Gedichte

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(Hermann Hesse: Sylvia Plath)
(Heimrad Bäcker: Axel Friedrich vom Maschinenzoo in Lenzburg in der Schweiz ... www.maschinenzoo.ch ... superschöne site ... 170222 via fb ==Heimrad Bäcker== , 1925 in Wien geboren, == stud)
 
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==[[Tomas Transtroemer]]==
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==Japanisches Nachtlied ==
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>>
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>> Stille ist im Pavillon aus Jade
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>> Krähen fliegen stumm
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>> Zu beschneiten Kirschbäumen im Mondlicht.
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>> Ich sitze
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>> Und weine.
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== Ums Buch ist mir nicht bange==
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Ums Buch ist mir nicht bange.
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>>> Das Buch hält sich schon lange.
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>>> Man kann es bei sich tragen
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>>> und überall aufschlagen.
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>>> Sofort und ohne Warten,
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>>> kann man das Lesen starten.
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>>> Im Sitzen, Stehen, Knien,
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>>> ganz ohne Batterien.
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>>> Beim Fliegen, Fahren, Gehen.
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>>> Ein Buch bleibt niemals stehen.
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>>> Beim Essen, Kochen, Würzen.
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>>> Ein Buch kann nicht abstürzen.
 +
>>> Die meisten ander´n Medien,
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>>> tun sich von selbst erledigen.
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>>> Kaum sind sie eingeschaltet,
 +
>>> heißt´s schon, sie sind veraltet.
 +
>>> Und nicht mehr kompatibel
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>>> "Marsch in den Abfallkübel!"
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>>> Zu Bändern, Filmen, Platten,
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>>> die wir einst gerne hatten.
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>>> Und die nur noch einen Dreck sind,
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>>> weil die Geräte weg sind
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>>> und niemals wiederkehren,
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>>> gibt´s nichts zu sehn, zu hören.
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>>> Es sei denn, man ist klüger
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>>> und hält sich gleich an Bücher,
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>>> die noch in hundert Jahren,
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>>> das sind, was sie einst waren.
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>>> Schön lesbar und beguckbar.
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>>> So stehn sie unverruckbar,
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>>> in Schränken und Regalen
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>>> und die Benutzer strahlen:
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>>> "Ha´m die sich gut gehalten!"
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>>> Das Buch wird nicht veralten.
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>>>
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>>> Robert Gernhardt
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Theke - Antitheke - Syntheke
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Beim ersten Glas sprach Husserl:
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»Nach diesem Glas ist Schlusserl.«
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Ihm antwortete Hegel:
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»Zwei Glas sind hier die Regel.«
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»Das kann nicht sein«, rief Wittgenstein
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»Bei mir geht noch ein drittes rein.«
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Worauf Herr Kant befand:
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»Ich seh ab vier erst Land.«
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»Ach was«, sprach da Marcuse,
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»Trink ich nicht fünf, trinkst du se.«
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»Trinkt zu«, sprach Schopenhauer,
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»Sonst wird das sechste sauer.«
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»Das nehm ich«, sagte Bloch,
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»Das siebte möpselt noch.«
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Am Tisch erscholl Gequietsche,
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still trank das achte Nietzsche.
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»Das neunte erst schmeckt lecker!«
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»Du hast ja recht, Heidegger«,
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rief nach Glas zehn Adorno:
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»Prost auch! Und nun von vorno!«
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 +
Robert Gernhard
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(Im Glück und anderswo, Fischer 2002)
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171021 via fb
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==[[Tomas Transtroemer]]: Großer und langsamer Wind==
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<pre>
>> Großer und langsamer Wind
>> Großer und langsamer Wind
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>> Hier darf ich ruhen
>> Hier darf ich ruhen
>> Tomas Tranströmer (1931-2015)
>> Tomas Tranströmer (1931-2015)
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>> #poem #aki20 #dz20
 
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==Hermann Hesse: Im Nebel==
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Seltsam, im Nebel zu wandern!
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Einsam ist jeder Busch und Stein,
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Kein Baum sieht den andern,
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Jeder ist allein.
 +
Voll von Freunden war mir die Welt,
 +
Als noch mein Leben licht war;
 +
Nun, da der Nebel fällt,
 +
Ist keiner mehr sichtbar.
 +
Wahrlich, keiner ist weise,
 +
Der nicht das Dunkel kennt,
 +
Das unentrinnbar und leise
 +
Von allen ihn trennt.
 +
Seltsam, Im Nebel zu wandern!
 +
Leben ist Einsamsein.
 +
Kein Mensch kennt den andern,
 +
Jeder ist allein.
-
Der ewige Brunnen ==
 
-
Von wem ist das Gedicht? ==
 
==Freiburger Anthologie - Gedichte von 1720-1900 ==
==Freiburger Anthologie - Gedichte von 1720-1900 ==
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http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de/fa/fa.pl
+
http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de
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..
 
