Andre Gorz

Aus AkiWiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(journaliste; écrivain; intellectuel)
(Briefe via gorz.streifzuege.org)
Zeile 237: Zeile 237:
==keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter==
==keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter==
http://keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter/
http://keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter/
-
 
-
==Workshop==
 
"Allumfassend – wirklich für alle? Wie sich Gender/Diversity-Aspekte in
"Allumfassend – wirklich für alle? Wie sich Gender/Diversity-Aspekte in
Forschungsfragen einbringen lassen"
Forschungsfragen einbringen lassen"
-
 
am 10. September 2012
am 10. September 2012
im Rahmen der diesjährigen "Mensch & Computer 2012" in Konstanz.
im Rahmen der diesjährigen "Mensch & Computer 2012" in Konstanz.
 +
http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/informattraktiv/muc.php
 +
140512 via mci
-
Die Europäische Union, die Vereinten Nationen und auch die Deutsche
 
-
Forschungsgemeinschaft fordern die Integration von Gender/Diversity
 
-
Aspekten in Forschungsanträge. Sie sollen Forschungsfragestellungen
 
-
bereichern und inklusiver machen. Dies stellt für Forschende, die über
 
-
keinen Hintergrund in den Gender Studies verfügen, eine Herausforderung dar.
 
-
Unser Workshop bietet Ansatzpunkte, Raum für Diskussionen und
 
-
Hilfestellung zur Thematik.
 
-
Der vollständige Call for Papers ist abrufbar unter
 
-
http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/informattraktiv/muc.php
 
-
1405 via mci
+
== Der Wachstumsrückgang ist also ein Überlebensgebot==
 +
 
 +
"Der Wachstumsrückgang ist also ein Überlebensgebot. Es setzt jedoch eine
 +
>>>>>>>> andere Ökonomie, einen anderen Lebensstil, eine andere Zivilisation,
 +
>>>>>>>> andere gesellschaftliche Verhältnisse voraus. Solange sie fehlen, könnte
 +
>>>>>>>> der Zusammenbruch nur mittels Restriktionen, Rationierungen, autoritärer
 +
>>>>>>>> Zuteilungen von Ressourcen verhindert werden, wie sie für eine
 +
>>>>>>>> Kriegswirtschaft charakteristisch sind. Der Weg aus dem Kapitalismus
 +
>>>>>>>> wird also auf jeden Fall stattfinden, ob auf zivilisierte oder auf
 +
>>>>>>>> barbarische Weise. Die Frage betrifft allein die Form, die das Ende
 +
>>>>>>>> nehmen, und den Rhythmus, in dem es erfolgen wird.
 +
"
 +
 
 +
André Gorz
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Briefe via gorz.streifzuege.org==
 +
 
 +
 
 +
Liebe Leute!
 +
 
 +
Als besonderes Präsent für unsere Leserinnen und Leser und Highlight auf unserer neuen Homepage, veröffentlichen wir den Briefwechsel zwischen André Gorz einerseits und den Streifzüge-Autoren Stefan Meretz und Franz Schandl andererseits.
 +
 
 +
Die gesamten Briefe von und an André Gorz finden sich hier: https://gorz.streifzuege.org/
 +
 
 +
Im Vorwort dazu schreiben wir:
 +
 
 +
Mehr als zehn Jahre nach seinem Tod haben wir uns entschlossen unsere Korrespondenz mit André Gorz aus den Jahren 2003-2007 zu dokumentieren. Der Briefwechsel zwischen Gorz einerseits und Stefan Meretz und Franz Schandl andrerseits soll vor allem eines verdeutlichen: das ungemeine Interesse von André Gorz an der Wertkritik. Seine letzten Lebensjahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, einer kritischen aber durchaus lebhaften Rezeption, die von großer Sympathie und solidarischer Stimmung geprägt gewesen ist. Bände wie Wissen, Wert und Kapital (2003) resp. Auswege aus dem Kapitalismus (2009) sind nur unter diesen Voraussetzungen zu verstehen. So erklärt sich der deutliche Unterschied zwischen der französischen Schrift L’immatériel und der ein Jahr später erschienenen deutschen Fassung Wissen, Wert und Kapital erst vor diesem Hintergrund. „Ein gutes Drittel“ habe er auf deutsch neu geschrieben und dabei das Kapitel zum „Wissenskommunismus“ ergänzt.
 +
 
