohne jegliche Regeln.
• Eine Gesellschaft, die Gehorsam schätzt, ohne Autoritäten zu hinterfragen, ist dazu bestimmt, korrupt zu werden.
• Eine Gesellschaft, die Fehler eingesteht, aber nicht über deren Ursprung reflektiert, besitzt einen Geist, so starr und stumpf wie Granit.
• An einer verlassenen Straße bleiben die Menschen gehorsam an der roten Ampel stehen. Kein Auto weit und breit. Ich dachte einst: Das ist das Zeichen einer hochentwickelten Gesellschaft.
• Im Herzen der Bürokratie liegt eine kollektive Zustimmung zur Legitimität von Macht – deshalb geben Einzelne ihr moralisches Urteil auf, oder sie haben es nie entwickelt. Sie verzichten auf Widerspruch. Sie geben das Streiten auf.
• Wenn Konversation zur Vermeidung wird, wenn Themen nicht angesprochen werden dürfen, leben wir bereits unter der stillen Logik des Autoritarismus.
• Wenn die Mehrheit glaubt, in einer freien Gesellschaft zu leben, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft nicht frei ist. Freiheit ist kein Geschenk – man muss sie der Banalität und der stillen Komplizenschaft mit der Macht entreißen.
• Wenn Menschen spüren, dass Macht unangreifbar ist, lenken sie ihre Energie auf belanglose Streitigkeiten. Und diese Belanglosigkeiten sind kollektiv genug, um die Grundlagen der Gerechtigkeit einer Gesellschaft zu untergraben.
• Wenn öffentliche Ereignisse von großer Tragweite – wie die Nord-Stream-Pipeline-Explosion – von Regierung und Medien mit Schweigen beantwortet werden, wird dieses Schweigen selbst furchterregender als jede Atombombe.
• Fakten werden teilweise anerkannt, absichtlich vergessen oder vom kollektiven Schweigen verschluckt. So wiederholt sich die Katastrophe – immer wieder, in Zyklen.
• Wenn sich die Medien der öffentlichen Meinung unterordnen oder Konflikte meiden, um bei den Herrschenden in Gunst zu bleiben, werden sie zu Komplizen der Macht.
• Was wir „Lüge“ nennen, ist nicht immer eine Verzerrung von Fakten.
• Politische Führer treffen Entscheidungen, die auf Irrtümern und Versagen beruhen. Das spiegelt den allgemeinen politischen Zustand einer Gesellschaft wider, in der die meisten Menschen ihr Bewusstsein und sogar ihre grundlegende Handlungsmacht aufgegeben haben – und es diesen Führern ermöglichen, ihre Fehler in ihrem Namen umzusetzen.
• Wenn eine Gesellschaft sprachliche Unterschiede oder kulturelle Missverständnisse als Ausrede für Ausgrenzung nutzt, hat sie eine heimtückische Form von Rassismus erreicht. Das ist keine politische Meinung – es ist eine Haltung, ein Makel im Blut, vererbt wie Gene.
• Bürokratie ist nicht nur träge. Sie ist kulturelle Verachtung. Sie lehnt Dialog ab. Sie beharrt darauf, dass Unwissenheit, in Regeln gegossen – so falsch und unmenschlich sie auch sein mögen –, der beste Widerstand gegen sozialen Aufstieg und moralische Bewegung ist. In einer solchen Gesellschaft ist Hoffnung nicht fehl am Platz – sie wird ausgelöscht.
• In der Atmosphäre ringsum erkennt man keine Kultur, sondern Selbstbeweihräucherung; keine Kunst, sondern Abgrenzung und kollektive Ehrfurcht vor Macht. Was fehlt, ist Aufrichtigkeit – emotionale und intentionale Ehrlichkeit. In solch einem Umfeld ist es fast unmöglich, Kunst zu schaffen, die sich mit echtem menschlichen Gefühl oder moralischer Auseinandersetzung beschäftigt.
• Ein Ort, der regelmäßig Selbstreflexion ablehnt und individuelle Handlungsfähigkeit auslöscht, lebt bereits unter den eisernen Mauern des Autoritarismus.
• Ich habe keine Familie, kein Vaterland, habe nie gewusst, wie es ist, dazuzugehören. Ich gehöre nur mir selbst. Im besten Fall sollte dieses Selbst allen gehören.