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...
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==Im Herbst bei kaltem Wetter==
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<pre>
Im Herbst bei kaltem Wetter==
Im Herbst bei kaltem Wetter==
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sieh mal an.
sieh mal an.
Heinz Ehrhardt
Heinz Ehrhardt
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</pre>
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=="The Hill We Climb" by Amanda Gorman==
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<!--
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When the day comes, we ask ourselves,
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where can we find light in this never ending shade?
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The loss we carry. A sea we must wade.
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We braved the belly of the beast
 +
We've learned that quiet isn't always peace, and the norms and notions of what just is isn't always justice.
 +
And yet the dawn is ours before we knew it.
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Somehow we do it.
 +
Somehow we weathered and witnessed a nation that isn't broken, but simply unfinished.
 +
We, the successors of a country and a time where a skinny black girl descended from Salves and raised by a single mother can dream of becoming president, only to find herself reciting for one.
 +
And, yes, we are far from polished, far from pristine, but that doesn't mean we are striving to form a union that is perfect.
 +
We are striving to forge our union with purpose.
 +
To compose a country committed to all cultures, colors, characters and conditions of man.
 +
And so we lift our gaze, not to what stands between us, but what stands before us.
 +
We close the divide because we know to put our future first, we must first put our differences aside.
 +
We lay down our arms so we can reach out our arms to one another.
 +
We seek harm to none and harmony for all.
 +
Let the globe, if nothing else, say this is true.
 +
That even as we grieved, we grew.
 +
That even as we hurt, we hoped.
 +
That even as we tired, we tried.
 +
That we'll forever be tied together, victorious.
 +
Not because we will never again know defeat, but because we will never again sow division.
 +
Scripture tells us to envision that everyone shall sit under their own vine and fig tree and no one shall make them afraid.
 +
If we're to live up to our own time, then victory won't lie in the blade, but in all the bridges we've made.
 +
That is the promise to glade.
 +
The hill we climb, if only we dare,
 +
it's because being American is more than a pride we inherit.
 +
It's the past we step into and how we repair it.
 +
We've seen a force that would shatter our nation, rather than share it,
 +
Would destroy our country if it meant delaying democracy.
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And this effort very nearly succeeded.
 +
But while democracy can be periodically delayed, it can never be permanently defeated.
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In this truth, in this faith we trust,
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for while we have our eyes on the future, history has its eyes on us.
 +
This is the era of just redemption.
 +
We feared at its inception.
 +
We did not feel prepared to be the heirs of such a terrifying hour.
 +
But within it we found the power to author a new chapter,
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To offer hope and laughter to ourselves.
 +
So, while once we asked how could we possibly prevail over catastrophe, now we assert, how could catastrophe possibly prevail over us?
 +
We will not march back to what was,
 +
but move to what shall be: a country that is bruised but whole,
 +
benevolent but bold, fierce and free.
 +
We will not be turned around or interrupted by intimidation because we know our inaction and inertia will be the inheritance of the next generation, become the future.
 +
Our blunders become their burdens.
 +
But one thing is certain.
 +
If we merge mercy with might, and might with right, then love becomes our legacy and change our children's birthright.
 +
So let us leave behind a country better than the one we were left.
 +
With every breath my bronze pounded chest, we will raise the wounded world into a wondrous one.
 +
We will rise from the golden hills of the west.
 +
We will rise from the windswept northeast where our forefathers first realized revolution.
 +
We will rise from the lake-rimmed cities of the midwestern states.
 +
We will rise from the sun-baked south.
 +
We will rebuild, reconcile, and recover.
 +
And every known nook of our nation and every corner called our country, our people diverse and beautiful, will emerge battered and beautiful.
 +
When day comes, we step out of the shade of flame and unafraid.
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The new dawn balloons as we free it.
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For there is always light, if only we're brave enough to see it.
 +
If only we're brave enough to be it.
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C-SPAN full video: https://youtu.be/2mTmTdOgv0M
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210121 via fb
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Die Erhebungen zu denen wir müssen
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 +
Wenn der Tag kommt, fragen wir uns
 +
wo ist das Licht in dieser unendlichen Düsternis?
 +
Die Last die wir schleppten,
 +
die Untiefen, die wir durchwaten mussten
 +
bis wir der Gier des Biestes trotzen konnten.
 +
Wir haben verstanden, dass Frieden etwas anderes ist als Schweigen
 +
und das was jetzt ist selbst wenn es normen- und regelgerecht ist,
 +
noch lange nicht gerecht sein muß.
 +
Und doch gehörte uns die Morgendämmerung
 +
schon bevor wir es wußten,
 +
wir bekommen es irgendwie hin
 +
Wir haben es irgendwie überstanden und können augenbezeugen
 +
das diese Nation nicht zerbrochen
 +
sondern schlicht noch nicht fertig war.
 +
Wir sind die Nachfahren eines Landes und einer Zeit
 +
in der ein schmächtiges schwarzes Mädchen
 +
mit Sklavenabstammung und aufgezogen von einer Mutter alleine,
 +
davon träumen kann Präsident zu werden
 +
um am Ende festzustellen, dass sie für einen anderen rezitieren darf.
 +
Und ja, wir sind weit weg von gelackt
 +
und Lichtjahre von makellos,
 +
aber das bedeutet doch nicht,
 +
dass wir eine perfekte Gemeinschaft erstreben.
 +
Was wir erstreben ist es eine Gemeinschaft, mit dem Zweck
 +
ein Land zu schmieden, das sich allen Kulturen, Farben, Charakteren
 +
und Arten von Menschheit stellt.
 +
Deshalb richten wir unseren Blick nicht nicht auf das, was zwischen uns steht
 +
sondern auf das was vor uns liegt
 +
Wir schließen die Kluft, weil wir wissen, wenn unsere Zukunft Vorrang hat,
 +
müssen wir vorrangig das was trennt beiseite schieben.
 +
Wir müssen unsere Waffen niederlegen
 +
damit wir die Hände frei bekommen
 +
einander in den Arm zu nehmen.
 +
Niemand verletzt und Harmonie sei für alle.
 +
Laßt uns rund um die Erde sagen, was wirklich wahr ist:
 +
Daß wir noch unter Tränen wuchsen
 +
Daß wir noch verletzt die Hoffnung festhielten
 +
Daß wir noch total erschöpft, Neues schöpften
 +
Daß wir auf Dauer verbunden, am Ende siegreich sein werden
 +
Nicht weil wir nie wieder verlieren werden,
 +
sondern weil wir einander nie wieder aufgeben wollen.
 +
Die Schrift sagt, wir sollten uns vorstellen,
 +
dass ein jeder unter seinem eigenen Weinstock und seinem Feigenbaum sitzen möge
 +
und niemand soll ihm eine Angst machen
 +
Und wenn wir in unserer eigen Zeit leben
 +
dann liegt der Sieg nicht in der Schlacht
 +
sondern in dem was eine Brücke kann
 +
weil das zu dem versprochenen Licht führt.
 +
Dieser Berg ist es , den wir erklimmen können
 +
wenn wir uns trauen.
 +
Amerikanisch sein bedeutet mehr zu haben als ein ererbten Stolz
 +
es ist die Vergangenheit deren wir uns annehmen
 +
und wie wir sie heilen können
 +
Wir haben eine Kraft erlebt, die lieber die Nation zertrümmern wollte
 +
als ein Teil von ihr zu werden
 +
Die das Land zerlegen wollte, um die Demokratie auszubremsen
 +
und es wäre beinahe gelungen.
 +
Selbst wenn es gelingt Demokratie zeitweilig zu bedrängen
 +
sie läßt sich nicht auf Dauer besiegen.
 +
In diese Wahrheit
 +
in diesen Glauben vertrauen wir.
 +
Denn solange wir unsere Aufmerksamkeit auf die Zukunft richten,
 +
solange wird die Geschichte uns beobachten.
 +
Nun beginnt die Ära der gerechten Wiedergutmachung
 +
Und wir befürchteten bei ihrem Beginn
 +
dass wir nicht bereit sein könnten als Erben
 +
Erben einer so schrecklichen Zeit
 +
Aber in ihr fanden wir die Kraft
 +
ein neues Kapitel zu schreiben
 +
das uns mit Hoffnung und einem Lachen erfüllt
 +
Wie, haben wir uns zuvor gefragt,
 +
wie sollten wir jemals diese Katastrophe überstehen?
 +
und jetzt wissen wir,
 +
Wie wollte diese Katastrophe jemals uns überstehen?
 +
Wir gehen nicht in die Richtung des «was war»
 +
wir bewegen uns zum «was sein könnte»
 +
Ein Land verletzt, aber noch beisammen,
 +
nachsichtig aber mutig
 +
wild und frei.
 +
Wir werden werden uns nicht mehr umdrehen
 +
oder aufhalten lassen durch Einschüchterung
 +
weil wir wissen, dass unsere Untätigkeit unsere Trägheit
 +
das Erbe für die nächste Generation sein wird.
 +
Unsere Versagen wäre ihre Last.
 +
Aber eine Sache ist klar:
 +
Wenn wir Mitgefühl mit Macht verbinden
 +
und Macht mit Recht
 +
dann wird die Liebe unser Vermächtnis
 +
und der Wandel das Geburtsrecht unserer Kinder.
 +
Lasst uns das Land als ein Besseres übergeben
 +
als das welches wir erhalten haben.
 +
Mit jedem Atemzug aus meiner bronzenen Brust
 +
werden wir diese verwundete Welt in eine wundersame verwandeln
 +
wir werden uns erheben von den güldenen Hügeln des Westens,
 +
wir werden uns erheben im windzerfurchten Nordosten
 +
wo unseren Vorfahren als ersten eine Revolution gelang
 +
wir werden uns erheben in den seengesäumten Städten des Mittleren Westens
 +
wir werden uns erheben im sonnendurchbackenen Süden
 +
wir werden wiederherstellen, wiedervereinen und wiedergesunden
 +
in jedem bekannten Winkel unserer Nation
 +
in jeder Ecke die wir «unser Land» nennen,
 +
unsere Menschen so unterschiedlich und so schön werden auftauchen
 +
angeschlagen und doch schön
 +
Wenn der Tag kommt, werden wir aus dem Schatten treten,
 +
entzündet und ohne Angst
 +
Der Morgen wird blühen, wenn wir ihn befreien.
 +
Und dann wird dort Licht sein,
 +
wenn wir nur mutig genug sein werden es zu sehen
 +
wenn wir nur mutig genug sind es zu sein.
 +
 +
Amanda Gormann transl. by Georg E. Moeller
 +
 +
2401 via fb
 +
 +
 +
 +
DER HÜGEL, DEN WIR ERKLIMMEN
 +
Wenn der Tag kommt, fragen wir uns,
 +
wo können wir Licht finden in diesem nicht enden wollenden Schatten?
 +
Der Verlust, den wir tragen,
 +
ein Meer, durch das wir waten müssen.
 +
Wir haben dem Bauch der Bestie getrotzt.
 +
Wir haben gelernt, dass Ruhe nicht immer Frieden bedeutet.
 +
Und die Normen und Vorstellungen
 +
von dem, was gerade ist, ist nicht immer nur Eis.
 +
Und doch ist die Morgendämmerung unser
 +
bevor wir es wussten.
 +
Irgendwie haben wir es geschafft.
 +
Irgendwie haben wir es überstanden und sind Zeugen
 +
eine Nation, die nicht kaputt ist,
 +
sondern einfach unvollendet.
 +
Wir, die Nachfolger eines Landes und einer Zeit.
 +
in dem ein dünnes schwarzes Mädchen
 +
die von Sklaven abstammt und von einer alleinstehenden Mutter aufgezogen wurde.
 +
davon träumen kann, Präsident zu werden.
 +
nur um sich selbst als Rezitatorin für einen zu finden.
 +
Und ja, wir sind weit davon entfernt, poliert zu sein,
 +
weit davon entfernt, makellos zu sein,
 +
aber das bedeutet nicht.
 +
dass wir danach streben, eine Vereinigung zu bilden, die perfekt ist.
 +
Wir streben danach, unsere Union mit Sinn zu schmieden.
 +
Ein Land zu bilden, das sich allen Kulturen, Farben, Charakteren und Bedingungen der Menschen verpflichtet fühlt.
 +
Und so erheben wir unseren Blick, nicht auf das, was zwischen uns steht.
 +
sondern auf das, was vor uns steht.
 +
Wir schließen die Kluft, denn wir wissen, um unsere Zukunft zu sichern,
 +
müssen wir zuerst unsere Differenzen beiseite legen.
 +
Wir legen unsere Waffen nieder.
 +
damit wir unsere Arme ausstrecken können
 +
zueinander.
 +
Wir suchen Schaden für niemanden und Harmonie für alle.
 +
Der Globus soll, wenn sonst nichts, sagen, dass dies wahr ist:
 +
Dass wir, obwohl wir trauerten, wuchsen.
 +
Dass wir, obwohl wir verletzt wurden, hofften.
 +
Dass wir, auch wenn wir müde waren, es versucht haben.
 +
Dass wir für immer miteinander verbunden sein werden, siegreich.
 +
Nicht, weil wir nie wieder eine Niederlage erleben werden,
 +
sondern weil wir nie wieder Spaltung säen werden.
 +
Die Schrift sagt uns, dass wir uns vorstellen sollen
 +
dass jeder unter seinem eigenen Weinstock und Feigenbaum sitzen wird
 +
und niemand sie in Angst versetzen wird.
 +
Wenn wir unserer eigenen Zeit gerecht werden wollen,
 +
dann wird der Sieg nicht in der Klinge liegen, sondern in all den Brücken, die wir gebaut haben.
 +
Das ist das Versprechen, das wir erklimmen
 +
Der Hügel, den wir erklimmen.
 +
Wenn wir es nur wagen
 +
Denn Amerikaner zu sein ist mehr als ein Stolz, den wir erben.
 +
Es ist die Vergangenheit, in die wir treten
 +
und wie wir sie reparieren.
 +
Wir sahen eine Kraft, die unsere Nation eher zertrümmern würde, als sie zu teilen.
 +
Sie würde unser Land zerstören, wenn es bedeutet, die Demokratie aufzuhalten.
 +
Und dieser Versuch wäre fast gelungen.
 +
Aber während Demokratie zeitweise verzögert werden kann,
 +
kann sie niemals dauerhaft besiegt werden.
 +
In dieser Wahrheit,
 +
auf diesen Glauben vertrauen wir.
 +
Denn während wir unsere Augen auf die Zukunft gerichtet haben,
 +
hat die Geschichte ihre Augen auf uns gerichtet.
 +
Dies ist die Ära der gerechten Erlösung.
 +
Wir fürchteten bei ihrem Beginn
 +
Wir fühlten uns nicht bereit, die Erben zu sein
 +
einer so schrecklichen Stunde zu sein,
 +
aber in ihr fanden wir die Kraft.
 +
ein neues Kapitel zu schreiben.
 +
Um uns selbst Hoffnung und Lachen zu schenken.
 +
Während wir also einst fragten,
 +
wie könnten wir die Katastrophe besiegen?
 +
Jetzt behaupten wir
 +
wie könnte die Katastrophe uns besiegen?
 +
Wir werden nicht zurückmarschieren zu dem, was war,
 +
sondern gehen zu dem, was sein wird
 +
ein Land, das zerschunden, aber gesund ist
 +
wohlwollend, aber kühn,
 +
kämpferisch und frei.
 +
Wir werden uns nicht umdrehen
 +
oder durch Einschüchterung unterbrochen werden
 +
denn wir wissen, dass unsere Untätigkeit und Trägheit
 +
das Erbe der nächsten Generation sein werden.
 +
Unsere Fehler werden zu deren Bürde,
 +
aber eine Sache ist sicher.
 +
Wenn wir Barmherzigkeit mit Macht verschmelzen,
 +
und Macht mit Recht,
 +
dann wird die Liebe unser Vermächtnis und das Geburtsrecht unserer Kinder verändern.
 +
So lasst uns ein Land hinterlassen.
 +
das besser ist als das, das uns hinterlassen wurde.
 +
Jeder Atemzug, meine bronzene Brust.
 +
Wir werden diese verwundete Welt zu einer wundersamen erheben.
 +
 +
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)
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 +
040321 via fb g.paoli
 +
 +
 +
-->
 +
 +
 +
==Hilde Domin: Die schwersten Wege==
 +
 +
Die schwersten Wege
 +
werden alleine gegangen,
 +
die Enttäuschung, der Verlust,
 +
das Opfer,
 +
sind einsam.
 +
Selbst der Tote der jedem Ruf antwortet
 +
und sich keiner Bitte versagt
 +
steht uns nicht bei
 +
und sieht zu
 +
ob wir es vermögen.
 +
Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken
 +
ohne uns zu erreichen
 +
sind wie die Äste der Bäume im Winter.
 +
Alle Vögel schweigen.
 +
Man hört nur den eigenen Schritt
 +
und den Schritt den der Fuß
 +
noch nicht gegangen ist aber gehen wird.
 +
Stehenbleiben und sich Umdrehn
 +
hilft nicht. Es muss
 +
gegangen sein.
 +
Nimm eine Kerze in die Hand
 +
wie in den Katakomben,
 +
das kleine Licht atmet kaum.
 +
Und doch, wenn du lange gegangen bist,
 +
bleibt das Wunder nicht aus,
 +
weil das Wunder immer geschieht,
 +
und weil wir ohne die Gnade
 +
nicht leben können:
 +
die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags,
 +
du bläst sie lächelnd aus
 +
wenn du in die Sonne trittst
 +
und unter den blühenden Gärten
 +
die Stadt vor dir liegt,
 +
und in deinem Hause
 +
dir der Tisch weiß gedeckt ist.
 +
Und die verlierbaren Lebenden
 +
und die unverlierbaren Toten
 +
dir das Brot brechen und den Wein reichen -
 +
und du ihre Stimmen wieder hörst
 +
ganz nahe
 +
bei deinem Herzen.
 +
 +
040521 via fb
 +
 +
 +
 +
==Gedichte im [[Adventskalender 2021]]==
 +
 +
 +
 +
«Unsere von Wissenschaft bestimmte Kultur ist in vielerlei Hinsicht dogmatischer und unkritischer als das institutionalisierte Christentum, dem sie sich historisch verdankt.» (Harald Schwaetzer)
 +
 +
Im Schwerpunkt dieser Woche weitet Harald Schwaetzer die Perspektiven und versucht die gegenwärtige Corona-Zeit in einen breiteren Denkhorizont einzufügen.
 +
Komplementär zum gedanklichen Weitflug Schwaetzers haben wir diese Woche einen zweiten Schwerpunkt, Harald Matthes, Leiter der Medizinischen Klinik sowie Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Klinik Havelhöhe in Berlin.
 +
Lernen Sie unsere Zeitschrift kostenlos mit einem Probeabo kennen und lesen Sie die beiden Schwerpunkte.
 +
Unsere Abo-Angebote finden Sie auf unserer Website.
 +
 +
https://dasgoetheanum.com/ausgaben/2020/ausgabe-19
 +
 +
090520 via fb
 +
 +
 +
 +
==Love Song==
 +
 +
<pre>
 +
 +
A diving bird!
 +
So i thought.
 +
But it was the sound of the paddle
 +
of my beloved one ... in a boat coming to me.
 +
 +
Song of a Chippewa woman
 +
version 1.0
 +
smile.
 +
 +
 +
</pre>
 +
 +
 +
 +
==[[Zitate]]==
 +
 +
 +
 +
==[[Ernst Jandl]]==
 +
 +
"großteils die scheißmaschine steckt in dir /
 +
du wunder mensch, verwundetes mirakel".
 +
 +
 +
ottos mops kotzt ...
 +
 +
rechts und links ...
 +
 +
fünfter sein ...
 +
 +
 +
...
...
-
..
+
Meeting in vienna in 19xx==
-
.
+
Ernst J.
-
.
+
Eugen G.
 +
 