 +
Sein allerletzter Artikel wurde nicht zufällig in den Streifzügen publiziert. In diesem Aufsatz spricht er dezidiert von einem „kategorialen Bruch und in seinem letzten Buch Auswege aus dem Kapitalismus heißt es: „Aber der Kommunismus bedeutet weder Vollbeschäftigung noch Lohn für alle, sondern Abschaffung der Arbeit in der gesellschaftlich spezifischen Form, die sie im Kapitalismus hat, das heißt der Arbeit als Beschäftigung, der Arbeit als Ware.“ Das waren eindeutige Aussagen, die sich jede systemimmanente Vereinnahmung verbieten.
 +
 
 +
Das Hohelied der Arbeit und den Glauben an die revolutionäre Potenz der Arbeiterklasse, hatte Gorz ja bereits in dem viel beachteten Buch Abschied vom Proletariat (1979) hinter sich gelassen. Die Verwandtschaft unserer Kritiken war so zwar offensichtlich, aber doch brauchte es viele Jahre, bis hier Verbindung aufgenommen wurde bzw. ein Brückenschlag stattfinden konnte. „Viel zu spät habe ich die ‚Wertkritischen‘ entdeckt, schreibt er in einem Brief an Andreas Exner. Das stimmt, nur umgekehrt stimmt es noch viel mehr. Diese Entdeckung hat absurderweise ausgesprochen lange auf sich warten lassen, der produktive Kontakt wurde erst Anfang 2003 von Stefan Meretz angestoßen. Was darauf folgte, ist hier nachzulesen.
 +
 
 +
Die vorliegenden Briefe zeigen André Gorz als einen wachen und interessierten, kritischen und vor allem selbstkritischen Geist. Kennzeichen dafür sind etwa Schärfung und Präzisierung der Überlegungen zum Grundeinkommen, oder sein Bruch mit der von ihm einst forcierten „Dualwirtschaft“, einem Konzept, wo das Nebeneinander von heteronomer und autonomer Arbeit, also Lohnarbeit und freie Beschäftigung nicht nur als Übergangsmodell, sondern als anzustrebendes Zukunftsmodell fungierte. Gorz hat nicht nur diesbezüglich seine Kritik radikalisiert. Die Briefe können durchaus als dezidierte, wenn auch nicht systematische Belege für diese These herhalten.
 +
 
 +
Unserer Korrespondenz, die immerhin mehr als 400.000 Zeichen umfasst, ist einiges zu entnehmen. Man lese die Erläuterungen und Reflexionen über Universalgüter oder die Passagen über die Krise der Messbarkeit des Tauschwerts u.v.m. André Gorz konfrontierte sich freudig bis euphorisch mit Robert Kurz und Moishe Postone, krisis, Streifzüge oder dem Keimform-Blog. Es ist eine aufmerksame Annäherung, die aus diesen Zeugnissen spricht, die aber aufgrund der schwierigen Lebenssituation von André, vor allem bedingt durch die chronische Erkrankung seiner Frau Dorine, nicht noch intensiviert werden konnte. Insbesondere in den ganz späten Briefen spürt man auch die Müdigkeit. Sie werden kürzer und seltener.
 +
 
 +
Wir wünschen jedenfalls eine anregende und spannende Lektüre. Und unserem Freund André Gorz wünschen wir die Leser und Leserinnen, die er sich als Autor verdient. Nach wie vor und jetzt erst recht. Für viele ist ein überraschend aktueller André Gorz zu entdecken. Es ist lohnend ihn zu lesen und sich mit seinen Schriften zu beschäftigen. Unsere Veröffentlichung will dazu beitragen.
 +
 
 +
_______________________________________________
 +
Streifz_Container mailing list
 +
Streifz_Container@lists.schokokeks.org
 +
https://lists.schokokeks.org/mailman/listinfo.cgi/streifz_container
 +
120419
== Brief an D ==
== Brief an D ==

Version vom 12. April 2019, 19:06 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Mais qui est André Gorz ?

