1933

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("Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären." (Heinrich Mann, 1871–)
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==[[2019]]==
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==[[1933]]==
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Zwischen 10. Mai und 21. Juni 1933 ===
 
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waren im Zuge der Nazi-Aktion »Wider den undeutschen Geist« an vielen Orten in
 
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Deutschland öffentliche Bücherverbrennungen abgehalten worden,
 
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bei denen Werke mehrerer hundert Autoren vernichtet wurden.
 
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===Am 30. Januar wird Hitler vom Staatspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt===
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===www.buecherlesung.de/2019===
 
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http://www.buecherlesung.de/2019/termine_19.htm
 
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zB
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Wir schreiben das Jahr [[1933]].
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Am 30. Januar wird Hitler vom Staatspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
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Durch die Auflösung des Reichstages erzwingt Hitler Neuwahlen am 5. März, mit denen er klare Verhältnisse schaffen will.
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Zum Auftaktort seines Wahlkampfes bestimmt Hitler die Stadthalle in Stuttgart. Dort spricht er am 15. Februar vor Tausenden von „Volksgenossen“. Zeitgleich wird die Rede auf den Stuttgarter Marktplatz und reichsweit über den Süddeutschen Rundfunk übertragen.
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Gersthofen bei Augsburg - 11.05.2019 ===
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Und dann die Blamage: Vier wagemutige junge Kommunisten schaffen es, mit nur einem Beil bewaffnet, den Sicherungsapparat der Nazis zu übertölpeln und das Kabel für die Übertragung zu kappen. Die Nachricht von dem gelungenen Streich verbreitet sich blitzschnell im gesamten Reichsgebiet und sorgt für Hohn und Spott.
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Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 war der Auftakt zur Vernichtung des Geisteslebens in Deutschland. Erich Pfefferlen, selbst Lyriker und Prosaist, ... Samstag, 11.5.2019 | 11.00 ... Stadtbibliothek, Gersthofen
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Einer von den Vieren ist Hermann „Mendel“ Medinger aus der Obergaß in Stetten, Jahrgang 1900. Er stammt aus einer alteingesessenen Wengerterfamilie, ist gelernter Zimmermann und schafft damals in der Blechbüchsenfabrik in Cannstatt.
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Rolf Schlenker, ehemaliger Redakteur beim SWR, hat über die damaligen Ereignisse und das Schicksal der handelnden Personen einen Tatsachenroman geschrieben.
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Er präsentiert das 2020 erschienene Buch „Ein Beil gegen Hitler – Das Stuttgarter Kabelattentat“ am Mittwoch, 23. November 2022 um 19:30 Uhr im Sommersaal von Schloß Stetten.
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Ergänzt wird die Lesung durch Fotos und Erzählungen von ZeitzeugInnen aus dem Dorf. Auch an andere Stettener Widerstandskämpfer soll erinnert werden.
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=== Bad Aibling - 10.05.2019===
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Eine Veranstaltung im Rahmen der AnStifter-Reihe „30 Tage im November“,
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Michael Stacheder hält am 10. Mai anlässlich der Bücherverbrennung von 1933 eine Lesung. Er wird aus verschiedenen Werken von Stefan Zweig lesen. Die Lesung wird von Musik untermalt.
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Hermann "Mendel" Medinger: Zimmermann, Wengerter, Widerstandskämpfer===
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25. November 2022, 19:30 Uhr, Feuerwehrhaus Stetten, Bachstr. 38===
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Lesung von Rolf Schlenker aus seinem Tatsachenroman
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"Ein Beil gegen Hitler - Das Stuttgarter Kabelattentat 1933"
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Die Pressemeldung im Wortlaut:
 
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"Nur wer früh seine Seele weit auszuspannen gelernt hat, vermag später die ganze Welt in sich zu fassen." Am 10. Mai liest Michael Stacheder aus Werken von Stefan Zweig. Die Lesung beginnt um 19 Uhr in der Stadtbücherei Bad Aibling.
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Wie kam es zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933?
 
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Warum wurden die Bücher systemkritischer Autoren verbrannt und die Meinungsfreiheit zensiert? In vielen deutsche Städten warfen Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher in das Feuer. Die Verbrennung war als "Aktion wider dem undeutschen Geist" angekündigt. Klassiker wie Kästner, Mann, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque wurden den Flammen überlassen. Zuerst wurden Bücher verbrannt. Dann kam es zur Massenvernichtung von Menschen in Deutschland.
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===Am 2. Mai 1933 stürmten die Nazis in ganz Deutschland die Gewerkschaftshäuser ===
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Das Erinnern an diese Zeit soll nicht beschuldigen, aber wahrnehmen. Dieser Hass und das folgende Leid soll keinen Platz mehr in der deutschen Geschichte bekommen. In Erinnerung an den Tag der Bücherverbrennung 1933 liest und erzählt Michael Stacheder, Schauspieler und Regisseur, aus "Die Welt von Gestern", "Sternstunden der Menschheit" und anderen Werken des großen Europäers Stefan Zweig, der 1881 in Wien geboren und zu einem der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit wurde, ehe er im Exil 1942 freiwillig aus dem Leben schied.  
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Sie beschlagnahmten gewerkschaftliches Eigentum, misshandelten und verhafteten aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Für viele war dies der Beginn jahrelanger Verfolgung und Unterdrückung. Heute und in Zukunft gilt: Nie wieder Faschismus! https://www.dgb.de/-/fOf
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05.2022 via fb
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s.a.
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2. Mai 1933: Die Zerschlagung der freien Gewerkschaften
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Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen hatten, begannen sie umgehend mit dem Umbau des Staates. Systematisch bereiteten sie Massenmord und Angriffskrieg vor. Erst warfen sie die Kommunisten und Sozialdemokraten in die Gefängnisse und die ersten KZs, dann beseitigten sie mit der so genannten Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat sowie dem Ermächtigungsgesetz die demokratische Staatsordnung der Weimarer Republik.
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Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums markiert die erste Etappe der organisierten Judenverfolgung. Mit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zerstörten die Nazis eines der letzten Bollwerke, das ihrer absoluten Machtergreifung noch hätte im Weg stehen können.
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2023 jährt sich die Zerschlagung der deutschen Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten zum 90. Mal.
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130423 via site ... https://www.dgb.de/-/fOf
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===Am 10. Mai 1933 wurden im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“ ===
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in 22 deutschen Universitätsstädten bei groß inszenierten Bücherverbrennungen
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die Werke von vielen Schriftstellerinnen und Schriftstellern ins Feuer geworfen.
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Diese makabren Veranstaltungen waren ... Höhepunkt der Kampagne "Wider den undeutschen Geist", die vom Hauptamt für Presse und Propaganda der Deutschen Studentenschaft vorbereitet worden war.
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Teil dieser Aktion waren "Schwarze Listen" für die Säuberung öffentlicher und privater Bibliotheken von "zersetzendem Schrifttum", aber auch Veröffentlichungen in der Tagespresse mit Namen "nicht tragbarer" Autoren sowie die Nennung der Plätze für die nächtlichen Verbrennungen.
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Von "Feuersprüchen" begleitet wurden Werke von Philosophen, Wissenschaftlern, Lyrikern, Romanautoren wie politischen Schriftstellern den Flammen übergeben.
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Unter Beteiligung und Festreden von Rektoren und Professoren verbrannten auf riesigen Scheiterhaufen u.a. die Bücher von [[Karl Marx]], Heinrich Heine (1797-1856), Sigmund Freud, Thomas Mann, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, [[Bert Brecht]], Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky und Alfred Kerr.
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Bei der "Säuberung" öffentlicher Bibliotheken wurden allein in Berlin bis Ende Mai 1933 rund 10.000 Zentner Literatur beschlagnahmt. Ein Jahr später umfaßten die "Schwarzen Listen" mehr als 3.000 Titel verbotener Bücher und Schriften.
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Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich Michael Stacheder mit dem Leben und Werk Stefan Zweigs, dessen Vision von einem geeinten Europa, einer friedlichen und demokratischen Welt nichts an Aktualität eingebüßt hat. Wie Satelliten umkreisen die literarischen Programme Michael Stacheders den Kosmos Stefan Zweig und dessen Welt von Gestern, die mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ausgelöscht wurde. So gestaltete er in den vergangenen Jahren Abende unter anderem über und mit Franz Kafka (Briefe an Milena), Arthur Schnitzler, Joseph Roth, Oskar Maria Graf oder erinnert mit Lesungen aus Zeitdokumenten und Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden an den Terror der Nationalsozialisten.
 