 +
Heimrad B.
 +
 
 +
Margret B.
 +
 
 +
ff.
 +
 
 +
dok.dic.
 +
doku.poem
 +
 
 +
040321
 +
 
 +
 
 +
...
 +
 
 +
 
 +
In my medicine cabinet
 +
BY JACK KEROUAC
 +
 
 +
In my medicine cabinet
 +
the winter fly
 +
Has died of old age
 +
 
 +
"In my medicine cabinet" from The Book of Haiku by Jack Kerouac, edited by Regina Weinreich, copyright © 2003 by The Estate of Stella Kerouac, John Sampas, Literary Representative. Used by permission of Penguin Books, an imprint of Penguin Publishing Group, a division of Penguin Random House LLC. All rights reserved.
 +
https://www.poetryfoundation.org/poems/146980/in-my-medicine-cabinet
 +
 
 +
010321
 +
 
 +
 
 +
 
 +
« No matter where your interest lies, you will not be able to accomplish anything unless you bring your deepest devotion to it. »
 +
- Bashō Matsuo, 1644-1694
 +
 
 +
==Gedicht mit G ==
 +
 
 +
Geh dichten, dichter
 +
 
 +
040321 1200 k.dz
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==THE BOOK WORMS==
 +
 
 +
<pre>
 +
 
 +
>  Through and through the inspir'd leaves,
 +
>      Ye maggots, make your windings;
 +
>    But oh! respect his lordship's taste,
 +
>      And spare his golden bindings.
 +
>
 +
>  http://www.robertburns.org/works/161.shtml
-
== [[Adventskalender 2016]]==
 
 +
==DIE BÜCHERWÜRMER==
-
== [[Zitate]]==
+
>  Durch die Blätter voller Geist
 +
>      nagt, Maden, eure Gänge!
 +
>    Doch schont den Einband, goldgeprägt,
 +
>      Der Lord liebt sein Gepränge.
 +
>
 +
> transl. by zafrero _at_ muenster org
 +
</pre>
-
Benn! poem ==
 
-
www.kerber-net.de/literatur/deutsch/lyrik/expression/verlorenes_ich_benn_int.htm ... da kommt nun was ganz anderes. 220316
 
-
== Aftermath - Sylvia Plath ==
+
== Aftermath - [[Sylvia Plath]] ==
Compelled by calamity's magnet
Compelled by calamity's magnet
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translated by google
translated by google
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Am 11. Februar 1963 nahm sich Sylvia Plath das Leben.
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Bereits zehn Jahre zuvor hatte sie einen Suizidversuch unternommen - eine Folge der Depression, gegen die sie - letzten Endes - vergeblich ankämpfte.
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Die Behandlung in der Psychiatrie, ihre Gefühle - wie unter eine Glasglocke - verarbeitete sie in ihrem berühmten Roman.
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https://saetzeundschaetze.com
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==Sylvia Plath: Lady Lazarus==
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I have done it again.
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One year in every ten
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I manage it——
 +
 +
A sort of walking miracle, my skin
 +
Bright as a Nazi lampshade,
 +
My right foot
 +
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A paperweight,
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My face a featureless, fine
 +
Jew linen.
 +
 +
Peel off the napkin
 +
O my enemy.
 +
Do I terrify?——
 +
 +
The nose, the eye pits, the full set of teeth?
 +
The sour breath
 +
Will vanish in a day.
 +
 +
Soon, soon the flesh
 +
The grave cave ate will be
 +
At home on me
 +
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And I a smiling woman.
 +
I am only thirty.
 +
And like the cat I have nine times to die.
 +
 +
This is Number Three.
 +
What a trash
 +
To annihilate each decade.
 +
 +
What a million filaments.
 +
The peanut-crunching crowd
 +
Shoves in to see
 +
 +
Them unwrap me hand and foot——
 +
The big strip tease.
 +
Gentlemen, ladies
 +
 +
These are my hands
 +
My knees.
 +
I may be skin and bone,
 +
 +
Nevertheless, I am the same, identical woman.
 +
The first time it happened I was ten.
 +
It was an accident.
 +
 +
The second time I meant
 +
To last it out and not come back at all.
 +
I rocked shut
 +
 +
As a seashell.
 +
They had to call and call
 +
And pick the worms off me like sticky pearls.
 +
 +
Dying
 +
Is an art, like everything else.
 +
I do it exceptionally well.
 +
 +
I do it so it feels like hell.
 +
I do it so it feels real.
 +
I guess you could say I’ve a call.
 +
 +
It’s easy enough to do it in a cell.
 +
It’s easy enough to do it and stay put.
 +
It’s the theatrical
 +
 +
Comeback in broad day
 +
To the same place, the same face, the same brute
 +
Amused shout:
 +
 +
‘A miracle!’
 +
That knocks me out.
 +
There is a charge
 +
 +
For the eyeing of my scars, there is a charge
 +
For the hearing of my heart——
 +
It really goes.
 +
 +
And there is a charge, a very large charge
 +
For a word or a touch
 +
Or a bit of blood
 +
 +
Or a piece of my hair or my clothes.
 +
So, so, Herr Doktor.
 +
So, Herr Enemy.
 +
 +
I am your opus,
 +
I am your valuable,
 +
The pure gold baby
 +
 +
That melts to a shriek.
 +
I turn and burn.
 +
Do not think I underestimate your great concern.
 +
 +
Ash, ash—
 +
You poke and stir.
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Flesh, bone, there is nothing there——
 +
 +
A cake of soap,
 +
A wedding ring,
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A gold filling.
 +
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Herr God, Herr Lucifer
 +
Beware
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Beware.
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Out of the ash
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I rise with my red hair
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And I eat men like air.
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A representative selection of verse by the Pulitzer Prize-winning writer who left in the wake of her personal tragedy a legacy of poems that combine terrifying intensity and dazzling artistry. With their brutally frank self-exposure and emotional immediacy, Plath’s poems, from "Lady Lazarus" to "Daddy," have had an enduring influence on contemporary poetry. READ more here: https://www.penguinrandomhouse.com
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==Elisabeth_Bronfen==
http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Bronfen
http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Bronfen
-
.
 
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-
==Anarchism in Action: ==
+
== Helmut Heissenbuettel ==
-
Methods, Tactics, Skills, and Ideas
+
-
Second Edition (draft)
+
-
Compiled and Edited by Shawn Ewald
+
-
http://aia.mahost.org/
+
-
#ongiving ... dz-base ... #dz10 ...
+
-
.
+
(21.06.1921-19.09.1996)===
-
.
+
<pre>
-
.
+
>>>
 +
>>> > das Sagbare sagen
 +
>>> > das Erfahrbare erfahren
 +
>>> > das Entscheidbare entscheiden
 +
>>> > das Erreichbare erreichen
 +
>>> > das Wiederholbare wiederholen
 +
>>> > das Beendbare beenden
 +
>>>
 +
>>> >    das nicht Sagbare
 +
>>> >    das nicht Erfahrbare
 +
>>> >    das nicht Entscheidbare
 +
>>> >    das nicht Erreichbare
 +
>>> >    das nicht Wiederholbare
 +
>>> >    das nicht Beendbare
 +
>>>
 +
>>> >    das nicht Beendbare nicht beenden
 +
>>>
 +
>>> > HH
 +
>>>
 +
>>> > --
 +
>>>
 +
>>> > in Erinnerung an
 +
>>> > Heissenbuettel, Helmut (21.6.1921-19.9.1996)
 +
 
 +
 
 +
</pre>
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==The Lake by Edgar Allan Poe. 1827==
 +
 
 +
In youth's spring, it was my lot
 +
To haunt of the wide earth a spot
 +
To which I could not love the less;
 +
So lovely was the loneliness
 +
Of a wild lake, with black rock bound.
 +
And the tall trees that tower'd around.
 +
But when the night had thrown her pall
 +
Upon that spot-- as upon all,
 +
And the wind would pass me by
 +
In its stilly melody,
 +
My infant spirit would awake
 +
To the terror of the lone lake.
 +
Yet that terror was not fright--
 +
But a tremulous delight,
 +
And a feeling undefin'd,
 +
Springing from a darken'd mind.
 +
Death was in that poison'd wave
 +
And in its gulf a fitting grave
 +
For him who thence could solace bring
 +
To his dark imagining;
 +
Whose wild'ring though could even make
 +
An Eden of that dim lake.
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Anarchism in Action==
 +
===Methods, Tactics, Skills, and Ideas===
 +
===Compiled and Edited by Shawn Ewald ===
 +
 
 +
 
 +
https://www.theyliewedie.org/ressources/biblio/en/Shawn_Ewald_-_Anarchism_in_action.html
 +
 
 +
 
 +
This book is an attempt at a convenient and straightforward guide to anarchist organizing and action. It is a collection and condensation of the collective wisdom of countless activists and others who took the effort to write down what they learned from experience for the rest of us to share and put into practice. This book is designed to be a tool in the effort to build an Anarchist movement and, ultimately, a free society. However, all radicals, Anarchist or not, who fight for the ideals of autonomy, direct democracy, and freedom for all will find that virtually everything contained in this book is useful to them as well.
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 +
 
 +
Since this book is a practical guide to organizing, direct action, protest, and long term Anarchist projects you will not find much theory in here – there are plenty of other books that will provide you with all the Anarchist theory you could want. But for the benefit of the non-anarchist who may read this book, I will briefly furnish here what I mean by the word Anarchism:
 +
 
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Anarchism is a social, economic, and political movement which largely predates other currently existing radical leftist movements like Marxism, for example. There are many different schools of Anarchist thought, mainly differing on either how an Anarchist society should specifically be organized or specifically how an Anarchist society can be reached. But, regardless of these differences, all legitimate branches of Anarchism share a common commitment to the following four basic principles: individual freedom, social and economic equality, free association, and mutual aid (i.e. cooperation and solidarity). All legitimate Anarchists essentially seek to create a classless, stateless society, free of oppression and exploitation, that is organized and held together by the four principles mentioned above.
 +
 
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 +
For a more complete and straightforward introduction to Anarchism,
 +
I suggest that those who are curious should consult
 +
the Anarchist FAQ: http://www.anarchistfaq.org
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The purpose of this book is primarily to provide all the practical tools an anarchist activist may need to do organizing work, to work in any capacity in a protest or direct action, and to develop and nurture projects which will serve as the infrastructure for a future free world.
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It is my hope that this book has something for everyone interested in making this world a better place for all and, most importantly, that people will put what they learn from this book into practice to achieve that end. You are welcome to copy and distribute this book, or portions of it, freely. And, furthermore, I encourage people to add to and improve this information as they see fit.
 +
 
 +
 
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Against Capitalism and the State.
 +
 
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Against All Authority.
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For a Free Humanity.
 +
 
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For Anarchism.
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...
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 +
"Now you ask me how you could help this movement or what you could do, and I have no hesitation in saying, much. Every revolution requires revolutionists..." --Isabel Meredith, A Girl Among the Anarchists
 +
 
 +
 
 +
"Each one, teach one." -- [[Bob Marley]]
 +
 
 +
 
 +
==Nothing is original. ==
 +
 
 +
Steal from anywhere that resonates with inspiration or fuels your imagination. Devour old films, new films, music, books, paintings, photographs, poems, dreams, random conversations, architecture, bridges, street signs, trees, clouds, bodies of water, light and shadows. Select only things to steal from that speak directly to your soul. If you do this, your work (and theft) will be authentic."
 +
Jim Jarmusch
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 +
 