• Ich weiß noch immer nicht, was Kunst ist. Ich hoffe nur, dass das, was ich mache, ihre Ränder berührt, auch wenn es scheinbar nichts damit zu tun hat. Und tatsächlich: Im besten Fall hat es nichts mit mir zu tun, denn das „Ich“ löst sich bereits in allem auf.
• Die Dinge, die in Galerien, Museen und Wohnzimmern von Sammlern ausgestellt sind – sind das Kunstwerke? Wer hat das entschieden? Auf welcher Grundlage? Warum verspüre ich stets Misstrauen in ihrer Gegenwart?
• Werke, die der Realität ausweichen, die sich vor Argument, Kontroverse oder Debatte scheuen – ob Text, Malerei oder Performance –, sind wertlos. Und seltsamerweise ist es genau diese wertlose Kunst, die die Gesellschaft am liebsten feiert.
• Ich verstehe jetzt: Menschen sehnen sich nach Macht und Tyrannei wie nach Sonne und Regen – denn das Gewicht des Selbstbewusstseins fühlt sich wie Schmerz an. Manchmal sogar wie eine Katastrophe.
• In den meisten Fällen wählt die Gesellschaft die Egoistischsten, am wenigsten Idealistischen unter uns, um das zu tun, was wir „Kunst“ nennen – weil diese Wahl allen ein Gefühl von Sicherheit gibt.
Zusätzliche Reflexionen
• In Berlin begegne ich überall Schweinshaxe und Schnitzel – und ich kann kaum glauben, dass ein so hochentwickeltes Land eine derart monotone Auswahl an Zutaten bietet. Noch verblüffender ist die plötzliche Vermehrung chinesischer Restaurants – die meisten davon auf Nudeln spezialisiert und auf einem kulinarischen Niveau, das jede chinesische Person zu Hause problemlos erreichen könnte. Die Vielfalt an Speisen und Zubereitungsmethoden ist hier so begrenzt, dass Menschen aus aller Welt gezwungen sind, Restaurants zu eröffnen: Vietnamesisch, Thailändisch, Türkisch – alles ist vertreten.
• Aber das wirklich Erschreckende? Die schiere Anzahl chinesischer Restaurants. Ich kann nur vermuten, dass sie glauben, dass Deutsche alles essen, was man ihnen auf den Teller legt. Vor manchen dieser Lokale bilden sich sogar lange Schlangen – obwohl das, was dort serviert wird, kaum noch etwas mit authentisch chinesischer Küche zu tun hat.
• Mein Lieblingsessen in Deutschland: Brot und Wurst – so etwas mit solchem Charakter findet man sonst nirgendwo.
• Es verwundert mich, warum so viele Menschen sich freiwillig in eine enge Bar drängen, nur um ein langes Gespräch zu führen. Da ich die Sprache nicht spreche, kann ich nur vermuten, dass die jungen Leute in Berlin über das Clubleben reden. Solche Themen waren in den USA in den 1970er- und 1980er-Jahren angesagt.
• Die Deutschen könnten das Volk sein, das wirklich am weitesten vom Humor entfernt ist. Vielleicht liegt das an ihrem tiefen Respekt für Rationalität. Man denke nur an den Berliner Flughafen oder die Werbung für Mercedes-Benz – da bekommt man das Gefühl, ihr Mangel an Humor sei selbst eine Art gigantischer Humor.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/essay-von-ai-weiwei-deutscher-humor-li.2350248
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„Erinnerung ermöglichen - Geschichte erleben“ -- „(F)Akten statt Fakenews“
Gemeinsam mit unseren 2.300 Mitarbeitenden sichern wir als obere Bundesbehörde an insgesamt 23 Standorten die Zeugnisse der neueren und neuesten Geschichte als Archivgut des Bundes. Als moderne Dienstleistungseinrichtung ermöglichen wir die öffentliche Nutzung des Archivguts. Mit unserer Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um aus den Quellen der Vergangenheit Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Gerade in Zeiten einer riesigen Informationsflut und vieler Falschinformationen wird unsere Arbeit „als Lotsin in der Demokratie“ mehr denn je gebraucht.
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eurotopics - der tägliche Blick in Europas Presse
Die Presseschau euro|topics spiegelt die Vielfalt der Meinungen in Europa wider und schlägt Brücken in andere Medienwelten. Sie trägt dazu bei, Debatten aus ihren nationalen Zusammenhängen zu lösen und fördert den Diskurs über Länder- und Sprachgrenzen hinweg.