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Der Eintritt (acht Euro pro Person) ist an der Abendkasse zu entrichten. Die Lesung findet in der Stadtbücherei Bad Aibling (Marienplatz 1, Bad Aibling) statt. Es handelt sich um eine Kooperation der Stadtbücherei Bad Aibling mit Mut & Courage Bad Aibling e.V.  
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Der Veranstalter ist der Verein Mut & Courage Bad Aibling e.V. Dieser wurde 2010 gegründet und engagiert sich seitdem für mehr Toleranz, Respekt und Courage in der Gesellschaft mit anderen Worten für eine "bunte" Gesellschaft. Demokratie basiert auf respektvoller lebendige Teilhabe der Bürger und fokussiert sich auf den Schutz der Menschenwürde. Die damit verbundene Meinungsfreiheit ist ein schützenswerter Bestandteil einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.
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==1938==
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===In der Nacht vom 9. auf den 10. November [[1938]] brannten in Deutschland die Synagogen===
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, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Bücherverbrennungen inszeniert. Zugleich markiert der 10. November den Beginn der Massendeportation in die Konzentrationslager. Die Spuren jüdischen Lebens führen heute oft zu Gedenkstätten https://bit.ly/2qwBURl. Erhalten sind einige jüdische Friedhöfe. In den Jahren 1985 bis 1992 ließ das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg fast alle jüdischen #Grabsteine in Baden-Württemberg fotografisch erfassen und dokumentieren. Der Bestand, heute im Landesarchiv, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, wurde digitalisiert und ist auch über LEO-BW einsehbar https://bit.ly/2zsFsI4. Eine Einführung finden Sie unter https://bit.ly/2zB1dG2 bzw. https://bit.ly/2qxITt0. Bild: Der jüdische Friedhof in Michelbach an der Lücke https://bit.ly/2PIBkho bei Wallhausen im Landkreis Schwäbisch Hall.
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==1945==
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===27. Januar 1945===
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Als die Rote Armee zum Ende des Krieges das Konzentrationslager Auschwitz befreit, macht sie Filmaufnahmen von den Lagerkindern. Der kleine Junge, auf den die Kamera zufährt, und der seine Nummer auf dem Unterarm zeigt - das ist Marek Danziger, 5 Jahre alt.¹
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Am 28. März 1946 trifft Marek in #Stuttgart zum ersten Mal seinen Vater Samuel wieder, nachdem sie seit 1942 getrennt in verschiedenen KZ's waren. Einen Tag später, am 29. März 1946, wird Samuel Danziger in der Stuttgarter Reinsburgstraße von einem deutschen Polizisten erschossen. Der Täter wurde nicht verfolgt.
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facebook.com/freeguide.stuttgart/posts/3603817913000459
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Der SWR hat 2021 in den Akten recherchiert und herausgefunden, dass es klare Hinweise auf den Täter in der Polizei gab. Den Hinweisen wurde aber nicht nachgegangen. Sogar der Name des Hauptverdächtigen steht in den Akten mit dem Hinweis "Oberwachtmeister Arthur Koch - der Mörder von Danziger.
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Die Rote Armee fand bei der Befreiung vom KZ Auschwitz noch 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. In den Magazinen fanden die Befreier 843.000 Herrenanzüge, 837.000 Damenmäntel und -kleider, 44.000 Paar Schuhe, 14.000 Teppiche und 7,7 Tonnen menschliches Haar.³
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1,1 Millionen Menschen wurden hier umgebracht, darunter 200.000 Kinder.
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Heute wissen 4 von 10 Schülern nicht, wofür Auschwitz steht.⁴
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¹ https://vimeo.com/126006820 (Min. 39:20)
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² https://schmetterling-verlag.de/download.php...
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³ https://www.lpb-bw.de/auschwitz-befreiung
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⁴ https://www.spiegel.de/.../auschwitz-vier-von-zehn...
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290123 via fb
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==1963==
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Mindestens eine Million Menschen – zumeist jüdische Häftlinge – ermordeten die Nazis im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Nach Kriegsende wollten viele Deutsche einen „Schlussstrich“ unter die NS-Vergangenheit setzen, weshalb es in der Bundesrepublik zunächst kaum eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen gab.
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Am 20. Dezember 1963 begannen die Auschwitz-Prozesse in Frankfurt am Main. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer strebte einen öffentlichen Bewusstseinswandel an und wollte „die aufklärerischen Funktionen der juristischen Aufarbeitung wahrnehmen.“
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Auch wenn viele NS-Verbrechen aus Mangel an Beweisen nicht vor Gericht gebracht wurden. Zum Abschluss des Auschwitz-Prozesses 1965 wurden drei der 23 Angeklagten freigesprochen, nur sechs von ihnen wurden wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. http://x.swr.de/s/auschwitzprozess
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==..==
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Pressemeldung Mut & Courage Bad Aibling e.V.
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Passion Projects ... gesehen auf zehnbar.de ... fine word ... 240317 k.
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https://www.mangfall24.de/region/mangfalltal/bad-aibling-ort28271/aibling-courage-michael-stacheder-liest-werken-stefan-zweig-12177857.html
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1104 via alerts
 
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=== Berlin - 10.05.2019===
 
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Aktion "ein Ort zum Lesen"
 
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Initiert von Jürgen Breiter und Katja Cappelen findet auf dem Bebelplatz seit 2009 immer am 10. Mai die Aktion "ein Ort zum Lesen" statt. Dafür werden 50 Stühle und Bücher aufgestellt mit jeweils einem Buch um die Erinnerung an die von der Bücherverbrennung betroffenen Autoren und Autorinnen wach zu halten. Die Farben der Stühle– Rot, Orange und Grau– stehen dabei symbolisch für Feuer und Asche.
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===[[2024]]===
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https://www.berlin.de/tourismus/insidertipps/3054987-2339440-bebelplatz-wo-die-nazis-buecher-verbrann.html
 
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===Erinnern an die Bücherverbrennungen in 1933 -- 05.[[2024]] in Tailfingen bei Herrenberg===
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=== Herrenberg - 10.05.2019===
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Der AKI erinnert in seinem Fortbildungsprogramm
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auch dieses Jahr an die Bücherverbrennungen im Mai 1933.
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Damals brannten bei der
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„Aktion wider den undeutschen Geist“
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die Scheiterhaufen in Deutschland
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und viele Menschen warfen das vermeintlich
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»schädliche undeutsche Schrifttum« ins Feuer.
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AKI-Termin am 10.05.2019, 20h in #Herrenberg
 
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wg.
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Hintergründe und weitere Informationen zu aktuellen Aktionen an anderen Orten und in digital im AKI-wiki auf der Seite wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/1933
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Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
 
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Treffpunkt ist das Mahnmal der Gedenkstaette Hailfingen / Tailfingen (1) in Gäufelden bei Herrenberg im Landkreis Böblingen am xx. Mai 2023 um 18 Uhr.  
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Gedanken, Texte, Gedichte, Lit.stellen, ...
 
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Die Teilnahme ist kostenlos.
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[[Oskar Maria Graf]], [[Bert Brecht]], Heinriche Heine, ...  
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Der Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - bietet seit 1964 Fortbildung und Vernetzung in real und digital mit den Schwerpunkten Archiv, Bibliothek, Dokumentation, Information und Kultur in der Region Stuttgart.
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Information und Anmeldung:
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Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - (www.aki-stuttgart.de)
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Karl Dietz, Dipl.-Dokumentar (FH), Mobil 0172 / 768 7976, E-Mail karl.dz@gmail.com
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(1) Fotos vom Mahnmal:
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http://karldietz.blogspot.com/2010/05/mahnmal-in-hailfingen.html
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"Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären." (Heinrich Mann, 1871–1950, dt. Schriftsteller)
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Was riecht eigentlich an Büchern?
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==[[2023]]==
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Bei alten Büchern macht es der Zerfall von Zellulose und Lignin. Es entstehen flüchtige Aromastoffe, die sich vielleicht auch deshalb so heimelig anfühlen, weil einige auch in der Natur vorkommen - im Wald etwa, beim Zerfall von Holz. Oder wie beim Beispiel Furfural in Kornzubereitungen, Kaffee und Vollkornbrot. Anderes duftet nach Vanille oder nach Bittermandel ...
 
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... darum fühlen sich alte Papiere, die sehr ligninhaltig sind, fast wie Holz an, wenn sie fertig bearbeitet sind. Papier, das aus sehr kurzen Zellulosefasern besteht, ist dagegen schwer zu bearbeiten ...
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2202 via fb
 
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Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter -- 09.05.2023 in Frankfurt -- real::digital===
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Zum 90. Jahrestag der Bücherverbrennung von 1933 ist eine Neuausgabe von
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Jürgen Serkes epochalem Werk „Die verbrannten Dichter“ erschienen.
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Die Buchvorstellung mit dem Autor können Sie am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main erleben.
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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ===
 
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brannten in Deutschland die #Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Bücherverbrennungen inszeniert. Zugleich markiert der 10. November den Beginn der Massendeportation in die Konzentrationslager. Die Spuren jüdischen Lebens führen heute oft zu Gedenkstätten https://bit.ly/2qwBURl. Erhalten sind einige jüdische Friedhöfe. In den Jahren 1985 bis 1992 ließ das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg fast alle jüdischen #Grabsteine in Baden-Württemberg fotografisch erfassen und dokumentieren. Der Bestand, heute im Landesarchiv, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, wurde digitalisiert und ist auch über LEO-BW einsehbar https://bit.ly/2zsFsI4. Eine Einführung finden Sie unter https://bit.ly/2zB1dG2 bzw. https://bit.ly/2qxITt0. Bild: Der jüdische Friedhof in Michelbach an der Lücke https://bit.ly/2PIBkho bei Wallhausen im Landkreis Schwäbisch Hall.
 