C’est ici l’article de Rémy Rieffel sur André Gorz (né en 1923), dans le Dictionnaire des intellectuels français (dir. Jacques Julliard et michel Winock, Seuil, 1996) aus: http://www.decroissance.info/Mais-qui-est-Andre-Gorz


André Gorz, Geburtstag: 1923, Wien

André Gorz wurde als Gerhard Hirsch 1923 in Wien als Sohn eines jüdischen Holzhändlers geboren. Seine künstlerisch begabte, in der Nähe von Pilsen aufgewachsene Mutter stammte aus Dresden, der Vater aus Mähren. 1930 nahm er den katholischen Glauben an und änderte den Familiennamen in "Horst".

aus: Munzinger online

.

André Gorz est né à Vienne en 1923,

« d'un Juif » et d'une mère catholique. Après l'Anschluss, il partit pour la Suisse où il vécut jusqu'à la fin de la guerre en étudiant la chimie. Philosophe écologiste, d'inspiration marxiste, Gorz se fera plutôt connaître par un certain nombre d'ouvrages de sociologie du travail et d'économie politique. Mais c'est cette première période troublée de sa jeunesse, longue errance intellectuelle et psychologique (« je m'ennuie, donc j'existe ») que raconte Le Traître. Complexe, foisonnant, à la fois autobiographique et universel, irréductible au simple résumé, vertigineux des inventions d'une personnalité écartelée par sa double origine (« un homme coupé en deux, qui tente de ressouder ses tronçons »), l'ouvrage, qui vient d'être édité en poche (Folio Essais n°463), s'ouvre sur un avant-propos de Jean-Paul Sartre qui fraie un chemin pour entrer dans cet étrange traité de philosophie : « � il ne s'agit pas de se connaître mais de changer la vie ; on ne s'adresse pas encore à nous mais, qu'on le veuille ou non, c'est à nous que la question fondamentale est posée : par quelle activité un �individu accidentel' peut-il réaliser en lui-même et pour tous la personne humaine ? »

aus http://www.encres-vagabondes.com/magazine/gorz.htm -dz


André Gorz ... Sohn eines jüdischen Holzhändlers, ist ein österreichischer und französischer Sozialphilosoph. In den achtziger Jahren lebte er als Publizist in Frankreich und war Mitarbeiter der Zeitschriften "Les Temps Modernes" (Paris) und des Magazins "Technologie und Politik" (Reinbek).

.

André Gorz est un philosophe né à Vienne en 1923. Il émigre en Suisse en 1939 puis s'installe en France où il est un des acteurs clé des Temps Modernes et du Nouvel Observateur. http://fr.wikipedia.org/wiki/André_Gorz

.

André Gorz - *09.02.1923 in Vienna == born as a son of a Jewish wood salesman, ... http://en.wikipedia.org/wiki/André_Gorz

.

André Gorz - Wikipedia, den fria encyklopedin == http://sv.wikipedia.org/wiki/André_Gorz

.

André Gorz - Wikipedia in pt http://pt.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Gorz

.

André Gorz, geboren 1923 in Wien,

verbrachte die Kriegsjahre in der Schweiz und ließ sich nach Kriegsende in Paris nieder. Arbeit mit Jean-Paul Sartre an dessen Zeitschrift Les Temps modernes, später als Redaktor bei L’Express und Le Nouvel Observateur. Seine Schriften wie Abschied vom Proletariat (1980) und Wege ins Paradies – Thesen zur Krise, Automation und Zukunft der Arbeit (1984) waren Kultbücher für ökologische Linke. Zuletzt erschien: Arbeit zwischen Misere und Utopie, 2000.

aus: rotpunktverlag


WBI==


WBI

> Eintrag in World Biographical Index (CD-ROM):
> 
> Name:				Gorz, André pseud.
> Other Names:		vrai nom: Gérard Horst
> Gender:			m
> Year of Birth:		1923
> Occupation:			journaliste; écrivain; intellectuel
> Occupational Code:	501; 561; 585
> Archive:			Archives Biographiques Françaises
> Location:			III 217,316-317
> Source (abbrev.):		Intellectuels
> 

.