 +
 
 +
==[[Nazim Hikmet]]: Sehnsucht :: cl.kultur.allgemein==
https://groups.google.com/group/cl.kultur.allgemein/browse_thread/thread/8a68e35d1e47def9/c836f794aa35e318?hl=de&ie=UTF-8&oe=utf-8&q=hikmet+karl+dietz#c836f794aa35e318
https://groups.google.com/group/cl.kultur.allgemein/browse_thread/thread/8a68e35d1e47def9/c836f794aa35e318?hl=de&ie=UTF-8&oe=utf-8&q=hikmet+karl+dietz#c836f794aa35e318
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0906 für jost
 
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http://groups.google.com/group/dz-list/topics
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==Maxim Gorki: Sturmvogel==
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Maxim Gorki. Sturmvogel
 
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Linked Open Data: The Essentials: A Quick Start Guide for Decision Makers
+
==Linked Open Data: The Essentials: A Quick Start Guide for Decision Makers==
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tbd
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== Hermann Hesse ==
 
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"Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch ihr seid nicht da, um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein. Ihr seid da, damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei. Sei du selbst, so ist die Welt reich und schön! Sei nicht du selbst, sei Lügner und Feigling, so ist die Welt arm und scheint der Verbesserung bedürftig. H. Hesse - Politische Betrachtungen
+
==Conrad Ferdinand Meyer: Der römische Brunnen ==
 +
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_römische_Brunnen
 +
Der römische Brunnen ist ein Gedicht von
 +
Conrad Ferdinand Meyer
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aus dem Jahr 1882,
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in dem er die Fontana dei Cavalli Marini in der Villa Borghese ...
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Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Schweizer Schriftsteller ... Fontana dei Cavalli Marini in der Villa Borghese in Rom beschreibt. Infos über verschiedene Versionen: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_römische_Brunnen
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== [[Hermann Hesse]] ==
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"Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch ihr seid nicht da, um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein. Ihr seid da, damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei. Sei du selbst, so ist die Welt reich und schön! Sei nicht du selbst, sei Lügner und Feigling, so ist die Welt arm und scheint der Verbesserung bedürftig. H. Hesse - Politische Betrachtungen
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[[JobZ]]==
 
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==I can never read all the books I want; ==
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==Sylvia Plath: I can never read all the books I want; ==
I can never be all the people I want and live all the lives I want. I can never train myself in all the skills I want. And why do I want? I want to live and feel all the shades, tones and variations of mental and physical experience possible in my life. And I am horribly limited.”  
I can never be all the people I want and live all the lives I want. I can never train myself in all the skills I want. And why do I want? I want to live and feel all the shades, tones and variations of mental and physical experience possible in my life. And I am horribly limited.”  
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― Sylvia Plath, The Unabridged Journals of Sylvia Plath ... 140616 via fb
+
― Sylvia Plath,  
 +
The Unabridged Journals of Sylvia Plath ... 140616 via fb
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 +
 
==David Byrne’s Personal Lending Library ==
==David Byrne’s Personal Lending Library ==
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Is Now Open: 250 Books Ready to Be Checked Out http://goo.gl/QeJ53w  ... 220815
+
Is Now Open: 250 Books Ready to Be Checked Out  
 +
http://goo.gl/QeJ53w  ... 220815
-
==Adrian Tomine - Momente des Übergangs==
+
Adrian Tomine - Momente des Übergangs==
sehr schöne kunst ... sollte via google sofort zu sehen sein ... 271115 via facebook
sehr schöne kunst ... sollte via google sofort zu sehen sein ... 271115 via facebook
 +
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...
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==Franz Mon: *fallen*==
 +
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*fallen*
 +
 +
viele *fallen*
 +
 +
viele *fühlen*: *fallen*
 +
 +
viele *fühlen* fallende *fallen*
 +
 +
viele *fühlen* wie sie *fallen*
 +
 +
viele *fühlen* fallend die *fallen*
 +
 +
viele fielen und füllten die *fallen*
 +
 +
viele gefallene füllten die *fallen*
 +
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vielen *gefallen* die vollen *fallen*
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-
"Mi volas, mi volas" de Sylvia Plath
 
-
Malfermitaj buŝoj, la bebo dion
 
-
Grandega, kalva, kvankam bebo aplomba,
 
-
Ekkriis pro la patrino fosis.
 
-
La seka vulkanoj krakis kaj disigo,
 
-
Sablo raída la milkless lipo.
 
-
Ekkriis tiam la patro sango
 
-
Kiu starigis vespo, lupo kaj ŝarko labori,
 
-
Realigita la sulo beko.
 
-
Seka-eyed, la furiozaj patriarko
 
-
Levis la viroj de haŭto kaj osto,
 
-
Hokojn sur la krono de ora drato,
 
-
Dornoj sur la sanga rozo-tigo. "
 
-
dito
+
 
 +
 
 +
==Karl Krolow==
 +
 
 +
>>>>> LIT. JAHRBUCH 27 (1986) - Band 27 - Seite 205
 +
>>>>> books.google.de/books?isbn=3428060768
 +
>>>>> Hermann Kunisch, Görres-Gesellschaft - 1986 -
 +
 
 +
>>>>> Die Elster, die Lehmann das Geheimnis der Natur enthüllt, kann für
 +
>>>>> Krolow nichts mehr tun. Ihr Gesang, der doch dem Jüngling ... Wuchs es
 +
>>>>> nicht wie Stille hinterm Schrei, Dessen Schall ich noch im Ohre trage?
 +
>>>>> Raubt' ichs nicht dem list'gen ...
 +
>>>>>
 +
 
 +
>>
 +
>> Literaturgeschichte unserer Zeit - Seite 505
 +
>> books.google.de/books?id=3Ls3AAAAIAAJ
 +
>> Adalbert Schmidt - 1968 -
 +
>> Karl Krolow 505 Raubt ichs nicht dem listgen Vogelmund, ehe dunkel ich
 +
>> das Wort gebrauchte? Das Geheimnis, das den Kürbis brauchte, machte
 +
>> mir die laute Elster kund. Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt,
 +
>> und ich spür den Wink im ...
 +
>>
 +
 
 +
>
 +
> Literaturgeschichte: - Seite 375
 +
> books.google.de/books?id=3kRKAAAAMAAJ
 +
> Adalbert Schmidt - 1957 -
 +
> Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt, und ich spür den Wink im
 +
> Ziegelreste. Noch die Alge, die im Stein gepreßte, ist voll Dasein und
 +
> bleibt unbeendigt
 +
>
 +
 
 +
 
 +
Karl Krolow ==
 +
 
 +
Wuchs es
 +
nicht wie Stille hinterm Schrei, Dessen Schall ich noch im Ohre trage?
 +
 
 +
Raubt ichs nicht dem listgen Vogelmund, ehe dunkel ich
 +
das Wort gebrauchte? Das Geheimnis, das den Kürbis brauchte, machte
 +
mir die laute Elster kund.
 +
 
 +
Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt, und ich spür den Wink im
 +
Ziegelreste. Noch die Alge, die im Stein gepreßte, ist voll Dasein und
 +
bleibt unbeendigt
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Sonne from Ort : Ausstreichungen/Erasures ==
 +
englisch/deutsch nach den "Sonnets from the Portuguese" von Elizabeth Barrett Browning und den Übertragungen von Rainer Maria Rilke / Christian Hawkey ; Uljana Wolf. - Idstein : Kookbooks, [2012]. - 95 S. . .... 978-3-937445-53-3 - (Reihe Lyrik ; 28)
 +
Die Autoren haben aus dem Originaltext bzw. der Übersetzung einen Großteil der Wörter "ausgestrichen".
 +
 
 +
Rezension:
 +
http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/1965.html
 +
 +
Uljana Wolf (*1979) zu "Erasure-Projekten"
 +
http://karawa.net/content/ausweissen-einschreiben-uljana-wolf
 +
 
 +
1504 via rabe
 +
incl. model20 bzw. erasure20. smile.
 +
 
 +
 
 +
s.a.
 +
 
 +
 
 +
==To write well, one must know how to erase==
 +
Pablo #Neruda http://goo.gl/yQxKmz
 +
 
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Rainer Maria Rilke: Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt==
 +
 
 +
 
 +
<pre>
 +
 
 +
Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
 +
darin die Augenäpfel reiften. Aber
 +
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
 +
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,
 +
 
 +
sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
 +
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
 +
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
 +
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.
 +
 
 +
Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
 +
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
 +
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;
 +
 
 +
und bräche nicht aus allen seinen Rändern
 +
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
 +
die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern.
 +
 
 +
 
 +
</pre>
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Rainer Maria Rilke: Sämtliche Gedichte in einem Band ==
 +
(Vollständige Ausgabe - 716 Titel): ...
 +
https://books.google.de/books?isbn=802682329X
 +
Rainer Maria Rilke - 2014 - ‎Vorschau
 +
Da schimmert mancher Stern so lind, als ob er fromme Hirten brächte zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube bestreut, erscheinen Flur und Flut, und in die Herzen, traumgemut, steigt ein kapellenloser Glaube, der leise ...
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Seit November 1999 ... lyrikline==
 +
 
 +
Momentan sind es 1.275 Dichter, die 11.346 Gedichte in 81 Sprachen lesen.
 +
lyrikline.org ... KW14 kulturimweb
 +
 
 +
 
 +
==[[Eugen Gomringer]]: Alleen / Alleen und Blumen ==
 +
 
 +
An einer Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin ==
 +
steht in großen Buchstaben ein Gedicht des Schweizer Lyrikers
 +
[[Eugen Gomringer]]
 +
, 2011 übrigens mit dem Alice-Salomon-Poetikpreis ausgezeichnet. Die im Original auf Spanisch verfassten Zeilen lauten übersetzt:
 +
 
 +
„Alleen / Alleen und Blumen /
 +
Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer.“
 +
 
 +
So harmlos der kurze Text auch anmutet, so verdächtig ist er dem Asta, der Studentenvertretung der Hochschule:
 +
 
 +
„Ein Mann, der auf die Straßen schaut und Blumen und Frauen bewundert. Dieses Gedicht reproduziert nicht nur eine klassische patriarchale Kunsttradition, in der Frauen ausschließlich die schönen Musen sind, die männliche Künstler zu kreativen Taten inspirieren“, kritisiert der Ausschuss. „Es erinnert zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen alltäglich ausgesetzt sind.“
 +
 
 +
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gomringer-gedicht-wird-uebermalt-ey-alder-was-kuckst-du.html
 +
 
 +
250118 via stz
 +
 
 +
 
 +
 
 +
Alleen / Alleen und Blumen /
 +
Blumen / Blumen und Papier /
 +
Alleen / Alleen und Papier /
 +
Alleen und Blumen und Papier und 1 #ebook
 +
Eugen und Karl per model20 ... 070818
 +
 
 +
 
 +
 
 +
Axel Friedrich vom Maschinenzoo in Lenzburg in der Schweiz ... www.maschinenzoo.ch ... superschöne site ... 170222 via fb
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==[[Heimrad Bäcker]]==
 +
, 1925 in Wien geboren, ==
 +
studierte Philosophie, Soziologie und Völkerkunde in Graz und Wien, 1993 dissertierte er über Karl Jaspers. Von 1955 bis 1976 Referent an der Volkshochschule Linz, ab 1968 Herausgeber der Zeitschrift »neue texte«, aus der 1976 der Avantgarde-Verlag »edition neue texte« hervorging. https://www.droschl.com/autor/heimrad-baecker/
 +
 
 +
2702 wg fotos auf fb
 +
 
 +
 
 +
Poetik im technischen Zeitalter
 +
Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs
 +
In: Literalität und Liminalität, 17
 +
Herausgegeben von: Achim Geisenhanslüke und Michael Peter Hehl
 +
transcript-Verlag | 2013
 +
DOI: https://doi.org/10.14361/transcript.9783839415986
 +
 
 +
270221 via site ... leseprobe in Q1 2021 incl. inhalt vom roman elephantenuhr
 +
 