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s.a.
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Heute Abend stellt Jürgen Serke bei uns in Frankfurt die Neuausgabe seines epochalen Buchs „Die verbrannten Dichter“ (Wallstein Verlag) vor. Der Schauspieler Hanns Zischler liest ausgewählte Texte. Ab 19 Uhr zeigen wir die Veranstaltung auch in unserem Livestream:  https://dnb.unitylivestream.com/ffm/index.html
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Auf dem Vorplatz der DNB in Frankfurt zeigen das Gedenkprojekt Verbrannte Orte und das Deutsche #Exilarchiv 1933-1945 die gemeinsame Ausstellung „Verbrannte Orte | Verbannte Worte“. Weitere Infos auf www.dnb.de/verbrannteorte
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'''Lit.liste'''
 
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Verbrannt, geraubt, gerettet!
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Bücherverbrennungen in Deutschland.  
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Publikation zur gleichnamigen Ausstellung der
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Chemnitz liest am 10.05.2023 ===
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Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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anläßlich des 70. Jahrestages der Bücherverbrennung.  
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Mit Beiträgen von Detlev Brunner, Angela Graf, Erhard Stang, Rüdiger Zimmermann.
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Am 10. Mai 2023 lesen Chemnitzer:innen wieder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und an vielen Orten in der Stadt aus verbrannten Büchern, couragierten Texten und unterdrückter Literatur.
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Eine Übersicht über alle Leseorte und -zeiten findet ihr hier https://chemnitz2025.de/chemnitzliest/
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56 Seiten
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0905 via fb
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280219 via
 
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http://petra-oellinger.at/salon/buecherverbrennung-exilliteratur
 
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Markus Helmut Lenhart / Birgit Scholz (Hrsg.)
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Lesung-gegen-das-Vergessen am 10.05.2023 in München -- real::digital===
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Was bleibt? Bibliothekarische NS-Provenienzforschung und der Umgang mit ihren Ergebnissen.
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128 Seiten, ISBN: 978-3-902542-55-7, CLIO: Graz 2018, Euro 18,00
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http://www.buecherlesung.de/
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Termine, Texte, Links zu den “verbrannten” Autoren und zum Thema Bücherverbrennung
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brecht-graf-und-die-buecherverbrennungen-1933
 
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https://das-blaettchen.de/2013/05/brecht-graf-und-die-buecherverbrennungen-1933-24931.html
 
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„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
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Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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Heine hatte dies in seinem frühen, wenig bekannten Drama „Almansor“ (1823) geschrieben und sich auf spanische Autodafés um 1500 bezogen. Seine Worte wurden, wie Erich Kästner, ein Zeitzeuge der Bücherverbrennungen, 1958 anmerkte, „dennoch zur Prophezeiung“.
 
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Es gibt Denkmäler, die sieht man nicht – jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Das Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung auf dem Berliner Bebelplatz ist so ein Denkmal: Es besteht aus nichts als einer quadratischen Glasplatte im Boden des Bebelplatzes. Wer durch sie hindurch sieht, blickt in einen weißen Raum, dessen Wände leeren Buchregale schmücken.
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„Bibliothek“ nennt Ullman seine 1994/95 entstandene Arbeit schlicht. Sie steht genau an dem Ort, an dem die Nationalsozialisten vor 90 Jahren über 20000 inkriminierte Bücher vor allem von jüdischen, kommunistischen, liberalen und sozialkritischen Autoren öffentlich verbrannten.
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https://www.evangelische-zeitung.de/denkmal-fuer-buecherverbrennung-die-versunkene-bibliothek
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'''Stellen'''
 
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NS-Dok.zentrum in Köln
 
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ist ab sofort eine unbefristete Stelle im Bereich Antisemitismus und Rassismus bei der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus zu besetzen.
 
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https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/arbeiten-bei-der-stadt/stellenangebote/wissenschaftliche-mitarbeiterin-beziehungsweise-wissenschaftlicher-mitarbeiter-mwd-im-ns-dokumentationszentrum
 
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3103 via kwp
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Am 10.05.2023 startet das Festival #hamburgliestverbranntebücher ===
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und damit auch die Ausstellung "feuerfest –  Illustrationen und Animationen zur Bücherverbrennung 1933" im Ausstellungsraum der @stabihh
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In vielen deutschen Universitätsstädten warfen Studierende 1933 zeitgleich Bücher ins Feuer, mit einem vorauseilenden Eifer und einer Gründlichkeit, die noch heute erschüttern. Wie blicken Studierende heute auf diese Zeit? Die Illustrationsstudierenden der @hawhamburg sind auf Spurensuche gegangen, haben Wissenschaftler:innen befragt, ihre Großeltern interviewt und in Stadtarchiven recherchiert. Ihre Entdeckungen haben sie in Illustrationen, Animationsfilmen, Comics, Reportagen und Figuren gefasst, die nicht nur an damalige Ereignisse erinnern, sondern auch den Blick für aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen schärfen.
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0705 via fb
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=== Göppingen - 10.05.2019===
 
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===Gedenklesung am 11. Mai 2023 in Regensburg===
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Zum Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung:
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Vor 90 Jahren brannten in ganz Deutschland die Scheiterhaufen. Auch in Regensburg gab es auf dem Neupfarrplatz am 12. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, organisiert von der örtlichen Hitlerjugend. Um an die Abkehr Deutschlands von den Idealen einer Kulturnation zu erinnern, wird auch in diesem Jahr wieder eine Gedenklesung zum Jahrestag der Ereignisse stattfinden. AutorInnen des Schriftstellerverbandes lesen Texte verfolgter Literaten. Vor der Lesung wird Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, kurz in die historischen Hintergründe einführen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 11. Mai 2023 ab 18 Uhr in der Neupfarrkirche statt.
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„Der organisierte Wahnsinn ist die größte Macht der Welt“
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Zu den Vorgängen 1933 ist auch eine Broschüre erhältlich, welche die Ereignisse darstellt. Sie ist kostenfrei bei der Veranstaltung selbst sowie über das Referat für Bildung, Sport und Freizeit der Stadt Regensburg zu beziehen. Eine digitale Version kann zudem über den Regensburger Katalog abgerufen werden:
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Dieses Zitat von Gerhard Hauptmann stellt das Motto für eine Lesung mit Musik zum Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus am 10. Mai 1933.  
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https://www.regensburger-katalog.de/s/ubrsbr/de/2/1035/BV043551021
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Bei dieser Gedenklesung handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung von Staatlicher Bibliothek Regensburg, Evangelischem Bildungswerk, dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di Ostbayern, der Gemeinde der Neupfarrkirche Regensburg sowie der Stadt Regensburg.
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Texte und Gedichte u.a. von Gerhard Hauptmann, Ödön von Horvàth, Mascha Kaleko, Kurt Tucholsky, Selma Meerbaum-Eisinger, Erich Kästner, [[Oskar Maria Graf]] werden vorgetragen, Chansons von [[Bert Brecht]] sind musikalische Intermezzi.
 
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10.5.2019, 20 Uhr
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===Oberlenningen - Museum im Schlössle: 33-Buchverbrennungsobjekte von Max G. Bailly===
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Stadtbibliothek am Kornhausplatz
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Dauer: ca. 60 Minuten
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Sa 10-12 Uhr & So 14-17 Uhr
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https://kultur-im-schloessle.de/2023/02/
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https://www.maxgbailly.de/index.php/galerie/brandobjekte/brandobjekte/33-buchverbrennungsobjekte-11
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071218 via fb
 
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===Lesung aus verbrannten Büchern am 22.05.2023 in Potsdam===
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http://www.bibliothek.potsdam.de/
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===Regensburg - 10.05.2019===
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0705 via fb
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Verbrannte Bücher – verbannte Dichter
 