André Gorz was born in Austria and has lived most of his life in France. In: "The Routledge Dictionary of Twentieth Century Political Thinkers"

Library of Congress Authorities http://authorities.loc.gov/

"André Gorz" ... né à Vienne en 1923, il émigre en Suisse en 1939 ... http://www.techno-science.net/?onglet=glossaire&definition=1048 In: Encyclopédie scientifique en ligne

Müssen wir uns vom Konzept des geistigen_Eigentums verabschieden?

RA Thomas Stadler

http://www.internet-law.de/2012/03/mussen-wir-uns-vom-konzept-des-geistigen-eigentums-verabschieden.html


PPN: 021802653 Zitierlink Titel: Rom : Kunst- und Reiseführer / J. M. Wiesel Verfasser: Wiesel, Josef Maximilian Ausgabe: 7., völlig überarb. Aufl Ort/Jahr: Stuttgart [u.a.] : Kohlhammer, 1980 Sprache/n: Deutsch Umfang: 441 S : Ill., graph. Darst., Kt Schriftenreihe: Kohlhammer Kunst- und Reiseführer Anmerkung: Folded col. map in pocket; col. map on lining papers ISBN: 3-17-005633-6 weitere Schlagwörter Schlagwörter:

  • Rom Subject / Kunstführer Subject

Klassifikation: Library of Congress Classification: N6920 Dewey Decimal Classification: 709.45/632 Basisklassifikation: 20.30 (Kunstgeschichte: Allgemeines) Subject | 21.60 (Baugeschichte: Allgemeines) Subject Systematik für Bibliotheken: KU 241 ROM 23

070917 wg marienikonen in rom via rabe

4x 1924 via GoogleBooks

Andre Gorz: A Critical Introduction von Jeremy Tatman - Political Science - 1997 - 200 Seiten Seite 13 - Born in Vienna in 1924, Gorz was the only son of an unhappy marriage between his Christian mother and Jewish father.

The Routledge Dictionary of Twentieth Century Political Thinkers von Robert Benewick - Political Science - 1998 - 280 Seiten Seite 88 - André Gorz 1924— André Gorz was born in Austria and has lived most of his life in France.

Twentieth Century Political Theory: A Reader von Stephen Eric Bronner - Political Science - 1996 ANDRE GORZ (1924— ) Born in Vienna, Gorz grew up in France, where he still lives as a philosopher and journalist.

Continental Philosophy: A Critical Approach von William Ralph Schroeder - Philosophy - 2004 - 456 Seiten Seite 78 - Andre Gorz (b. 1924)


W2 am 0202 laut hil: 1924. wow. we will see. k. 0202


Nachrufe auf Andre Gorz

.

http://www.keimform.de/wp-content/uploads/2007/09/gorz.jpg

Andre und Dorine

.

Die Zeit

http://images.zeit.de/text/2007/39/ST-Gorz

SPIEGEL ONLINE - 25. September 2007, 14:12 http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,507688,00.html

PHILOSOPH ANDRÉ GORZ Freitod eines Freidenkers

Zum Tode von André Gorz

Ein Zusammenstellung von Nachrufen, Rezensionen und Portraits des Philosophen André Gorz: http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,390.html


1 Seite Text aus der Festschrift zum 65. Geburtstag


Briefe von Andre Gorz in Streifzüge 41. s.a. keimform.de vom 2511


Montag 29. September, 19 Uhr

Österreichische Exilbibliothek Literaturhaus, Abendeingang 1070, Zieglergasse 26 A Eintritt frei

Ein Abend für André Gorz Buchpräsentation und Gespräch

Am 22. September 2007 nahm sich der französische Sozialphilosoph und Publizist André Gorz gemeinsam mit seiner Frau Dorine das Leben. Der 1923 in Wien geborene Sohn einer jüdisch-katholischen Familie entkam der NS-Verfolgung durch eine Schulausbildung in der Schweiz. Ab 1946 entwickelte sich eine langjährige literarisch-philosophische Zusammenarbeit mit Jean-Paul Sartre. Gorz, der in den 1960er Jahren Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Les Temps Modernes" und Mitbegründer des Nachrichtenmagazins "Le Nouvel Observateur" war, gilt als bedeutender Theoretiker der Linken, zentrale Themen sind seine distributive Überlegungen über Wissen und Arbeit. Seit den 1970er Jahren setzte er sich für eine politische Ökologie ein. Zum ersten Todestag erscheint Gorz' autobiografisch konnotiertes Werk "Der Verräter" (1958/1980) neu bei Rotpunkt. Aus diesem Anlaß führen KennerInnen seines Lebens und Werkes ein Gespräch: Erika Angerer (Schwester von André Gorz), Erich Kitzmüller (Wirtschaftsphilosoph), Franz Schandl (Historiker und Publizist), Eva Moldenhauer (Übersetzerin), Andreas Simmen (Programmleiter Rotpunktverlag).