 +
 
 +
heimrad-backer-documentary-poetry
 +
https://jacket2.org/commentary/heimrad-backer-documentary-poetry ... 030321 in dt. und engl.
 +
 
 +
 
 +
 
 +
 
 +
walter-hoellerer-archiv
 +
https://www.literaturarchiv.de/literaturarchiv/bestaende/walter-hoellerer-archiv
 +
 
 +
 
 +
nachruf auf michael hamburger
 +
https://web.archive.org/web/20070928122430/http://www.exilpen.de/HTML/Texte/fred_nachruf_hamburger_070622.html
 +
 
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==Rudolf Otto Wiemer (1905–1998) ==
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Strandgut - Rudolf Otto Wiemer (1905–1998) ==
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, deutschsprachiger Lyriker und Pädagoge.
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Der Fliegende Robert: Erzählungen, Bilder, Gedichte, ... - Seite 55
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https://books.google.de/books?id=SAIJAQAAIAAJ
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Max Barthel, ‎Hans-Joachim Gelberg - 1977 - ‎Snippet-Ansicht - ‎Mehr Ausgaben
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Strandgut. Rudolf Otto Wiemer
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Wir haben am Strand im Sand gewühlt, da ward uns vor die Füße gespült ein Stück braunes Holz. Und auf dem Holz von fremder Hand Buchstaben waren eingebrannt - irgendein Wort. Das Wort war nicht groß, ...
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Überall und neben dir: Gedichte für Kinder und Erwachsene
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https://books.google.de/books?isbn=3407742258
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Hans-Joachim Gelberg - 2011 - Juvenile Nonfiction
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Rudolf Otto Wiemer. Strandgut. Wir haben am Strand im Sand gewühlt, da ward uns vor die Füße gespült ein Stück braunes Holz. Und auf dem Holz von fremder ...
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Wir haben am Strand im Sand gewühlt,
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da ward uns vor die Füße gespült
 +
ein Stück braunes Holz.
 +
Und auf dem Holz von fremder Hand
 +
Buchstaben waren eingebrannt
 +
- irgendein Wort.
 +
Das Wort war nicht groß, das Wort war klein
 +
– was für ein Wort wohl mochte es sein?
 +
Keiner konnte es lesen
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...
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Wir sagten »Ruhm«,
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wir sagten »Geld«, »Brot«, »Heimat«, »help me«, »ship zerschellt«
 +
– Wörter gibt's viel.
 +
Zuletzt hat einer »Frieden« gesagt,
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und dann hat keiner mehr gefragt
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– wir blickten uns an.
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==Rudolf Otto Wiemer: Drei Wörter==
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Drei Wörter===
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Gehen, Fliehen, Nirgendsbleiben
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sind drei Wörter, leicht zu schreiben.
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Aber wen es trifft, trägt schwer an solcher Schrift.
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In: Großer Ozean. Gedichte für alle. Hrsg. Hans-Joachim Gelberg. Beltz & Gelberg, Weinheim und Basel 2000
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Brigitte Schwaiger was an Austrian author.
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She was the daughter of a doctor, while her great grandmother was Carola Seligmann, an opera singer who died in the Theresienstadt concentration camp.
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Schwaiger studied two semesters of Psychology, Germanic and Romance linguistics in Vienna. In 1968, she married a Spanish Officer, and moved with him to Madrid and then Mallorca before divorcing him four years later. She then attended the Pedagogic Academy in Linz, where she played part-time in cellar theatres and worked as a production assistant at ORF (Österreichischer Rundfunk - Austrian Broadcasting).
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Her first novel, Wie kommt das Salz ins Meer? (1977) (How does the Salt get in the Sea?) became a sensational bestseller which sold several hundred thousand copies throughout the German language region. The heavily autobiographical first-person story tells of the monotony of everyday married life and of unsuccessful attempts to flee this world. In 1988 the novel was dramatised in a German film by Peter Beauvais, starring Nicolin Kunz and Siemen Rühaak.
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 +
Although her later works did not achieve the success of her first novel, Fallen lassen, a report of her experience in psychiatry, was met with critical acclaim. (less)
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https://www.goodreads.com/book/show/2630338-wie-kommt-das-salz-ins-meer
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...
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== Bert Brecht, 1933 ein Flüchtling==
 +
 
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"Auf der Flucht vor meinen Landsleuten /
 +
Bin ich nun nach Finnland gelangt.
 +
Freunde / Die ich gestern nicht kannte,
 +
stellten ein paar Betten / In saubere Zimmer."
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 +
Bert Brecht, 1933 ein Flüchtling
 +
 
 +
 
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 +
==Gunter Falk 1942-1983==
 +
 
 +
 
 +
der mensch lebt doch vom reden
 +
blablabla
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denn im reden zeigt er eleganz
 +
blablabla
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und wenn deine reden verblöden
 +
blablabla
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dann hast du noch einen tanz
 +
blablabla
 +
 
 +
 
 +
Studium an der Universität Graz,  Dr. phil. (Soziologie, Philosophie, Biologie).
 +
Von 1969 bis zu seinem Tod Ende 1983 Universitätsassistent am Institut für Soziologie der Universität Graz.
 +
Erste poetische und literaturtheoretische Arbeiten wurden seit 1963 in den manuskripten publiziert. Zu seinen Lebzeiten erschienen die Bücher Der Pfau ist ein stolzes Tier (1965), Die Würfel in manchen Sätzen (Ed. K. Ramm 1977) und Die dunkle Seite des Würfels (Ed. K. Ramm 1983).
 +
2000 erschien ein Dossier-Band zu Gunter Falk im Droschl-Verlag (Hg. D. Bartens/K. Kastberger).
 +
2006 Lauf wenn du kannst (Die dunkle Seite des Würfels - Alle Texte 1977 - 1983) herausgegeben von Günter Eichberger
 +
 
 +
 
 +
http://www.hanns-koren.steiermark.at/cms/beitrag/10430108/8966674/
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 +
 
 +
==Tradition==
 +
 
 +
I.
 +
 +
Reinheit kommt vom Glauben
 +
pflegte meine Mutter zu sagen
 +
und stellte alle Möbel um
 +
um Staub auch im verborgensten
 +
Winkel zu entfernen
 +
 
 +
 
 +
II.
 +
 
 +
Sie putzte gerne und aus Gewohnheit
 +
denn Sauberkeit ist unsere Tradition
 +
so lernte sie es von ihrer Mutter
 +
und reinigte jeden Tag Jahr ein Jahr aus
 +
wann immer Zeit war unser Haus
 +
 
 +
III.
 +
 
 +
Auch ich sollte mehr als nur
 +
Geschirr spülen sollte die Regale wischen
 +
die Böden reinigen die Häkeldeckchen
 +
auf den Sessellehnen richten aufräumen
 +
was nicht in Ordnung war
 +
 
 +
IV.
 +
 
 +
Die Fenster waren ihre Leidenschaft
 +
Licht hereinzulassen ohne Trübung
 +
doch Gardinen mussten sein
 +
damals betete meine Mutter noch nicht
 +
fünf Mal am Tag vollzog die rituelle
 +
Waschung nur dann und wann
 +
 
 +
V.
 +
 
 +
Abends putzte sie andere Häuser und Gott
 +
gab ihr neue Spitzendecken Vorhangmanschetten
 +
sie kaufte neue Möbel neue Teppiche
 +
ließ
die Wände neu tapezieren wie neugeboren

 +
war sie dann und lobte die Reinheit
die
 +
vom Glauben kam
 +
 
 +
VI.
 +
 
 +
Nach ihr sollte ich geraten wie ein Apfel
 +
denn der fällt nicht weit vom Stamm

 +
so lernte ich es von meiner Mutter

 +
ein gläubiges Leben sollte ich führen
 +
putzen für Mann und Kinder
 +
und warum nicht auch für andere
 +
ich habe mich dann zur rechten Zeit
 +
noch aus dem Staub gemacht
 +
 
 +
VII.
 +
 
 +
In meiner Wohnung
 +

habe ich keine Häkeldeckchen
 +
keine Gardinen vor dem Fenster
 +
und auch keine neuen Möbel

 +
nur einen klaren Winkel da
 +

wo ich am Boden sitze meditiere
 +
morgens abends und wann immer
 +
Zeit ist fege ich die Gedanken
 +
reinige den Geist die Sinne
 +

ordne die Körperräume
 +

Jahr ein Jahr aus
 +
 
 +
Das ist meine Tradition
 +
 
 +
 
 +
via www
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Gedichte gegen den Krieg==
 +
 
 +
 
 +
Das größte der Verbrechen,
 +
zu dem der Mensch bereit,
 +
ist Schießen, Hauen, Stechen.
 +
So war's die längste Zeit.
 +
 
 +
Aus Axt wird Hellebarde,
 +
aus Pfeil und Bogen: Speer,
 +
aus Landsknechthaufen, Garden,
 +
entwickelt sich das Heer.
 +
 
 +
Die nationalen Staaten
 +
betreiben notfalls Krieg,
 +
benötigen Soldaten
 +
zur Außenpolitik.
 +
 
 +
Dem Fortschritt macht das Morden
 +
im Großen keine Not.
 +
Die Technik schickt die Horden
 +
in massenhaften Tod (...)
 +
 
 +
Wolfgang Blaschka "Kapitalverbrechen" 2018
 +
https://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI
 +
 
 +
301019 via fb gil
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Friederich Schiller==
 +
 
 +
Dreifach ist des Raumes Mass:
 +
Rastlos fort ohn' Unterlass
 +
Strebt die Länge fort ins Weite,
 +
Endlos giesset sich die Breite,
 +
Grundlos senkt die Tiefe sich.
 +
 
 +
Dir ein Bild sind sie gegeben:
 +
Rastlos vorwärts musst du streben,
 +
Nie ermüdet stille stehn,
 +
Willst du die Vollendung sehn;
 +
Musst ins Breite dich entfalten,
 +
Soll sich dir die Welt gestalten;
 +
In die Tiefe musst du steigen,
 +
Soll sich dir das Wesen zeigen.
 +
 
 +
Nur Beharrung führt zum Ziel,
 +
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
 +
Und im Abgrund liegt die Wahrheit.
 +
 
 +
Friederich Schiller
 +
 
 +
 
 +
 
 +
==Barthold Heinrich Brockes (1680-1747): Kirschblüte bei der Nacht==
 +
 
 +
Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
 +
Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
 +
In kühler Nacht beim Mondenschein;
 +
Ich glaubt', es könne nichts von größrer Weiße sein.
 +
 
 +
Es schien, ob wär ein Schnee gefallen.
 +
Ein jeder, auch der kleinste Ast
 +
Trug gleichsam eine rechte Last
 +
Von zierlich-weißen runden Ballen.
 +
Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
 +
Indem daselbst des Mondes sanftes Licht
 +
Selbst durch die zarten Blätter bricht,
 +
Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
 +
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
 +
Was Weißers aufgefunden werden.
 +
 
 +
Indem ich nun bald hin, bald her
 +
Im Schatten dieses Baumes gehe,
 +
Sah ich von ungefähr
 +
Durch alle Blumen in die Höhe
 +
Und ward noch einen weißern Schein,
 +
Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
 +
Fast halb darob erstaunt, gewahr.
 +
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
 +
Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
 +
Von einem hellen Stern ein weißes Licht,
 +
Das mir recht in die Seele strahlte.
 +
 
 +
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze,
 +
Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze.
 +
Die größte Schönheit dieser Erden
 +
Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.
 +
 
 +
 
 +
 
 +
 
 +
Kirschblüte bei der Nacht
 +
 
 +
Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
 +
Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
 +
In kühler Nacht beim Mondenschein;
 +
Ich glaubt', es könne nichts von größrer Weiße sein.
 +
 
 +
Es schien, ob wär ein Schnee gefallen.
 +
Ein jeder, auch der kleinste Ast
 +
Trug gleichsam eine rechte Last
 +
Von zierlich-weißen runden Ballen.
 +
Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
 +
Indem daselbst des Mondes sanftes Licht
 +
Selbst durch die zarten Blätter bricht,
 +
Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
 +
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
 +
Was Weißers aufgefunden werden.
 +
 
 +
Indem ich nun bald hin, bald her
 +
Im Schatten dieses Baumes gehe,
 +
Sah ich von ungefähr
 +
Durch alle Blumen in die Höhe
 +
Und ward noch einen weißern Schein,
 +
Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
 +
Fast halb darob erstaunt, gewahr.
 +
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
 +
Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
 +
Von einem hellen Stern ein weißes Licht,
 +
Das mir recht in die Seele strahlte.
 +
 
 +
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze,
 +
Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze.
 +
Die größte Schönheit dieser Erden
 +
Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.