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10.05.2019, 18.00 Uhr
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Neupfarrkirche, Neupfarrplatz, 93047 Regensburg
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Vor 86 Jahren brannten in ganz Deutschland die Scheiterhaufen. Auch in Regensburg gab es auf dem Neupfarrplatz am 12. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, organisiert von der örtlichen Hitlerjugend. Um an die Abkehr Deutschlands von den Idealen einer Kulturnation zu erinnern, wird auch in diesem Jahr wieder eine Gedenklesung zum Jahrestag der Ereignisse stattfinden. Autoren/innen des Schriftstellerverbandes lesen Texte verfolgter Literaten. Vor der Lesung wird Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, kurz in die historischen Hintergründe einführen. Hierzu ist auch eine Broschüre erschienen, welche die Ereignisse darstellt. Sie ist kostenfrei bei der Veranstaltung selbst sowie über das Referat für Bildung, Sport und Freizeit der Stadt Regensburg zu beziehen. Eine digitale Version finden Sie auf den Seiten der Staatlichen Bibliothek Regensburg.
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===Erinnern an die Bücherverbrennungen in 1933 - 10.05.[[2023]] in Tailfingen bei Herrenberg===
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Der AKI erinnert in seinem Fortbildungsprogramm
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auch dieses Jahr an die Bücherverbrennungen im Mai 1933.
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Damals brannten bei der
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„Aktion wider den undeutschen Geist“
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die Scheiterhaufen in Deutschland
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und viele Menschen warfen das vermeintlich
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»schädliche undeutsche Schrifttum« ins Feuer.  
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Hintergründe und weitere Informationen zu aktuellen Aktionen an anderen Orten und in digital im AKI-wiki auf der Seite wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/1933
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Treffpunkt ist das Mahnmal der Gedenkstaette Hailfingen / Tailfingen (1) in Gäufelden bei Herrenberg im Landkreis Böblingen am 10. Mai 2023 um 18 Uhr.
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Die Teilnahme ist kostenlos.
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Der Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - bietet seit 1964 Fortbildung und Vernetzung in real und digital mit den Schwerpunkten Archiv, Bibliothek, Dokumentation, Information und Kultur in der Region Stuttgart.
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Information und Anmeldung:
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Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - (www.aki-stuttgart.de)
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Karl Dietz, Dipl.-Dokumentar (FH), Mobil 0172 / 768 7976, E-Mail karl.dz@gmail.com
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(1) Fotos vom Mahnmal:
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http://karldietz.blogspot.com/2010/05/mahnmal-in-hailfingen.html
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===Wanderausstellung über Bücherverbrennungen ===
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Eine Foto-Wanderausstellung über die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Jahr 1933 ist ... in Göttingen zu sehen. Die Schau "Verbrannte Orte - Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennung" werde mit einer eigens entwickelten Tafel auch auf die Göttinger NS-Studentenschaft als treibende Kraft der Geschehnisse eingehen, teilten die Initiatoren am Dienstag mit.  
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Die Ausstellung ist bis zum 7. Februar in den Berufsbildenden Schulen II zu sehen.
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Kurator Jan Schenck zeige die Geschichte und Gegenwart der Bücherverbrennungen anhand der Orte ihres Geschehens.
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Sendebezug: | 02.01.2024 19:00 | NDR 1 Niedersachsen
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https://www.ndr.de/kultur/Ausstellung-ueber-Buecherverbrennungen-kommt-nach-Goettingen,kulturkurzmeldung4538.html
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120124 via alerts
...
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Einführung: Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatl. Bibliothek
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Zur Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ macht die Wanderausstellung „Verbrannte Orte“ in Göttingen Station: In ihr wird anhand der Orte ihres Geschehens die Geschichte und die Gegenwart der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen dokumentiert. Zu sehen ist die Ausstellung in den Räumen der BBS II, wo auch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“ angesiedelt ist. Zur Eröffnung der Chronik über die „verbrannten Orte“ am vergangenen Sonntag sprach Tina Fibiger mit Kurator Jan Schenk über die fotografische und dokumentarische Spurensuche.
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https://www.stadtradio-goettingen.de/beitraege/kultur/wanderausstellung_verbrannte_orte__orte_der_nationalsozialistischen_buecherverbrennung__gespraech_mit_kurator_jan_schenck
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120124 via alerts
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https://www.ebw-regensburg.de/verbrannte-buecher-verbannte-dichter-38097
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* neue termine gerne an mich = karl dietz
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=== Berlin - 07.05.2019===
 
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Lesung aus Verbrannten Büchern II
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Anlässlich des 86. Jahrestages der Bücherverbrennungen veranstaltet die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz erneut eine Lesung aus Verbrannten Büchern – in diesem Jahr aufgrund des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ ausschließlich aus Büchern von Frauen.
 
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Es lesen die Schriftstellerinnen Ursula Krechel, Inger-Maria Mahlke und Anke Stelling sowie die Verlegerinnen Britta Jürgs und Nora Pester aus Werken von
 
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Vicki Baum, Gina Kaus, Maria Leitner, Gabriele Tergit und Clara Zetkin
 
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Dr. Ruth Preusse und Monika Sommerer (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz) führen in Leben und Werk der „verbrannten“ Autorinnen ein.
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===[[2020]] - AKI-Treff am 10.05.2020, 13 Uhr ===
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Gedenken an die Bücherverbrennungen in 1933====
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In der Pause wird ein Umtrunk auf der Bibliotheksterrasse angeboten. Der Buchladen zur schwankenden Weltkugel ist mit einem Büchertisch vertreten.
 
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Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
 
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Wann? Dienstag, 7. Mai 2019, 18 Uhr
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===Bericht zum AKI-Termin in 2019===
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Gedenken an die Bücherverbrennungen in 1933====
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Wo? Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Am Großen Wannsee 56-58, 14109 Berlin.
 
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Eintritt frei, Anmeldung erforderlich: veranstaltungen@ghwk.de
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Herrenberg - 10.05.2019===
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1004 via fb
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Beim AKI-Treff am Freitag, 10.05.2019,
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zum Gedenken an die Bücherverbrennungen im Mai 1933
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am Mahnmal der Gedenkstaette Hailfingen Tailfingen
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war das Wetter zwar kühl aber meist trocken und zum Ende hin sogar sonnig.
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Damals in 1933 brannten bei der
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„Aktion wider den undeutschen Geist“
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viele Scheiterhaufen in deutschen Städten
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und das vermeintlich »schädliche undeutsche Schrifttum« 
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landete im Feuer.
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===Salzburg - 30.04.2019===
 
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In Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung vom 30. April 1938 durch die Nationalsozialisten auf dem Residenzplatz setzt die Initiative "Freies Wort" am 30. April 2019 in Kooperation mit zahlreichen Institutionen und mit Unterstützung der Kulturabteilungen von Stadt und Land Salzburg ein Zeichen gegen Intoleranz und für Mitsprache und Solidarität.
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Bücher der verbrannten Autoren Bert Brecht, Sigmund Freud, Erich Kästner
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u.a. waren expemplarisch vor Ort
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(s. Foto)
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Gelesen wurden einige Texte und Gedichte in Erinnerung an diese dunkle Zeit der deutschen Geschichte.
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1203 via fb
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Zum Beispiel die Zeilen von Erich Kästner,
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der in Berlin bei der Verbrennung seiner Bücher persönlich anwesend war:
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"Und im Jahre 1933 wurden meine Bücher in Berlin,
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auf dem großen Platz neben der Staatsoper,
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von einem gewissen Herrn Goebbels mit düster feierlichem Pomp verbrannt.
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Vierundzwanzig deutsche Schriftsteller,
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die symbolisch für immer ausgetilgt werden sollten,
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rief er triumphierend bei Namen.
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Ich war der einzige der Vierundzwanzig,
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der persönlich erschienen war,
 +
um dieser theatralischen Frechheit beizuwohnen."
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===«Als die Bücher brannten» - 08.05. in Hamburg===
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Ebenso die oft zitierten und prophetischen Zeilen
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von Heinrich Heine aus seinem Drama Almansor (1823):
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An drei Abenden beschäftigt sich der Hamburger [[VHS]]-Kurs von Dr. Klaus Weber mit in der NS-Zeit verfemten Autoren und ihren Büchern: 16.04.19 - 07.05.19 + Lesung 08.05.19: https://www.vhs-hamburg.de/kurs/als-die-bucher-brannten/296161
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"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
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verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen."
-
0404 via fb
 
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Am Kaiser-Friedrich-Ufer, wo am 15. Mai 1933 NS-Studentenorganisationen und Burschenschaften die Bücher „verfemter“ Autoren verbrannten, findet jedes Jahr eine öffentliche Lesung statt. An drei Abenden wollen wir uns mit in der NS-Zeit verfemten Autoren und ihren Büchern beschäftigen und Passagen auswählen, die wir dann selbst am Kaiser-Friedrich-Ufer vortragen.
+
Weitere Gedichte, Texte und Zitate im AKI-wiki auf der Seite
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wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/1933.
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0404 via site
+
Auch wenn die Resonanz auf den Termin nicht hoch war,
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ist eine Wiederholung im nächsten Jahr geplant.
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===Schw. Gmünd - 04.04.2019===
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AKI2020 via jitsi
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freejitsi01.netcup.net/AKI2020
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Eintritt frei
 
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Kulturbetrieb ZAPPA (Schwäbisch Gmünd)
 
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DIE VERBRANNTEN DICHTER
 
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Lesung / Ausstellung / Installation
 
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Start der Lesung 20 Uhr (ca. 1h)
 