Dafür beobachten Korrespondentinnen und Korrespondenten in allen EU-Staaten, in Russland, der Schweiz, der Türkei und der Ukraine mehr als 500 Print- und Onlinemedien des gesamten politischen Spektrums und übersetzen Zitate aus Meinungsbeiträgen. Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen werden stets aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Kurze Einleitungen erklären den aktuellen Stand einer Debatte, die zitierten Originaltexte und Medien sind verlinkt.
Die Presseschau erscheint von Montag bis Freitag in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch. Das kostenlose Angebot kann auch als »E-Mail-Newsletter oder »RSS-Feed abonniert werden.
Eine Datenbank bietet Informationen zu mehr als 500 Print- und Onlinemedien aus über 30 Ländern mit Angaben über das politische Profil, den Herausgeber oder Verlag und die Auflagenzahlen. Sie enthält zudem eine ausführliche Beschreibung der Medienlandschaften in Europa.
euro|topics ist ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Das Angebot stellt keine Meinungsäußerung der bpb dar. Mit den Ansichten der verlinkten Websites stimmt die bpb nicht zwangsläufig überein.
Die Presseschau leistet seit 2005 einen Beitrag zur Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. Seit Mai 2008 erstellt das »Journalisten-Netzwerk n-ost die Presseschau.
https://www.eurotopics.net/de/149270/der-taegliche-blick-in-europas-presse
191019
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Verbraucherzentrale BW zu Fake-Shops
https://www.verbraucherportal-bw.de/,Lde/Startseite/Verbraucherschutz/Wie+erkenne+ich+Fake-Shops_
Was sind Fake-Shops?===
Fake-Shops sind betrügerische Online-Shops, die in der Regel mit Schnäppchen für teure Markenuhren, Designerkleidung, Schuhe oder Smartphones werben. Oft verlangen sie eine Zahlung mittels Vorauskasse, liefern die versprochene Ware anschließend aber entweder gar nicht oder nur in deutlich schlechterer Qualität als versprochen. Fake-Shops sind mittlerweile sehr professionell gemacht oder sehen den Internetseiten bekannter Anbieter zum Verwechseln ähnlich, so dass es für Verbraucherinnen und Verbraucher schwer ist, sie als solche zu identifizieren. Außerdem ist zu beobachten, dass die Betrügereien mit Fake-Shops variantenreicher und vielfältiger werden.
Welche Ziele verfolgen Fake-Shops?===
Neben Geld einnehmen ist häufig auch das Sammeln persönlicher Daten, wie Kreditkarteninformationen, Namen, Adressen und Geburtsdaten das Ziel. Die Daten werden dann weiterverkauft oder für betrügerische Zwecke genutzt.
s.a.
Sichere Sache - oder doch nicht? 🤷♀️ Ob ein Onlineshop seriös ist oder nicht, ist oft schwer zu erkennen. Schließlich können selbst positive Bewertungen gefälscht sein. Die Verbraucherzentrale hat deshalb den Fakeshop-Finder entwickelt. Einfach unter www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder die URL des Shops eingeben und schon prüft das Tool anhand ausgewählter Merkmale, ob es sich um Betrug handeln könnte.
090524 via fb
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Online-Ressourcen zu corona* und co :: #inetbib
Your mail to 'InetBib' with the subject====
Online-Ressourcen zu corona* und co.
Is being held until the list moderator can review it for approval.
The reason it is being held: Der Absender oder die komplette Liste ist auf moderiert geschaltet.
1703
https://www.inetbib.de/listenarchiv/msg67357.html
1803
...
Dear all,
in Kriegszeiten (wie absurd!!) fällt es besonders schwer sich ein Bild der Lage zu machen. Überall wird Stimmung gemacht: Fake-News und Manipulation sind an der Tagesordnung und auch in den sozialen Medien gibt es einen dichten Nebel an Propaganda und Falschmeldungen. Gemeinsam mit Georg Mascolo, dem Leiter des Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung, möchte ich darüber diskutieren. An konkreten Beispielen zeigen wir wie Fact-checking funktioniert und wie man Aussagen und Informationen überprüfen kann. Georg spricht mir aus der Seele wenn er sagt: "Der Zugang zu verlässlichen Informationen ist ein Grundrecht und nicht weniger wichtig als der Zugang zu guter Bildung, Gesundheitsversorgung oder sauberem Wasser."