Moderation: Peter Lachnit (Ö1) In Zusammenarbeit mit dem Rotpunktverlag (Zürich)

.

Andre Gorz via youtube.com

googlen nach andre gorz. et voila

.

Ein neues Zeitalter des Wissens?

Einleitung von Andre Gorz zur Diskussion über die Wissensgesellschaft. in: Gemperle, M.; Streckeisen, P. (Hrsg.): Ein neues Zeitalter des Wissens? Kritische Beiträge zur Diskussion über die Wissensgesellschaft. Zürich: Seismo, 2007. 280 S. 978-3-03777-045-0



keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter

http://keimform.de/2007/gorz-ueber-universalgueter/

"Allumfassend – wirklich für alle? Wie sich Gender/Diversity-Aspekte in Forschungsfragen einbringen lassen" am 10. September 2012 im Rahmen der diesjährigen "Mensch & Computer 2012" in Konstanz. http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/informattraktiv/muc.php 140512 via mci


Der Wachstumsrückgang ist also ein Überlebensgebot

"Der Wachstumsrückgang ist also ein Überlebensgebot. Es setzt jedoch eine >>>>>>>> andere Ökonomie, einen anderen Lebensstil, eine andere Zivilisation, >>>>>>>> andere gesellschaftliche Verhältnisse voraus. Solange sie fehlen, könnte >>>>>>>> der Zusammenbruch nur mittels Restriktionen, Rationierungen, autoritärer >>>>>>>> Zuteilungen von Ressourcen verhindert werden, wie sie für eine >>>>>>>> Kriegswirtschaft charakteristisch sind. Der Weg aus dem Kapitalismus >>>>>>>> wird also auf jeden Fall stattfinden, ob auf zivilisierte oder auf >>>>>>>> barbarische Weise. Die Frage betrifft allein die Form, die das Ende >>>>>>>> nehmen, und den Rhythmus, in dem es erfolgen wird. "

André Gorz


Briefe via gorz.streifzuege.org

Liebe Leute!

Als besonderes Präsent für unsere Leserinnen und Leser und Highlight auf unserer neuen Homepage, veröffentlichen wir den Briefwechsel zwischen André Gorz einerseits und den Streifzüge-Autoren Stefan Meretz und Franz Schandl andererseits.

Die gesamten Briefe von und an André Gorz finden sich hier: https://gorz.streifzuege.org/

Im Vorwort dazu schreiben wir:

Mehr als zehn Jahre nach seinem Tod haben wir uns entschlossen unsere Korrespondenz mit André Gorz aus den Jahren 2003-2007 zu dokumentieren. Der Briefwechsel zwischen Gorz einerseits und Stefan Meretz und Franz Schandl andrerseits soll vor allem eines verdeutlichen: das ungemeine Interesse von André Gorz an der Wertkritik. Seine letzten Lebensjahre standen im Zeichen dieser Auseinandersetzung, einer kritischen aber durchaus lebhaften Rezeption, die von großer Sympathie und solidarischer Stimmung geprägt gewesen ist. Bände wie Wissen, Wert und Kapital (2003) resp. Auswege aus dem Kapitalismus (2009) sind nur unter diesen Voraussetzungen zu verstehen. So erklärt sich der deutliche Unterschied zwischen der französischen Schrift L’immatériel und der ein Jahr später erschienenen deutschen Fassung Wissen, Wert und Kapital erst vor diesem Hintergrund. „Ein gutes Drittel“ habe er auf deutsch neu geschrieben und dabei das Kapitel zum „Wissenskommunismus“ ergänzt.