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... um Reservierung wird gebeten unter:
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Hamburg - 05.2020===
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Telefonisch: 07171-1840629 oder per Mail: hallo@kulturbetrieb-zappa.org
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«Als die Bücher brannten»
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Carlos Steybe wird am Donnerstag 04.04.2019 im Kulturbetrieb ZAPPA in Schwäbisch Gmünd das Buch “Die verbrannten Dichter” (Text von Jürgen Serke, Bilder von Wilfried Bauer, Verlag Beltz & Gelberg, 1977) vorstellen. Dieses Buch, das von Poeten, Dichtern und Autoren erzählt, die während der Nazi-Zeit verfolgt und auch in Konzentrationslagern ermordet wurden, und deren Bücher öffentlich verbrannt worden waren, begleitet Carlos Steybe schon seit Langem. Angesichts der rechtspopulistischen Bewegungen in ganz Europa hat dieses Buch für ihn neue Bedeutung gewonnen. Er wird Auszüge aus dem Werk verschiedener Autoren vorlesen und die Künstler kurz vorstellen. 
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s.a.
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Parallel gibt es zu einigen Künstlern aus dem Buch eine kleine Ausstellung bzw. werden einige Biografien präsentiert und einige Ausgesuchte etwas intensiver beleuchtet. Die kleine Ausstellung kann vor und nach der Lesung im ZAPPA in Augenschein genommen werden.
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Verbrannte Bücher & Autoren Hamburgs===
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Buchpremiere & Lesung 15.5. 19h Abaton:
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https://blog.sub.uni-hamburg.de/?p=22697
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Carlos Steybe ist 60 Jahre alt, lebt in Waldau bei Schwäbisch Gmünd, arbeitet hier als Schreinermeister, ist ein großartiger Koch und gleichzeitig auch Mitglied im Gmünder Kunstverein Sandtogether e.V.. Er hat lange in Colorado, USA gelebt, dort seine Erfahrungen als Deutscher Ausländer gemacht. Er hat dort sein Psychologie-Studium abgeschlossen und wird von seiner persönlichen Konfrontation mit dem Judentum erzählen.
 
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Die Collage zum Artwork des Events stammt von Vreni Krieger.
 
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Dieses Projekt findet statt im Rahmen der Kampagne "Pro Solidarität & Vielfalt" der Kulturschaffenden Gmünds. #provielfaltsolidaritaet
 
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0304 via fb
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===Berlin - 05.2020 -- "ein Ort zum Lesen"
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===verbrannte-orte.de auf der Leipziger Buchmesse===
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Dafür werden 50 Stühle und Bücher aufgestellt mit jeweils einem Buch
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um die Erinnerung an die von der Bücherverbrennung betroffenen Autoren und Autorinnen wach zu halten.  
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Die Farben der Stühle– Rot, Orange und Grau– stehen dabei symbolisch für Feuer und Asche.
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https://blog.verbrannte-orte.de
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https://www.berlin.de/tourismus/insidertipps/3054987-2339440-bebelplatz-wo-die-nazis-buecher-verbrann.html
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100219 via site
 
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Kultur-Zahlen
+
[[2019]]==
-
1933
+
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Rund 100 Orte, an denen im Jahr 1933 Bücher verbrannt wurden, sind auf der interaktiven Karte im Onlineatlas des Fotografen Jan Schenck markiert. Einige dieser "verbrannten Orte" hat er selbst besucht und dort fotografiert, zur Dokumentation: virtuelle Gedenktafeln.
+
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freiepresse.de, verbrannte-orte.de
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060319 via kulturimweb KW10/2019
 
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===Buch über die "Bibliothek der verbrannten Bücher" - 06.02. - UB Augsburg===
 
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Am 6. Februar 2019 präsentiert die UB Augsburg ihr Buch über die "Bibliothek der verbrannten Bücher" (Sammlung Georg P. Salzmann).
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Fellbach - 10.05.2019 ===
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Lesung aus verbrannten Büchern.  
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https://www.stadtmarketing-fellbach.de/veranstaltungen/veranstaltungen-der-mitglieder/
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Als Sammlung mehrerer tausend Erstausgaben, deren Autorinnen und Autorin von 1933 bis 1945 verboten und verfemt waren, steht die Augsburger „Bibliothek der verbrannten Bücher“ für die Produktivität (jüdisch-)deutscher Literatur trotz Nationalsozialismus, Vertreibung und Exil.
 
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Am 6. Februar 2019 präsentiert die Universitätsbibliothek Augsburg von 12.00 bis 13.30 Uhr ihr Buch über diese besondere Sammlung. Begleitet wird die Buchvorstellung von zwei Vorträgen der Historikerin Sophia Dafinger und der Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow.
 
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Jahrzehntelang hatte Georg P. Salzmann (1929-2013) aus Gräfelfing die Erstausgaben von Werken der im NS-Staat verfemten Autorinnen und Autoren gesammelt. 2009 kaufte die Universitätsbibliothek Augsburg seine Sammlung an.
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„Der organisierte Wahnsinn ist die größte Macht der Welt“
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Gerhard Hauptmann
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Die Neuerscheinung bietet einen grundlegenden Überblick über die „Sammlung Salzmann“, über ihren Gehalt und ihr Potenzial für Forschung, Lehre und Bildungsarbeit.
 
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Acht Fachbeiträge
 
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Augsburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Universitätsbibliothek haben den Band gemeinsam erarbeitet. Am Anfang steht ein umfangreicher Beitrag „Bücher –Werke – Schicksale“ über die wichtigsten Autorinnen und Autoren. Ein Kurzporträt des Sammlers und ein Bericht über den Ankauf schließen sich an, gefolgt von acht Fachbeiträgen über ausgewählte Persönlichkeiten, Sammlungsteile und Forschungszusammenhänge – von Bertolt Brecht im Exil bis hin zur Buchgestaltung der 1930er Jahre. Zum Schluss skizzieren die Herausgeber Dr. Andrea Voß, Dr. Gerhard Stumpf und Dr. Ulrich Hohoff die bereits erfolgte und die zukünftige Arbeit mit der Sammlung in Augsburg.
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Anspruchsvolle Gestaltung
 
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Für die professionelle Buchgestaltung konnte die Universitätsbibliothek den Typographen Professor Michael Wörgötter von der Gestaltungsfakultät der HAW Augsburg als Partner gewinnen. Das Layout ist das Ergebnis eines Wettbewerbs unter Wörgötters Studentinnen und Studenten und wurde von drei jungen Gestalterinnen final umgesetzt. Die Herstellungskosten wurden von einem Mäzen finanziert.
 
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Kann man Bücher verbrennen?
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===='''Heinrich Heine'''====
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Die Präsentation des Bandes am 6. Februar 2019 von 12.00 bis 13.30 Uhr im 1. OG der Zentralbibliothek der UB Augsburg (Gebäude E, Universitätsstraße 22, 86159 Augsburg) wird begleitet von zwei Vorträgen:
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Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
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verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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Die Historikerin Dr. Sophia Dafinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, skizziert unter dem Titel „Demokratie in Flammen“ die Hintergründe, Akteure und Ereignisse der NS-Bücherverbrennungen im Jahr 1933.
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Heinrich Heine: Almansor (1823)
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Die Frage „Verfemt, verbrannt, vergessen? Kann man Bücher verbrennen?“ diskutiert anschließend die Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mir dem Schwerpunkt Ethik) ausgehend von Marta Minujíns „Parthenon der Bücher“ (documenta 2017).
 
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Das Publikum ist anschließend herzlich eingeladen, mit den Herausgebern und Vortragenden in eine offene Diskussion zu treten.
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...
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Die Präsentations-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist zugleich ein Beitrag zum Begleitprogramm zur Kunstinstallation „1933“ von Ramesch Daha (Wien) im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg Schwaben (JKMAS).
 
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Die Installation ist dort (Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg) noch bis zum 24. Februar 2019 zu sehen.
 
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Wissenschaftliche Ansprechpartner:
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===='''Erich Kästner'''====
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• Dr. Ulrich Hohoff
+
Und im Jahre 1933 wurden meine Bücher in Berlin,
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Telefon 0821/598-5300, ulrich.hohoff@bibliothek.uni-augsburg.de
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auf dem großen Platz neben der Staatsoper,
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von einem gewissen Herrn Goebbels mit düster feierlichem Pomp verbrannt.  
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Vierundzwanzig deutsche Schriftsteller,  
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die symbolisch für immer ausgetilgt werden sollten,
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rief er triumphierend bei Namen.  
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Ich war der einzige der Vierundzwanzig,
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der persönlich erschienen war,
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um dieser theatralischen Frechheit beizuwohnen.
-
• Dr. Andrea Voß
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s.a.
-
Telefon 0821/598-5300, andrea-voss@bibliothek.uni-augsburg.de
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Originalpublikation:
 
-
Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Die Sammlung von Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg. Hrsg. von Andrea Voß, Gerhard Stumpf und Ulrich Hohoff. München: Allitera Verlag 2019. 204 Seiten. ISBN: 978-3-96233-107-8. Preis: 24,90 Euro
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„Das blutige Rot der Scheiterhaufen ist immergrün. Einen dieser Scheiterhaufen haben wir, mit bloßem Auge, brennen sehen. […] Ich hatte angesichts des Scheiterhaufens nicht aufgeschrien. Ich hatte nicht mit der Faust gedroht. Ich hatte sie nur in der Tasche geballt. Warum erzähle ich das? […] Weil, immer wenn von der Vergangenheit gesprochen wird, auch von der Zukunft die Rede ist. […] Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.“
-
Ab Frühjahr 2020 wird der bei Allitera (München) verlegte Band auch als kostenfreies E-Book über den Publikationsserver OPUS der Universität frei zugänglich sein.
+
Erich Kästner in Hamburg 1958 zur 25. Wiederkehr der nationalsozialistischen Bücherverbrennung von 1933
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april20
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http://www.literaturhaus-salzburg.at/content.php?id=186&programmdetail=7929&mm_id=90&mmm_id=97
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Weitere Informationen:
 