Vielleicht habt Ihr Lust und teilt die Einladung : 24.03.2022 ab 20:00 Uhr im Futurium in Berlin oder via YouTube.
Freue mich auf Euch
Peace
Ranga
1903 via fb
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16. Juni, Donnerstag, 19 Uhr
Pädagogisches Quartett: Das ist doch Fakt!
Zum Umgang mit Fake News und Verschwörungsmythen im schulischen Alltag
Eintritt: 3/1,50 EUR | Tickets online oder an der Museumskasse
In Kooperation mit Teach First Deutschland. Im Podiumsgespräch fragen wir: Wie verbreitet ist Verschwörungsdenken unter jungen Menschen? Fällt es heute schwerer, persönliche Meinungen und Wahrnehmungen von Fakten zu unterscheiden? In welchem Zusammenhang steht dies zum Medienkonsum der Generation Y und Z? Welche Ansätze der schulischen und außerschulischen politischen (Medien)bildung gibt es, die zu einem kritischen Umgang mit Information befähigen?
Moderation:
Prof.in Dr. Cornelia Wustmann, Sozialpädagogin, Technische Universität Dresden Andreas Tietze, Bildungsreferent, Aktion Zivilcourage e. V., Pirna
Gäste:
Sophia Bock, Erziehungswissenschaftlerin, Universität Potsdam
Aline Mörrath, Bildungsprojekt Spreu X Weizen, Dresden
0906 via mail dhmd
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In einer Pressemitteilung vom 24. Oktober 2022 gab die Deutsche Presse-Agentur GmbH (dpa) bekannt, dass sie gemeinsam mit der Agence France Press (AFP), der Austria Presse Agentur (APA) und dem Recherche-Netzwerk Correctiv am 1. November das German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO) startet. Ziel des Projektes sei die koordinierte Bekämpfung von Falschbehauptungen und Desinformations-Kampagnen im Internet. Dabei wird es unterstützt von der Technischen Universität Dortmund, dem AIT Austrian Institute Of Technology, dem Athens Technology Center sowie von der EU-Kommission.
0411 via achgut
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Corona-Sammlung
Ein ... Artikel von unserer Kuratorin Brigitte Heck und der Projektleiterin „KI & Museum“ Sonja Thiel gibt einen Überblick, wie an Museen Corona gesammelt wird. Er beleuchtet theoretische und praktische Ansätze und konzentriert sich auf das Beispiel des Badischen Landesmuseums – ein kulturhistorisches Museum mit Expertise in partizipativen zeitgenössischen Projekten.
Der Artikel in englischer Sprache https://apcz.umk.pl/ZWAM/article/view/36757/31482
Zur Corona-Sammlung ... https://www.landesmuseum.de/corona-sammlung
290122 via fb
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SWR-app: fakefinder
Bei einem VHS-termin am 11.03.2019 in stuttgart wurde die SWR-app fakefinder vorgestellt. Damit können wir selber checken, ob fake or not.
swr.de/fakefinder
ARD-faktenfinder der Tagesschau
http://faktenfinder.tagesschau.de/ https://www.tagesschau.de/thema/fake_news
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Lazer, David M. J., Matthew A. Baum, Yochai Benkler, Adam J. Berinsky, Kelly M. Greenhill, Filippo Menczer, Miriam J. Metzger, u. a. 2018. The science of fake news. Science 359, Nr. 6380 (9. März): 1094–1096. doi:10.1126/science.aao2998, http://science.sciencemag.org.proxy.nationallizenzen.de/content/359/6380/1094 .
Vosoughi, Soroush, Deb Roy und Sinan Aral. 2018. The spread of true and false news online. Science 359, Nr. 6380 (9. März): 1146–1151. doi:10.1126/science.aap9559, http://science.sciencemag.org/content/359/6380/1146 .
via
N.N. 2018. Soziale Medien: Unwahres verbreitet sich auf Twitter schneller. Die Zeit, 8. März, Abschn. Digital. http://www.zeit.de/digital/internet/2018-03/soziale-medien-twitter-unwahrheiten-mit-studie (zugegriffen: 9. März 2018).