Sein allerletzter Artikel wurde nicht zufällig in den Streifzügen publiziert. In diesem Aufsatz spricht er dezidiert von einem „kategorialen Bruch und in seinem letzten Buch Auswege aus dem Kapitalismus heißt es: „Aber der Kommunismus bedeutet weder Vollbeschäftigung noch Lohn für alle, sondern Abschaffung der Arbeit in der gesellschaftlich spezifischen Form, die sie im Kapitalismus hat, das heißt der Arbeit als Beschäftigung, der Arbeit als Ware.“ Das waren eindeutige Aussagen, die sich jede systemimmanente Vereinnahmung verbieten.

Das Hohelied der Arbeit und den Glauben an die revolutionäre Potenz der Arbeiterklasse, hatte Gorz ja bereits in dem viel beachteten Buch Abschied vom Proletariat (1979) hinter sich gelassen. Die Verwandtschaft unserer Kritiken war so zwar offensichtlich, aber doch brauchte es viele Jahre, bis hier Verbindung aufgenommen wurde bzw. ein Brückenschlag stattfinden konnte. „Viel zu spät habe ich die ‚Wertkritischen‘ entdeckt, schreibt er in einem Brief an Andreas Exner. Das stimmt, nur umgekehrt stimmt es noch viel mehr. Diese Entdeckung hat absurderweise ausgesprochen lange auf sich warten lassen, der produktive Kontakt wurde erst Anfang 2003 von Stefan Meretz angestoßen. Was darauf folgte, ist hier nachzulesen.

Die vorliegenden Briefe zeigen André Gorz als einen wachen und interessierten, kritischen und vor allem selbstkritischen Geist. Kennzeichen dafür sind etwa Schärfung und Präzisierung der Überlegungen zum Grundeinkommen, oder sein Bruch mit der von ihm einst forcierten „Dualwirtschaft“, einem Konzept, wo das Nebeneinander von heteronomer und autonomer Arbeit, also Lohnarbeit und freie Beschäftigung nicht nur als Übergangsmodell, sondern als anzustrebendes Zukunftsmodell fungierte. Gorz hat nicht nur diesbezüglich seine Kritik radikalisiert. Die Briefe können durchaus als dezidierte, wenn auch nicht systematische Belege für diese These herhalten.

Unserer Korrespondenz, die immerhin mehr als 400.000 Zeichen umfasst, ist einiges zu entnehmen. Man lese die Erläuterungen und Reflexionen über Universalgüter oder die Passagen über die Krise der Messbarkeit des Tauschwerts u.v.m. André Gorz konfrontierte sich freudig bis euphorisch mit Robert Kurz und Moishe Postone, krisis, Streifzüge oder dem Keimform-Blog. Es ist eine aufmerksame Annäherung, die aus diesen Zeugnissen spricht, die aber aufgrund der schwierigen Lebenssituation von André, vor allem bedingt durch die chronische Erkrankung seiner Frau Dorine, nicht noch intensiviert werden konnte. Insbesondere in den ganz späten Briefen spürt man auch die Müdigkeit. Sie werden kürzer und seltener.

Wir wünschen jedenfalls eine anregende und spannende Lektüre. Und unserem Freund André Gorz wünschen wir die Leser und Leserinnen, die er sich als Autor verdient. Nach wie vor und jetzt erst recht. Für viele ist ein überraschend aktueller André Gorz zu entdecken. Es ist lohnend ihn zu lesen und sich mit seinen Schriften zu beschäftigen. Unsere Veröffentlichung will dazu beitragen.

_______________________________________________ Streifz_Container mailing list Streifz_Container@lists.schokokeks.org https://lists.schokokeks.org/mailman/listinfo.cgi/streifz_container

120419

Brief an D

NZZ == (s. http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_eine_liebe_1.567148.html ) stellt folgendes Buch vor: André Gorz: Brief an D. Geschichte einer Liebe. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Rotpunktverlag, Zürich 2007 Zitat: /" .... Seine zahlreichen Bücher sind, so Gorz, Frucht des dauernden Zwiegesprächs mit ihr, seine Karriere als Journalist wäre ohne sie, sein «*Archiv*», nicht möglich gewesen. ...."/


novelero.de/andre-gorz-brief-an-d http://novelero.de/andre-gorz-brief-an-d ... 280717 via jost

Meine Werkzeuge