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http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/de/sondersammlungen/salzmann – Weitere Informationen zur "Bibliothek der verbrannten Bücher"
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...
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http://www.bbc.com/culture/story/20190117-the-library-of-forbidden-books – BBC-Beitrag zur "Bibliothek der verbrannten Bücher" (17.1.2019, 3:40):
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Ich stand vor der Universität eingekeilt zwischen Studenten in SA-Uniform, sah unsere Bücher in die zuckenden Flammen fliegen und hörte die schmalzigen Tiraden des kleinen abgefeimten Lügners. Begräbniswetter hing über der Stadt. Es war widerlich. E.Kästner: Bücherverbrennung 1933
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http://www.jkmas.de/2018/09/1933/ – zur Installation "1933" von Ramesch Daha, Wien, im JKMAS
 
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https://idw-online.de/de/news709644
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...
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==2018==
 
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===='''[[Oskar Maria Graf]]: Verbrennt mich!'''====
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===Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus===
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Wie fast alle links gerichteten, entschieden sozialistischen Geistigen in Deutschland, habe auch ich etliche Segnungen des neuen Regimes zu spüren bekommen: Während meiner zufälligen Abwesenheit aus München erschien die Polizei in meiner dortigen Wohnung, um mich zu verhaften. Sie beschlagnahmte einen großen Teil unwiederbringlicher Manuskripte, mühsam zusammengetragenes Quellenstudienmaterial, meine sämtlichen Geschäftspapiere und einen großen Teil meiner Bücher. Das alles harrt nun der wahrscheinlichen Verbrennung. Ich habe also mein Heim, meine Arbeit und – was vielleicht am schlimmsten ist – die heimatliche Erde verlassen müssen, um dem Konzentrationslager zu entgehen.
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Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennungen haben die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin gemeinsam eine Sonderausstellung erarbeitet, die den Einfluss der NS-Diktatur auf das Bibliothekswesen in den Blick nimmt. 
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Die schönste Überraschung aber ist mir erst jetzt zuteil geworden: Laut „Berliner Börsenkurier“ stehe ich auf der weißen Autorenliste des neuen Deutschland und alle meine Bücher, mit Ausnahme meines Hauptwerkes „Wir sind Gefangene“, werden empfohlen! Ich bin also dazu berufen, einer der Exponenten des „neuen“ deutschen Geistes zu sein!
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Exemplarisch werden sieben ganz unterschiedliche Bibliotheken bzw. Bibliothekstypen aus Berlin auf ihre Rolle hinsichtlich verbotener, konfiszierter und geraubter Bücher und Bestände hin untersucht: Welche Sammlungen wurden von den Nationalsozialisten zerschlagen, welche Einrichtungen geschlossen? Was geschah mit verbotener Literatur in Volksbüchereien und wie ging man in wissenschaftlichen Bibliotheken damit um? Welche Wege nahm das Raubgut von Verfolgten, wer hat davon profitiert?  Auch die Ausgrenzung von Nutzerinnen und Nutzern sowie die Entlassung und Diskriminierung von Bibliothekspersonal kommen zur Sprache.
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Vergebens frage ich mich, womit ich diese Schmach verdient habe.
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Zum Konzept gehörte, in den ausgewählten Bibliotheken Ansprechpartnerinnen und -partner zu finden, die die NS-Geschichte ihrer Einrichtung unter besonderen Gesichtspunkten zu beleuchten bereit waren. In der Zusammenschau ist so ein Überblick und Einstieg in dieses vielschichtige Thema entstanden.
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Das dritte Reich hat fast das ganze deutsche Schrifttum von Bedeutung ausgestoßen, hat sich losgesagt von der wirklichen deutschen Dichtung, hat die größte Zahl ihrer wesentlichsten Schriftsteller ins Exil gejagt und das Erscheinen ihrer Werke in Deutschland unmöglich gemacht. Die Ahnungslosigkeit einiger wichtigtuerischer Konjunkturschreiber und der hemmungslose Vandalismus der augenblicklich herrschenden Gewalthaber versuchen all das, was von unserer Dichtung und Kunst Weltgeltung hat, auszurotten, und den Begriff „deutsch“ durch engstirnigsten Nationalismus zu ersetzen. Ein Nationalismus, auf dessen Eingebung selbst die geringste freiheitliche Regung unterdrückt wird, ein Nationalismus, auf dessen Befehl alle meine aufrechten sozialistischen Genossen verfolgt, eingekerkert, gefoltert, ermordet oder aus Verzweiflung in den Freitod getrieben werden!
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Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2018 in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zu sehen und wird dann an andere Orte wandern.
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Und die Vertreter dieses barbarischen Nationalismus, der mit Deutschsein nichts, aber auch schon gar nichts zu tun hat, unterstehen sich, mich als einen ihrer „Geistigen“ zu beanspruchen, mich auf ihre sogenannte weiße Liste zu setzen, die vor dem Weltgewissen nur eine schwarze Liste sein kann!
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Die dazugehörige Katalogbroschüre "Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus" (46 Seiten, ISBN 978-3-00-059590-5) kann für 7 Euro (zzgl. Versandkosten) unter: info@aktives-museum.de<mailto:info@aktives-museum.de> bestellt werden
+
Diese Unehre habe ich nicht verdient!
 +
Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!
 +
Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selber wird unauslöschlich sein, wie eure Schmach!
 +
 +
(Alle anständigen Zeitungen werden um Abdruck dieses Briefes ersucht. Oskar Maria Graf.)
 +
 +
 +
In: Arbeiter-Zeitung. Wien. Freitag, 12. Mai 1933
 +
http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/1562
 +
 +
 +
...
 +
 +
 +
===='''[[Bert Brecht]] - Die Bücherverbrennung'''====
 +
 +
 +
<pre>
 +
 +
Als das Regime befahl,
 +
Bücher mit schädlichem Wissen
 +
Öffentlich zu verbrennen,
 +
und allenthalben
 +
Ochsen gezwungen wurden,
 +
Karren mit Büchern
 +
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen,
 +
entdeckte
 +
Ein verjagter Dichter,
 +
einer der besten,
 +
die Liste der
 +
Verbrannten studierend,
 +
entsetzt, daß seine
 +
Bücher vergessen waren.
 +
Er eilte zum Schreibtisch
 +
Zornbeflügelt,
 +
und schrieb einen Brief an die Machthaber.
 +
Verbrennt mich!
 +
schrieb er mit fliegender Feder,
 +
verbrennt mich!
 +
Tut mir das nicht an!
 +
Laßt mich nicht übrig!
 +
Habe ich nicht
 +
Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt
 +
Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt!
 +
Ich befehle euch,
 +
Verbrennt mich!
 +
 +
</pre>
 +
 +
 +
.
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 +
====Heinrich Mann====
 +
 +
"Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären." (Heinrich Mann, 1871–1950, dt. Schriftsteller)
 +
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====Literatur und Ausstellungen====
 +
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Verbrannt, geraubt, gerettet!
 +
Bücherverbrennungen in Deutschland.
 +
 +
Publikation zur Ausstellung der
 +
Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
 +
anläßlich des 70. Jahrestages der Bücherverbrennung.
 +
Mit Beiträgen von Detlev Brunner, Angela Graf, Erhard Stang, Rüdiger Zimmermann.
 +
 +
PDF, 56 Seiten
 +
http://library.fes.de/pdf-files/bibliothek/01453.pdf
 +
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.
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Schw. Gmünd: Stadtbibliothek: Buchausstellung in 2013
 +
„ … dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“
 +
Gezeigt wird eine Auswahl von Werken der Dichter, deren Bücher 1933 verbrannt wurden.
 +
 +
PDF, 16 Seiten
 +
https://www.schwaebisch-gmuend.de/pressedetails/pressemeldung21923.html
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Zwischen Kontinuität und Singularität - Die Bücherverbrennung 1933  ===
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Ausstellung in der [[BLB]] anlässlich des 75. Jahrestages vom 6. Mai - 5. Juli 2008
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https://web.archive.org/web/20080520015433/http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/2008/buecherverbrennung.php
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Schrift Nr.8 -- Zum 50. Jahrestag der Bücherverbrennung
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Mit Ansprachen von Klaus v. Dohnanyi, Walter Jens und Armin Sandig anlässlich der Gedenkveranstaltung am 10. Mai 1983 im Hamburger Rathaus und einer Dokumentation der Ausstellung über Alfred Kantorowicz. Mit zahlreichen Photographien, Tagebuchauszügen und Briefen aus Schriftwechseln mit Hermann Hesse, Ernest Hemmingway, Heinrich Mann, Arnold Zweig, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann. (1983) 67 Seiten.
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978-3-937038-63-6
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4,00 € inkl. MwSt.
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Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus===
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Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennungen haben die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin gemeinsam eine Sonderausstellung erarbeitet, die den Einfluss der NS-Diktatur auf das Bibliothekswesen in den Blick nimmt. 
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Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2018 in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zu sehen und wird dann an andere Orte wandern.
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Die dazugehörige Katalogbroschüre "Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus" (46 Seiten, ISBN 978-3-00-059590-5) kann für 7 Euro (zzgl. Versandkosten) unter: info@aktives-museum.de<mailto:info@aktives-museum.de> bestellt werden
Ansprechpartnerin: Monika Sommerer, Leiterin der Joseph Wulf Mediothek in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (sommerer@ghwk.de)
Ansprechpartnerin: Monika Sommerer, Leiterin der Joseph Wulf Mediothek in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (sommerer@ghwk.de)
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===Gedenklesung am 11.05. 18h in Regensburg===
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Vor der Lesung wird Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, kurz in die historischen Hintergründe einführen. Zur Lesung erscheint auch eine Broschüre, welche die Ereignisse darstellt. Sie ist kostenfrei bei der Veranstaltung selbst sowie über das Referat für Bildung, Sport und Freizeit der Stadt Regensburg zu beziehen.
 