Aktuelle Version vom 17. Februar 2022, 13:41 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Japanisches Nachtlied


>>
>> Stille ist im Pavillon aus Jade
>> Krähen fliegen stumm
>> Zu beschneiten Kirschbäumen im Mondlicht.
>> Ich sitze
>> Und weine.


Ums Buch ist mir nicht bange


Ums Buch ist mir nicht bange.
>>> Das Buch hält sich schon lange.
>>> Man kann es bei sich tragen
>>> und überall aufschlagen.
>>> Sofort und ohne Warten,
>>> kann man das Lesen starten.
>>> Im Sitzen, Stehen, Knien,
>>> ganz ohne Batterien.
>>> Beim Fliegen, Fahren, Gehen.
>>> Ein Buch bleibt niemals stehen.
>>> Beim Essen, Kochen, Würzen.
>>> Ein Buch kann nicht abstürzen.
>>> Die meisten ander´n Medien,
>>> tun sich von selbst erledigen.
>>> Kaum sind sie eingeschaltet,
>>> heißt´s schon, sie sind veraltet.
>>> Und nicht mehr kompatibel
>>> "Marsch in den Abfallkübel!"
>>> Zu Bändern, Filmen, Platten,
>>> die wir einst gerne hatten.
>>> Und die nur noch einen Dreck sind,
>>> weil die Geräte weg sind
>>> und niemals wiederkehren,
>>> gibt´s nichts zu sehn, zu hören.
>>> Es sei denn, man ist klüger
>>> und hält sich gleich an Bücher,
>>> die noch in hundert Jahren,
>>> das sind, was sie einst waren.
>>> Schön lesbar und beguckbar.
>>> So stehn sie unverruckbar,
>>> in Schränken und Regalen
>>> und die Benutzer strahlen:
>>> "Ha´m die sich gut gehalten!"
>>> Das Buch wird nicht veralten.
>>>
>>> Robert Gernhardt



Theke - Antitheke - Syntheke

Beim ersten Glas sprach Husserl:
»Nach diesem Glas ist Schlusserl.«
Ihm antwortete Hegel:
»Zwei Glas sind hier die Regel.«
»Das kann nicht sein«, rief Wittgenstein
»Bei mir geht noch ein drittes rein.«
Worauf Herr Kant befand:
»Ich seh ab vier erst Land.«
»Ach was«, sprach da Marcuse,
»Trink ich nicht fünf, trinkst du se.«
»Trinkt zu«, sprach Schopenhauer,
»Sonst wird das sechste sauer.«
»Das nehm ich«, sagte Bloch,
»Das siebte möpselt noch.«
Am Tisch erscholl Gequietsche,
still trank das achte Nietzsche.
»Das neunte erst schmeckt lecker!«
»Du hast ja recht, Heidegger«,
rief nach Glas zehn Adorno:
»Prost auch! Und nun von vorno!«

Robert Gernhard
(Im Glück und anderswo, Fischer 2002)

171021 via fb


Tomas Transtroemer: Großer und langsamer Wind


>> Großer und langsamer Wind
>> Aus der Bibliothek des Meeres
>> Hier darf ich ruhen
>> Tomas Tranströmer (1931-2015)


Hermann Hesse: Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andern, Jeder ist allein. Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise Von allen ihn trennt. Seltsam, Im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist allein.


Freiburger Anthologie - Gedichte von 1720-1900

http://freiburger-anthologie.ub.uni-freiburg.de


Im Herbst bei kaltem Wetter


Im Herbst bei kaltem Wetter==
fallen vom Baum die Blätter
Donnerwetter,
im Frühjahr dann,
sind sie wieder dran -
sieh mal an.
Heinz Ehrhardt



"The Hill We Climb" by Amanda Gorman

Hilde Domin: Die schwersten Wege

Die schwersten Wege werden alleine gegangen, die Enttäuschung, der Verlust, das Opfer, sind einsam. Selbst der Tote der jedem Ruf antwortet und sich keiner Bitte versagt steht uns nicht bei und sieht zu ob wir es vermögen. Die Hände der Lebenden die sich ausstrecken ohne uns zu erreichen sind wie die Äste der Bäume im Winter. Alle Vögel schweigen. Man hört nur den eigenen Schritt und den Schritt den der Fuß noch nicht gegangen ist aber gehen wird. Stehenbleiben und sich Umdrehn hilft nicht. Es muss gegangen sein. Nimm eine Kerze in die Hand wie in den Katakomben, das kleine Licht atmet kaum. Und doch, wenn du lange gegangen bist, bleibt das Wunder nicht aus, weil das Wunder immer geschieht, und weil wir ohne die Gnade nicht leben können: die Kerze wird hell vom freien Atem des Tags, du bläst sie lächelnd aus wenn du in die Sonne trittst und unter den blühenden Gärten die Stadt vor dir liegt, und in deinem Hause dir der Tisch weiß gedeckt ist. Und die verlierbaren Lebenden und die unverlierbaren Toten dir das Brot brechen und den Wein reichen - und du ihre Stimmen wieder hörst ganz nahe bei deinem Herzen.

040521 via fb


Gedichte im Adventskalender 2021

«Unsere von Wissenschaft bestimmte Kultur ist in vielerlei Hinsicht dogmatischer und unkritischer als das institutionalisierte Christentum, dem sie sich historisch verdankt.» (Harald Schwaetzer)

Im Schwerpunkt dieser Woche weitet Harald Schwaetzer die Perspektiven und versucht die gegenwärtige Corona-Zeit in einen breiteren Denkhorizont einzufügen. Komplementär zum gedanklichen Weitflug Schwaetzers haben wir diese Woche einen zweiten Schwerpunkt, Harald Matthes, Leiter der Medizinischen Klinik sowie Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Klinik Havelhöhe in Berlin. Lernen Sie unsere Zeitschrift kostenlos mit einem Probeabo kennen und lesen Sie die beiden Schwerpunkte. Unsere Abo-Angebote finden Sie auf unserer Website.

https://dasgoetheanum.com/ausgaben/2020/ausgabe-19

090520 via fb


Love Song


 A diving bird!
 So i thought.
 But it was the sound of the paddle
 of my beloved one ... in a boat coming to me. 

 Song of a Chippewa woman
 version 1.0
 smile.



Zitate

Ernst Jandl

"großteils die scheißmaschine steckt in dir / 
du wunder mensch, verwundetes mirakel".


ottos mops kotzt ...
rechts und links ...
fünfter sein ...



...

Meeting in vienna in 19xx==

Ernst J.

Eugen G.

Heimrad B.

Margret B.

ff.

dok.dic. doku.poem

040321


...


In my medicine cabinet BY JACK KEROUAC

In my medicine cabinet the winter fly Has died of old age

"In my medicine cabinet" from The Book of Haiku by Jack Kerouac, edited by Regina Weinreich, copyright © 2003 by The Estate of Stella Kerouac, John Sampas, Literary Representative. Used by permission of Penguin Books, an imprint of Penguin Publishing Group, a division of Penguin Random House LLC. All rights reserved. https://www.poetryfoundation.org/poems/146980/in-my-medicine-cabinet

010321


« No matter where your interest lies, you will not be able to accomplish anything unless you bring your deepest devotion to it. » - Bashō Matsuo, 1644-1694

Gedicht mit G

Geh dichten, dichter

040321 1200 k.dz


THE BOOK WORMS


>   Through and through the inspir'd leaves,
>       Ye maggots, make your windings;
>     But oh! respect his lordship's taste,
>       And spare his golden bindings.
>
>  http://www.robertburns.org/works/161.shtml


==DIE BÜCHERWÜRMER==

>   Durch die Blätter voller Geist
>       nagt, Maden, eure Gänge!
>    Doch schont den Einband, goldgeprägt,
>       Der Lord liebt sein Gepränge.
>
> transl. by zafrero _at_ muenster org


Aftermath - Sylvia Plath

Compelled by calamity's magnet They loiter and stare as if the house Burnt-out were theirs, or as if they thought Some scandal might any minute ooze From a smoke-choked closet into light; No deaths, no prodigious injuries Glut these hunters after an old meat, Blood-spoor of the austere tragedies.

Mother Medea in a green smock Moves humbly as any housewife through Her ruined apartments, taking stock Of charred shoes, the sodden upholstery: Cheated of the pyre and the rack, The crowd sucks her last tear and turns away.

.

Aftermath von Sylvia Plath

Gezwungen durch Magnet Unglück's Sie bummeln und schauen, als ob das Haus Burnt-out die ihrigen waren, oder als ob sie glaubten, Einige Skandal könnte jede Minute Schlamm Aus Rauch erstickten Schrank ins Licht; Kein Mann, keine gewaltige Verletzungen Glut die Jäger nach einem alten Fleisch, Blut-Spur des strengen Tragödien.

Mutter Medea in einem grünen Kittel Verschiebt demütig wie eine Hausfrau durch Ihrem zerstörten Wohnungen, eine Bestandsaufnahme Verkohlten Schuhe, die nassen Polster: Betrogen und um den Scheiterhaufen und die Folter, Die Menge saugt ihre letzte Träne und wendet sich ab.

translated by google


Am 11. Februar 1963 nahm sich Sylvia Plath das Leben.

Bereits zehn Jahre zuvor hatte sie einen Suizidversuch unternommen - eine Folge der Depression, gegen die sie - letzten Endes - vergeblich ankämpfte.

Die Behandlung in der Psychiatrie, ihre Gefühle - wie unter eine Glasglocke - verarbeitete sie in ihrem berühmten Roman.

https://saetzeundschaetze.com



Sylvia Plath: Lady Lazarus

I have done it again. One year in every ten I manage it——

A sort of walking miracle, my skin Bright as a Nazi lampshade, My right foot

A paperweight, My face a featureless, fine Jew linen.

Peel off the napkin O my enemy. Do I terrify?——

The nose, the eye pits, the full set of teeth? The sour breath Will vanish in a day.

Soon, soon the flesh The grave cave ate will be At home on me

And I a smiling woman. I am only thirty. And like the cat I have nine times to die.

This is Number Three. What a trash To annihilate each decade.

What a million filaments. The peanut-crunching crowd Shoves in to see

Them unwrap me hand and foot—— The big strip tease. Gentlemen, ladies

These are my hands My knees. I may be skin and bone,

Nevertheless, I am the same, identical woman. The first time it happened I was ten. It was an accident.

The second time I meant To last it out and not come back at all. I rocked shut

As a seashell. They had to call and call And pick the worms off me like sticky pearls.

Dying Is an art, like everything else. I do it exceptionally well.

I do it so it feels like hell. I do it so it feels real. I guess you could say I’ve a call.

It’s easy enough to do it in a cell. It’s easy enough to do it and stay put. It’s the theatrical

Comeback in broad day To the same place, the same face, the same brute Amused shout:

‘A miracle!’ That knocks me out. There is a charge

For the eyeing of my scars, there is a charge For the hearing of my heart—— It really goes.

And there is a charge, a very large charge For a word or a touch Or a bit of blood

Or a piece of my hair or my clothes. So, so, Herr Doktor. So, Herr Enemy.

I am your opus, I am your valuable, The pure gold baby

That melts to a shriek. I turn and burn. Do not think I underestimate your great concern.

Ash, ash— You poke and stir. Flesh, bone, there is nothing there——

A cake of soap, A wedding ring, A gold filling.

Herr God, Herr Lucifer Beware Beware.

Out of the ash I rise with my red hair And I eat men like air.