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http://www.buecherlesung.de/2018/termine_18.htm
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[[DHM]]===
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Stiftung Deutsches Historisches Museum
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Unter den Linden 2 | 10117 Berlin
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http://www.dhm.de
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http://www.dhm.de/ausstellungen
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http://www.facebook.com/DeutschesHistorischesMuseum/
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=== 10.05.2018 in Hagen ===
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====Autor*innen====
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Dekadenz und moralischer Verfall
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Heinrich Heine,
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[[Oskar Maria Graf]],
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[[Bert Brecht]],
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Erich Kästner,
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Ringelnatz,
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Kurt Tucholsky,
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Else Lasker-Schüler,
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Thomas Mann,
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Heinrich Mann,
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Klaus Mann,
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Ernst Gläser
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[[Karl Marx]],
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Sigmund Freud,
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Georg Bernhard,
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Erich Maria Remarque,
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Erich Mühsam,
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Armin T. Wegner, 
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Alfred Kerr,
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Egon Friedell,
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Gertrud Kolmar,
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Gerhard Hauptmann,
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Ödön von Horvàth,
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Mascha Kaleko,
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Selma Meerbaum-Eisinger,
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[[Stefan Zweig]],
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...
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Jack London -- https://www.buecherverbrennung.de/autorinnen-autoren/jack-london/#more-133 --
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...
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u.v.a.
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Zum 85. Jahrestag der Bücherverbrennung
 
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Ringelnatz, Tucholsky, Else Lasker-Schüler, Thomas und Heinrich Mann, Ernst Gläser, Berthold Brecht und Erich Kästner sind nur einige der Autoren, deren Werke 1933 Opfer der nationalsozialistisc­hen Flammen geworden sind. Wir wollen an diesem Abend an sie und andere Schriftsteller erinnern, die in die äußere oder innere Emigration getrieben wurden.  
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Bis zur Machtergreifung hatten sich die großen Intellektuellen, Dichter und Denker der 20er und frühen 30er Jahre regelmäßig im Romanischen Café getroffen, einer Künstlerkneipe am Kurfürstendamm in Berlin. Nach der unfreiwilligen Trennung dieser Künstlerclique hat jeder von ihnen auf seine Weise die Emigration und politischen Ereignisse verarbeitet.
 
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Mit: Birgit Ebbert, Indra Janorschke, Dario Weberg
 
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http://www.theaterandervolme.de
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via
 
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http://www.buecherlesung.de/2018/termine_18.htm
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Petra Oellinger hat eine liste mit _allen_ autoren erstellt.
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http://petra-oellinger.at/salon/buecherverbrennung-exilliteratur
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=== 10.05.2018 in Muenchen ===
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das-blatttchen.de in 2013 zu den buecherverbrennungen
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https://das-blaettchen.de/2013/05/brecht-graf-und-die-buecherverbrennungen-1933-24931.html
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Wir führen die
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Aktion “Bücher aus dem Feuer”
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seit 2005 jedes Jahr durch.
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Auf www.buecherlesung.de führt ein Link zu den Terminen:
 
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http://www.buecherlesung.de/2018/termine_18.htm
 
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gedenkstaettenverbund-gäu-neckar-alb ...
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https://www.gedenkstaettenverbund-gna.org/aktuelles/veranstaltungen/einweihung-des-gedenkpfades am 04.05.2019
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=== Lesung mit Joseph Lorenz am 25.04. in Salzburg===
 
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„… gegen das Vergessen“ - Programm der UB Salzburg im Gedenken an die Bücherverbrennung am 30. April 1938
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http://psb.allegronet.de/rset.php?ufC=PER_brecht,%20bertolt ... 258 doc-s in der [[PSB]] am 240815
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URL      : http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=45955
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Verfasst : April 17, 2018 ...
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Erinnerungspfad „… gegen das Vergessen“
 
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9.4. – 25.5.2018, Hauptbibliothek, Hofstallgasse 2-4
 
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Ausstellung zum Gedenken an die Bücherverbrennung
 
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9.4. – 25.5.2018, Fachbibliothek UNIPARK, Erzabt-Klotz-Str. 1
 
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Restitution an das Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum
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...
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Dienstag, 24. April 2018, 18.00 Uhr
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Universitätsbibliothek Salzburg, Bibliotheksaula/1. Stock, Hofstallgasse 2-4
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Lesung mit Burgschauspieler Joseph Lorenz
 
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Mittwoch, 25. April 2018, 19.00 Uhr Auszüge aus „Hiob. Roman […]
 
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Markus Helmut Lenhart / Birgit Scholz (Hrsg.)
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Was bleibt? Bibliothekarische NS-Provenienzforschung und der Umgang mit ihren Ergebnissen.
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128 Seiten, ISBN: 978-3-902542-55-7, CLIO: Graz 2018, Euro 18,00
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=== Buecherverbrennungen in Vergangenheit und Gegenwart - 19. und 20.04.2018 in Graz===
 
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URL      : http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=45904
 
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Verfasst : April 10, 2018 ...
 
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Nächste Woche wird in Graz im Rahmen eines Symposiums der Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten 1933 und 1938 gedacht:
 
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„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen –
 
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Bücherverbrennungen in Vergangenheit und Gegenwart“
 
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https://static.uni-graz.at/fileadmin/juedischestudien/allgemein/18_cjs_buecherverbrennung_es.pdf
 
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Das Symposium findet von 19. bis 20. April im Veranstaltungsraum der Steiermärkischen Landesbibliothek statt.  
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„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
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verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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Heine ... Drama „Almansor“ (1823) geschrieben und sich auf spanische Autodafés um 1500 bezogen.
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Seine Worte wurden, wie Erich Kästner 1958 anmerkte, „dennoch zur Prophezeiung“.
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===11.04.2018 in Düsseldorf===
 
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Die Düsseldorfer NS-Zeitung „Volksparole“ sprach am 12. und 13. April 1933 von „1000 Jugendlichen in ihren verschiedenen Uniformen“, die an einer „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend gegen die Schundliteratur“ teilnahmen.
 
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Sie waren zuvor per Zeitungsannonce zur Verbrennungsaktion geladen worden. Angehörige der Hitlerjugend und evangelischer Jugendbünde fanden sich am Abend des 11. April 1933, einen knappen Monat vor der reichsweiten Verbrennungsaktion, auf dem Platz vor dem Planetarium (die heutige Tonhalle) ein und verbrannten „undeutsche“ Literatur aus ihren Schulbibliotheken.
 
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Diese Bücherverbrennung bildete nur einen traurigen Höhepunkt im Rahmen der systematischen kulturpolitischen „Säuberung“ durch die Nationalsozialisten in Düsseldorf. Heinrich Heine konnte nicht ahnen, dass einst seine Schriften betroffen sein würden, als er 1821/23 diese Zeilen schrieb: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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Berlin - 07.05.2019===
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Am 11. April 2018 jährt sich der Tag der Bücherverbrennung in
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Lesung aus Verbrannten Büchern – in diesem Jahr aufgrund des Jubiläums „100 Jahre Frauenwahlrecht“ ausschließlich aus Büchern von Frauen.
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Düsseldorf bereits zum 85. Mal. Zum Gedenken lesen in der Rotunde der Tonhalle bekannte Vertreter_Innen des kulturellen Lebens in Düsseldorf, darunter Manni Breuckmann, Josef Hinkel und Jacques Tilly, aus selbst gewählten verbrannten Büchern.
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Dr. Ruth Preusse und Monika Sommerer (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz) führen in Leben und Werk der „verbrannten“ Autorinnen ein.
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Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin
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Begrüßung: Marina Spillner, Bezirksbürgermeisterin.
 