A representative selection of verse by the Pulitzer Prize-winning writer who left in the wake of her personal tragedy a legacy of poems that combine terrifying intensity and dazzling artistry. With their brutally frank self-exposure and emotional immediacy, Plath’s poems, from "Lady Lazarus" to "Daddy," have had an enduring influence on contemporary poetry. READ more here: https://www.penguinrandomhouse.com


Elisabeth_Bronfen

http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Bronfen


Helmut Heissenbuettel

(21.06.1921-19.09.1996)===


>>>
>>> > das Sagbare sagen
>>> > das Erfahrbare erfahren
>>> > das Entscheidbare entscheiden
>>> > das Erreichbare erreichen
>>> > das Wiederholbare wiederholen
>>> > das Beendbare beenden
>>>
>>> >     das nicht Sagbare
>>> >     das nicht Erfahrbare
>>> >     das nicht Entscheidbare
>>> >     das nicht Erreichbare
>>> >     das nicht Wiederholbare
>>> >     das nicht Beendbare
>>>
>>> >     das nicht Beendbare nicht beenden
>>>
>>> > HH
>>>
>>> > --
>>>
>>> > in Erinnerung an
>>> > Heissenbuettel, Helmut (21.6.1921-19.9.1996)



The Lake by Edgar Allan Poe. 1827

In youth's spring, it was my lot To haunt of the wide earth a spot To which I could not love the less; So lovely was the loneliness Of a wild lake, with black rock bound. And the tall trees that tower'd around. But when the night had thrown her pall Upon that spot-- as upon all, And the wind would pass me by In its stilly melody, My infant spirit would awake To the terror of the lone lake. Yet that terror was not fright-- But a tremulous delight, And a feeling undefin'd, Springing from a darken'd mind. Death was in that poison'd wave And in its gulf a fitting grave For him who thence could solace bring To his dark imagining; Whose wild'ring though could even make An Eden of that dim lake.


Anarchism in Action

Methods, Tactics, Skills, and Ideas

Compiled and Edited by Shawn Ewald

https://www.theyliewedie.org/ressources/biblio/en/Shawn_Ewald_-_Anarchism_in_action.html


This book is an attempt at a convenient and straightforward guide to anarchist organizing and action. It is a collection and condensation of the collective wisdom of countless activists and others who took the effort to write down what they learned from experience for the rest of us to share and put into practice. This book is designed to be a tool in the effort to build an Anarchist movement and, ultimately, a free society. However, all radicals, Anarchist or not, who fight for the ideals of autonomy, direct democracy, and freedom for all will find that virtually everything contained in this book is useful to them as well.


Since this book is a practical guide to organizing, direct action, protest, and long term Anarchist projects you will not find much theory in here – there are plenty of other books that will provide you with all the Anarchist theory you could want. But for the benefit of the non-anarchist who may read this book, I will briefly furnish here what I mean by the word Anarchism:


Anarchism is a social, economic, and political movement which largely predates other currently existing radical leftist movements like Marxism, for example. There are many different schools of Anarchist thought, mainly differing on either how an Anarchist society should specifically be organized or specifically how an Anarchist society can be reached. But, regardless of these differences, all legitimate branches of Anarchism share a common commitment to the following four basic principles: individual freedom, social and economic equality, free association, and mutual aid (i.e. cooperation and solidarity). All legitimate Anarchists essentially seek to create a classless, stateless society, free of oppression and exploitation, that is organized and held together by the four principles mentioned above.


For a more complete and straightforward introduction to Anarchism, I suggest that those who are curious should consult the Anarchist FAQ: http://www.anarchistfaq.org


The purpose of this book is primarily to provide all the practical tools an anarchist activist may need to do organizing work, to work in any capacity in a protest or direct action, and to develop and nurture projects which will serve as the infrastructure for a future free world.


It is my hope that this book has something for everyone interested in making this world a better place for all and, most importantly, that people will put what they learn from this book into practice to achieve that end. You are welcome to copy and distribute this book, or portions of it, freely. And, furthermore, I encourage people to add to and improve this information as they see fit.


Against Capitalism and the State.

Against All Authority.

For a Free Humanity.

For Anarchism.


...


"Now you ask me how you could help this movement or what you could do, and I have no hesitation in saying, much. Every revolution requires revolutionists..." --Isabel Meredith, A Girl Among the Anarchists


"Each one, teach one." -- Bob Marley


Nothing is original.

Steal from anywhere that resonates with inspiration or fuels your imagination. Devour old films, new films, music, books, paintings, photographs, poems, dreams, random conversations, architecture, bridges, street signs, trees, clouds, bodies of water, light and shadows. Select only things to steal from that speak directly to your soul. If you do this, your work (and theft) will be authentic." Jim Jarmusch


Nazim Hikmet: Sehnsucht :: cl.kultur.allgemein

https://groups.google.com/group/cl.kultur.allgemein/browse_thread/thread/8a68e35d1e47def9/c836f794aa35e318?hl=de&ie=UTF-8&oe=utf-8&q=hikmet+karl+dietz#c836f794aa35e318


Maxim Gorki: Sturmvogel

Linked Open Data: The Essentials: A Quick Start Guide for Decision Makers

tbd


Conrad Ferdinand Meyer: Der römische Brunnen

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_römische_Brunnen

Der römische Brunnen ist ein Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer aus dem Jahr 1882, in dem er die Fontana dei Cavalli Marini in der Villa Borghese ...

Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Schweizer Schriftsteller ... Fontana dei Cavalli Marini in der Villa Borghese in Rom beschreibt. Infos über verschiedene Versionen: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_römische_Brunnen


Hermann Hesse

"Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch ihr seid nicht da, um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, um ihr selbst zu sein. Ihr seid da, damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten reicher sei. Sei du selbst, so ist die Welt reich und schön! Sei nicht du selbst, sei Lügner und Feigling, so ist die Welt arm und scheint der Verbesserung bedürftig. H. Hesse - Politische Betrachtungen



Sylvia Plath: I can never read all the books I want;

I can never be all the people I want and live all the lives I want. I can never train myself in all the skills I want. And why do I want? I want to live and feel all the shades, tones and variations of mental and physical experience possible in my life. And I am horribly limited.” ― Sylvia Plath, The Unabridged Journals of Sylvia Plath ... 140616 via fb


David Byrne’s Personal Lending Library

Is Now Open: 250 Books Ready to Be Checked Out http://goo.gl/QeJ53w ... 220815


Adrian Tomine - Momente des Übergangs== sehr schöne kunst ... sollte via google sofort zu sehen sein ... 271115 via facebook

...


Franz Mon: *fallen*

  • fallen*

viele *fallen*

viele *fühlen*: *fallen*

viele *fühlen* fallende *fallen*

viele *fühlen* wie sie *fallen*

viele *fühlen* fallend die *fallen*

viele fielen und füllten die *fallen*

viele gefallene füllten die *fallen*

vielen *gefallen* die vollen *fallen*


"I Want, I Want" by Sylvia Plath

Open-mouthed, the baby god Immense, bald, though baby-headed, Cried out for the mother's dug. The dry volcanoes cracked and split, Sand abraded the milkless lip. Cried then for the father's blood Who set wasp, wolf and shark to work, Engineered the gannet's beak. Dry-eyed, the inveterate patriarch Raised his men of skin and bone, Barbs on the crown of gilded wire, Thorns on the bloody rose-stem."


"Ich will, ich will" von Sylvia Plath Mit offenem Mund, das Kind Gottes Immense, kahl, wenn Baby-headed, Schrie nach dug der Mutter. Die trockenen Vulkane rissig und gespalten, Sand abgerieben die milkless Lippe. Rief dann nach Blut des Vaters Wer Wespe, Wolf und Hai an die Arbeit gesetzt, Engineered Schnabel des gannet ist. Trockenen Augen, die eingefleischte Patriarchen Hob die Männer von Haut und Knochen, Widerhaken auf der Krone aus vergoldetem Draht, Dornen auf dem blutigen rose-Stamm. "

transl. per google



Karl Krolow

>>>>> LIT. JAHRBUCH 27 (1986) - Band 27 - Seite 205 >>>>> books.google.de/books?isbn=3428060768 >>>>> Hermann Kunisch, Görres-Gesellschaft - 1986 -

>>>>> Die Elster, die Lehmann das Geheimnis der Natur enthüllt, kann für >>>>> Krolow nichts mehr tun. Ihr Gesang, der doch dem Jüngling ... Wuchs es >>>>> nicht wie Stille hinterm Schrei, Dessen Schall ich noch im Ohre trage? >>>>> Raubt' ichs nicht dem list'gen ... >>>>>

>> >> Literaturgeschichte unserer Zeit - Seite 505 >> books.google.de/books?id=3Ls3AAAAIAAJ >> Adalbert Schmidt - 1968 - >> Karl Krolow 505 Raubt ichs nicht dem listgen Vogelmund, ehe dunkel ich >> das Wort gebrauchte? Das Geheimnis, das den Kürbis brauchte, machte >> mir die laute Elster kund. Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt, >> und ich spür den Wink im ... >>

> > Literaturgeschichte: - Seite 375 > books.google.de/books?id=3kRKAAAAMAAJ > Adalbert Schmidt - 1957 - > Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt, und ich spür den Wink im > Ziegelreste. Noch die Alge, die im Stein gepreßte, ist voll Dasein und > bleibt unbeendigt >


Karl Krolow ==

Wuchs es nicht wie Stille hinterm Schrei, Dessen Schall ich noch im Ohre trage?

Raubt ichs nicht dem listgen Vogelmund, ehe dunkel ich das Wort gebrauchte? Das Geheimnis, das den Kürbis brauchte, machte mir die laute Elster kund.

Jedes Blühn ist tief mit mir verständigt, und ich spür den Wink im Ziegelreste. Noch die Alge, die im Stein gepreßte, ist voll Dasein und bleibt unbeendigt


Sonne from Ort : Ausstreichungen/Erasures

englisch/deutsch nach den "Sonnets from the Portuguese" von Elizabeth Barrett Browning und den Übertragungen von Rainer Maria Rilke / Christian Hawkey ; Uljana Wolf. - Idstein : Kookbooks, [2012]. - 95 S. . .... 978-3-937445-53-3 - (Reihe Lyrik ; 28) Die Autoren haben aus dem Originaltext bzw. der Übersetzung einen Großteil der Wörter "ausgestrichen".

Rezension: http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/1965.html

Uljana Wolf (*1979) zu "Erasure-Projekten" http://karawa.net/content/ausweissen-einschreiben-uljana-wolf

1504 via rabe incl. model20 bzw. erasure20. smile.


s.a.


To write well, one must know how to erase

Pablo #Neruda http://goo.gl/yQxKmz



Rainer Maria Rilke: Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt


Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, 
darin die Augenäpfel reiften. Aber 
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, 
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt, 

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug 
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen 
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen 
zu jener Mitte, die die Zeugung trug. 

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz 
unter der Schultern durchsichtigem Sturz 
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle; 

und bräche nicht aus allen seinen Rändern 
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, 
die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ändern. 



Rainer Maria Rilke: Sämtliche Gedichte in einem Band

(Vollständige Ausgabe - 716 Titel): ... https://books.google.de/books?isbn=802682329X Rainer Maria Rilke - 2014 - ‎Vorschau Da schimmert mancher Stern so lind, als ob er fromme Hirten brächte zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Demantstaube bestreut, erscheinen Flur und Flut, und in die Herzen, traumgemut, steigt ein kapellenloser Glaube, der leise ...


Seit November 1999 ... lyrikline

Momentan sind es 1.275 Dichter, die 11.346 Gedichte in 81 Sprachen lesen. lyrikline.org ... KW14 kulturimweb


Eugen Gomringer: Alleen / Alleen und Blumen

An einer Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin == steht in großen Buchstaben ein Gedicht des Schweizer Lyrikers Eugen Gomringer , 2011 übrigens mit dem Alice-Salomon-Poetikpreis ausgezeichnet. Die im Original auf Spanisch verfassten Zeilen lauten übersetzt:

„Alleen / Alleen und Blumen / Blumen / Blumen und Frauen / Alleen / Alleen und Frauen / Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer.“

So harmlos der kurze Text auch anmutet, so verdächtig ist er dem Asta, der Studentenvertretung der Hochschule:

„Ein Mann, der auf die Straßen schaut und Blumen und Frauen bewundert. Dieses Gedicht reproduziert nicht nur eine klassische patriarchale Kunsttradition, in der Frauen ausschließlich die schönen Musen sind, die männliche Künstler zu kreativen Taten inspirieren“, kritisiert der Ausschuss. „Es erinnert zudem unangenehm an sexuelle Belästigung, der Frauen alltäglich ausgesetzt sind.“

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gomringer-gedicht-wird-uebermalt-ey-alder-was-kuckst-du.html

250118 via stz


Alleen / Alleen und Blumen / 
Blumen / Blumen und Papier / 
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Eugen und Karl per model20 ... 070818


Axel Friedrich vom Maschinenzoo in Lenzburg in der Schweiz ... www.maschinenzoo.ch ... superschöne site ... 170222 via fb


Heimrad Bäcker

, 1925 in Wien geboren, == studierte Philosophie, Soziologie und Völkerkunde in Graz und Wien, 1993 dissertierte er über Karl Jaspers. Von 1955 bis 1976 Referent an der Volkshochschule Linz, ab 1968 Herausgeber der Zeitschrift »neue texte«, aus der 1976 der Avantgarde-Verlag »edition neue texte« hervorging. https://www.droschl.com/autor/heimrad-baecker/

2702 wg fotos auf fb


Poetik im technischen Zeitalter Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs In: Literalität und Liminalität, 17 Herausgegeben von: Achim Geisenhanslüke und Michael Peter Hehl transcript-Verlag | 2013 DOI: https://doi.org/10.14361/transcript.9783839415986

270221 via site ... leseprobe in Q1 2021 incl. inhalt vom roman elephantenuhr


heimrad-backer-documentary-poetry https://jacket2.org/commentary/heimrad-backer-documentary-poetry ... 030321 in dt. und engl.



walter-hoellerer-archiv https://www.literaturarchiv.de/literaturarchiv/bestaende/walter-hoellerer-archiv


nachruf auf michael hamburger https://web.archive.org/web/20070928122430/http://www.exilpen.de/HTML/Texte/fred_nachruf_hamburger_070622.html

Rudolf Otto Wiemer (1905–1998)

Strandgut - Rudolf Otto Wiemer (1905–1998) == , deutschsprachiger Lyriker und Pädagoge.


Der Fliegende Robert: Erzählungen, Bilder, Gedichte, ... - Seite 55 https://books.google.de/books?id=SAIJAQAAIAAJ Max Barthel, ‎Hans-Joachim Gelberg - 1977 - ‎Snippet-Ansicht - ‎Mehr Ausgaben Strandgut. Rudolf Otto Wiemer Wir haben am Strand im Sand gewühlt, da ward uns vor die Füße gespült ein Stück braunes Holz. Und auf dem Holz von fremder Hand Buchstaben waren eingebrannt - irgendein Wort. Das Wort war nicht groß, ...

Überall und neben dir: Gedichte für Kinder und Erwachsene https://books.google.de/books?isbn=3407742258 Hans-Joachim Gelberg - 2011 - Juvenile Nonfiction Rudolf Otto Wiemer. Strandgut. Wir haben am Strand im Sand gewühlt, da ward uns vor die Füße gespült ein Stück braunes Holz. Und auf dem Holz von fremder ...


Wir haben am Strand im Sand gewühlt, da ward uns vor die Füße gespült ein Stück braunes Holz. Und auf dem Holz von fremder Hand Buchstaben waren eingebrannt - irgendein Wort. Das Wort war nicht groß, das Wort war klein – was für ein Wort wohl mochte es sein? Keiner konnte es lesen ... Wir sagten »Ruhm«, wir sagten »Geld«, »Brot«, »Heimat«, »help me«, »ship zerschellt«  – Wörter gibt's viel. Zuletzt hat einer »Frieden« gesagt, und dann hat keiner mehr gefragt – wir blickten uns an.


Rudolf Otto Wiemer: Drei Wörter

Drei Wörter===

Gehen, Fliehen, Nirgendsbleiben sind drei Wörter, leicht zu schreiben. Aber wen es trifft, trägt schwer an solcher Schrift.

In: Großer Ozean. Gedichte für alle. Hrsg. Hans-Joachim Gelberg. Beltz & Gelberg, Weinheim und Basel 2000



Brigitte Schwaiger was an Austrian author.

She was the daughter of a doctor, while her great grandmother was Carola Seligmann, an opera singer who died in the Theresienstadt concentration camp.

Schwaiger studied two semesters of Psychology, Germanic and Romance linguistics in Vienna. In 1968, she married a Spanish Officer, and moved with him to Madrid and then Mallorca before divorcing him four years later. She then attended the Pedagogic Academy in Linz, where she played part-time in cellar theatres and worked as a production assistant at ORF (Österreichischer Rundfunk - Austrian Broadcasting).

Her first novel, Wie kommt das Salz ins Meer? (1977) (How does the Salt get in the Sea?) became a sensational bestseller which sold several hundred thousand copies throughout the German language region. The heavily autobiographical first-person story tells of the monotony of everyday married life and of unsuccessful attempts to flee this world. In 1988 the novel was dramatised in a German film by Peter Beauvais, starring Nicolin Kunz and Siemen Rühaak.

Although her later works did not achieve the success of her first novel, Fallen lassen, a report of her experience in psychiatry, was met with critical acclaim. (less)

https://www.goodreads.com/book/show/2630338-wie-kommt-das-salz-ins-meer

...

Bert Brecht, 1933 ein Flüchtling

"Auf der Flucht vor meinen Landsleuten / 
Bin ich nun nach Finnland gelangt. 
Freunde / Die ich gestern nicht kannte, 
stellten ein paar Betten / In saubere Zimmer."

Bert Brecht, 1933 ein Flüchtling


Gunter Falk 1942-1983

der mensch lebt doch vom reden blablabla denn im reden zeigt er eleganz blablabla und wenn deine reden verblöden blablabla dann hast du noch einen tanz blablabla


Studium an der Universität Graz, Dr. phil. (Soziologie, Philosophie, Biologie). Von 1969 bis zu seinem Tod Ende 1983 Universitätsassistent am Institut für Soziologie der Universität Graz. Erste poetische und literaturtheoretische Arbeiten wurden seit 1963 in den manuskripten publiziert. Zu seinen Lebzeiten erschienen die Bücher Der Pfau ist ein stolzes Tier (1965), Die Würfel in manchen Sätzen (Ed. K. Ramm 1977) und Die dunkle Seite des Würfels (Ed. K. Ramm 1983). 2000 erschien ein Dossier-Band zu Gunter Falk im Droschl-Verlag (Hg. D. Bartens/K. Kastberger). 2006 Lauf wenn du kannst (Die dunkle Seite des Würfels - Alle Texte 1977 - 1983) herausgegeben von Günter Eichberger


http://www.hanns-koren.steiermark.at/cms/beitrag/10430108/8966674/


Tradition

I.

Reinheit kommt vom Glauben pflegte meine Mutter zu sagen und stellte alle Möbel um um Staub auch im verborgensten Winkel zu entfernen


II.

Sie putzte gerne und aus Gewohnheit denn Sauberkeit ist unsere Tradition so lernte sie es von ihrer Mutter und reinigte jeden Tag Jahr ein Jahr aus wann immer Zeit war unser Haus

III.

Auch ich sollte mehr als nur Geschirr spülen sollte die Regale wischen die Böden reinigen die Häkeldeckchen auf den Sessellehnen richten aufräumen was nicht in Ordnung war

IV.

Die Fenster waren ihre Leidenschaft Licht hereinzulassen ohne Trübung doch Gardinen mussten sein damals betete meine Mutter noch nicht fünf Mal am Tag vollzog die rituelle Waschung nur dann und wann

V.

Abends putzte sie andere Häuser und Gott gab ihr neue Spitzendecken Vorhangmanschetten sie kaufte neue Möbel neue Teppiche ließ
die Wände neu tapezieren wie neugeboren
 war sie dann und lobte die Reinheit
die vom Glauben kam

VI.

Nach ihr sollte ich geraten wie ein Apfel denn der fällt nicht weit vom Stamm
 so lernte ich es von meiner Mutter
 ein gläubiges Leben sollte ich führen putzen für Mann und Kinder und warum nicht auch für andere ich habe mich dann zur rechten Zeit noch aus dem Staub gemacht

VII.

In meiner Wohnung 
habe ich keine Häkeldeckchen keine Gardinen vor dem Fenster und auch keine neuen Möbel
 nur einen klaren Winkel da 
wo ich am Boden sitze meditiere morgens abends und wann immer Zeit ist fege ich die Gedanken reinige den Geist die Sinne 
ordne die Körperräume 
Jahr ein Jahr aus

Das ist meine Tradition


via www


Gedichte gegen den Krieg

Das größte der Verbrechen, zu dem der Mensch bereit, ist Schießen, Hauen, Stechen. So war's die längste Zeit.

Aus Axt wird Hellebarde, aus Pfeil und Bogen: Speer, aus Landsknechthaufen, Garden, entwickelt sich das Heer.

Die nationalen Staaten betreiben notfalls Krieg, benötigen Soldaten zur Außenpolitik.

Dem Fortschritt macht das Morden im Großen keine Not. Die Technik schickt die Horden in massenhaften Tod (...)

Wolfgang Blaschka "Kapitalverbrechen" 2018 https://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI

301019 via fb gil


Friederich Schiller

Dreifach ist des Raumes Mass: Rastlos fort ohn' Unterlass Strebt die Länge fort ins Weite, Endlos giesset sich die Breite, Grundlos senkt die Tiefe sich.

Dir ein Bild sind sie gegeben: Rastlos vorwärts musst du streben, Nie ermüdet stille stehn, Willst du die Vollendung sehn; Musst ins Breite dich entfalten, Soll sich dir die Welt gestalten; In die Tiefe musst du steigen, Soll sich dir das Wesen zeigen.

Nur Beharrung führt zum Ziel, Nur die Fülle führt zur Klarheit, Und im Abgrund liegt die Wahrheit.

Friederich Schiller


Barthold Heinrich Brockes (1680-1747): Kirschblüte bei der Nacht

Ich sahe mit betrachtendem Gemüte Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte, In kühler Nacht beim Mondenschein; Ich glaubt', es könne nichts von größrer Weiße sein.

Es schien, ob wär ein Schnee gefallen. Ein jeder, auch der kleinste Ast Trug gleichsam eine rechte Last Von zierlich-weißen runden Ballen. Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt, Indem daselbst des Mondes sanftes Licht Selbst durch die zarten Blätter bricht, Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat. Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden Was Weißers aufgefunden werden.

Indem ich nun bald hin, bald her Im Schatten dieses Baumes gehe, Sah ich von ungefähr Durch alle Blumen in die Höhe Und ward noch einen weißern Schein, Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar, Fast halb darob erstaunt, gewahr. Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht Von einem hellen Stern ein weißes Licht, Das mir recht in die Seele strahlte.

Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze, Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze. Die größte Schönheit dieser Erden Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.



Kirschblüte bei der Nacht

Ich sahe mit betrachtendem Gemüte Jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte, In kühler Nacht beim Mondenschein; Ich glaubt', es könne nichts von größrer Weiße sein.

Es schien, ob wär ein Schnee gefallen. Ein jeder, auch der kleinste Ast Trug gleichsam eine rechte Last Von zierlich-weißen runden Ballen. Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt, Indem daselbst des Mondes sanftes Licht Selbst durch die zarten Blätter bricht, Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat. Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden Was Weißers aufgefunden werden.

Indem ich nun bald hin, bald her Im Schatten dieses Baumes gehe, Sah ich von ungefähr Durch alle Blumen in die Höhe Und ward noch einen weißern Schein, Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar, Fast halb darob erstaunt, gewahr. Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht Von einem hellen Stern ein weißes Licht, Das mir recht in die Seele strahlte.

Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze, Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze. Die größte Schönheit dieser Erden Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.

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