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Moderation: Annette Klinke (Arbeitskreis Erinnerung der Bezirksvertretung 1), Michael Serrer (Leiter des Literaturbüros NRW), Bastian Fleermann (Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf)
 
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Eintritt frei
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Salzburg - 30.04.2019===
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In Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Arbeitskreis Erinnerung der Bezirksvertretung 1
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In Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung vom 30. April 1938 durch die Nationalsozialisten auf dem Residenzplatz setzt die Initiative Freies Wort in Kooperation mit -zig Institutionen und Unterstützung der Kulturabteilungen von Stadt und Land ein Zeichen gegen Intoleranz und für Mitsprache und Solidarität.
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http://www.literaturhaus-salzburg.at/content.php?id=186&programmdetail=7929&mm_id=90&mmm_id=97
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1104 via fb
 
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Weitere Termine waren auf buecherlesung.de===
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www.buecherlesung.de/2019/termine_19.htm
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===verbrannte-orte.de auf der Buchmesse in Leipzig ===
 
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Liebe InetBib LeserInnen,
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s.a.
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schon einmal habe ich mich, vor ein paar Jahren, an euch gewandt um euch
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muenchen-liest-aus-verbrannten-buechern-erinnerung-buecherverbrennung-am-10-mai
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das Projekt "Verbrannte Orte - Onlineatlas der nationalsozialistischen
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https://www.sonntagsblatt.de/artikel/bayern/muenchen-liest-aus-verbrannten-buechern-erinnerung-buecherverbrennung-am-10-mai
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Bücherverbrennungen" vorzustellen.  
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Seitdem ist viel passiert. Der Atlas
 
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ist online, einige Orte sind eingetragen und wir befinden uns
 
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mittlerweile in der Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins.
 
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2018 jähren sich die Bücherverbrennungen zum 85.Mal. Wir haben das Glück
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zB
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dieses Jahr unser Projekt auf der Leipziger Buchmesse vorstellen zu
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können. ...
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https://blog.verbrannte-orte.de
 
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...
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Gersthofen - 11.05.2019 ===
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Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 war der Auftakt zur Vernichtung des Geisteslebens in Deutschland. Erich Pfefferlen, selbst Lyriker und Prosaist, ... 11.5.2019 | 11.00 ... Stadtbibliothek, Gersthofen (bei Augsburg)
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zB
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Bad Aibling - 10.05.2019===
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19 Uhr in der Stadtbücherei
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Michael Stacheder wird aus verschiedenen Werken von [[Stefan Zweig]] lesen. Die Lesung wird von Musik untermalt.
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www.mangfall24.de/region/mangfalltal/bad-aibling-ort28271/aibling-courage-michael-stacheder-liest-werken-stefan-zweig-12177857.html
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zB
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Schw. Gmünd - 04.04.2019===
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DIE VERBRANNTEN DICHTER
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Lesung / Ausstellung / Installation
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“Die verbrannten Dichter” (Text von Jürgen Serke, Bilder von Wilfried Bauer, Verlag Beltz & Gelberg, 1977) 
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Die kleine Ausstellung kann vor und nach der Lesung im ZAPPA in Augenschein genommen werden. 
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Carlos Steybe ist 60 Jahre alt, lebt in Waldau bei Schwäbisch Gmünd, arbeitet hier als Schreinermeister, ist ein großartiger Koch und gleichzeitig auch Mitglied im Gmünder Kunstverein Sandtogether e.V.. Er hat lange in Colorado, USA gelebt, dort seine Erfahrungen als Deutscher Ausländer gemacht. Er hat dort sein Psychologie-Studium abgeschlossen und wird von seiner persönlichen Konfrontation mit dem Judentum erzählen.
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0304 via fb
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Das Mädchen, das mit dem Wind tanzt - Seite 22
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https://books.google.de/books?isbn=3940158054
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Katarzyna Zychla - 2007 - ‎Vorschau - ‎Mehr Ausgaben
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Die Tränen flossen von selbst aus ihren Augen und der Wind trocknete die salzigen Tropfen mit seinem warmen Frühlingsatem. ...  ... „Liebling, möchtest du den Hut haben?” „Ja ...
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Ab morgen werd ich Künstler: Eine Erzählung aus dem Leben Heinrich ...
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https://books.google.de/books?isbn=3863944348
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Brigitte Birnbaum - 2013 - ‎Vorschau ...
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... Ein halbwüchsiges Mädchen, unter einem Hut, den es wohl von seiner Großmutter geerbt hat, kämpft mit dem Wind.
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Flockenträume - Seite 22
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https://books.google.de/books?isbn=3868062629
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Eila Stern - Vorschau
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Das kleine Mädchen sah dem Schneemann prüfend in die schwarzen Kohleaugen.
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„Ja, das ist er!“, lachte es und ... Aber der Wind spielte mit dem Hut.
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2018==
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=== Salzburg===
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http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=45955
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Erinnerungspfad „… gegen das Vergessen“
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9.4. – 25.5.2018, Hauptbibliothek, Hofstallgasse 2-4
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Ausstellung zum Gedenken an die Bücherverbrennung
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9.4. – 25.5.2018, Fachbibliothek UNIPARK, Erzabt-Klotz-Str. 1
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Lesung mit Burgschauspieler Joseph Lorenz
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25. April 2018, 19.00 Uhr Auszüge aus „Hiob. Roman […]
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=== Buecherverbrennungen in Vergangenheit und Gegenwart ===
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- 19. und 20.04.2018 in Graz===
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http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=45904
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Symposium ... Steiermärkische Landesbibliothek
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Jan Schenck
 
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2702 via i.
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Düsseldorf===
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Die Düsseldorfer NS-Zeitung „Volksparole“ sprach am 12. und 13. April 1933 von „1000 Jugendlichen in ihren verschiedenen Uniformen“, die an einer „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend gegen die Schundliteratur“ teilnahmen.
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===Verbrannt. Kabinett Malik - Lesung am 10.05.2017 in Berlin===
===Verbrannt. Kabinett Malik - Lesung am 10.05.2017 in Berlin===
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Am 10. Mai 1933 brennen im ganzen Deutschen Reich Bücher auf den Scheiterhaufen der Nazis. Auch die Malik-Bücher und ihre Autoren landen auf der ersten Schwarzen Liste des "Volksbibliothekars Herrmann", so Becher, Ehrenburg, Groki, Grosz, Majakowski, Plevier uvm. Wir lesen mit Klaus Lederer (Kultursenator), Lea Streisand (Radio Eins), Maik Martschinkowsky (Lesedüne), OL (Karikaurist), Alexander Osang (Spiegel) und vielen weiteren aus dem Fundus der verbrannten Bücher des Malik Verlags.
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Am 10. Mai 1933 brennen im ganzen Deutschen Reich Bücher auf den Scheiterhaufen der Nazis.  
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Auch die Malik-Bücher und ihre Autoren landen auf der ersten Schwarzen Liste des "Volksbibliothekars Herrmann" ...
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "KABINETT MALIK/100 JAHRE MALIK VERLAG", im FMP1 (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin) statt. 84 Jahre nach der Bücherverbrennung hat das MÜNZENBERG FORUM BERLIN die verbotene, verbannte, zerstörte und verbrannte MALIK BIBLIOTHEK mit mehr als 700 Exponaten wieder zusammengeführt und zeigt sie in fast vollständiger Zusammenstellung. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai 2017 zu sehen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "KABINETT MALIK/100 JAHRE MALIK VERLAG", im FMP1 (Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin) statt. 84 Jahre nach der Bücherverbrennung hat das MÜNZENBERG FORUM BERLIN die verbotene, verbannte, zerstörte und verbrannte MALIK BIBLIOTHEK mit mehr als 700 Exponaten wieder zusammengeführt und zeigt sie in fast vollständiger Zusammenstellung. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Mai 2017 zu sehen.
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Das MÜNZENBERG FORUM BERLIN im FMP1
 
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lädt alle Freunde, Interessierten und Neugierigen herzlich ein und
 
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bittet ausdrücklich um Weiterverbreitung dieser Ankündigung.
 
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Der Eintritt ist frei!
 
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heartfield-grosz.berlin/
 
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www.facebook.com/events/1862711863977637/
 
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Münzenberg Forum Berlin
Münzenberg Forum Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
Franz-Mehring-Platz 1
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Interview mit Ulrich Faure, Online-Chefred. beim "Buchmarkt", Autor einer Geschichte des Malik-Verlages (1992):
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Interview mit Ulrich Faure, Online-Chefred. beim "Buchmarkt",  
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Autor einer Geschichte des Malik-Verlages (1992):
<br>Nicht irgendeine Bücherfabrik.  
<br>Nicht irgendeine Bücherfabrik.  
Der Publizist Ulrich Faure über den Malik-Verlag und linken Zeitgeist heute<br>
Der Publizist Ulrich Faure über den Malik-Verlag und linken Zeitgeist heute<br>
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===Gedenklesung am 11.05.2017 in der Stadtbücherei Lüdenscheid===
 
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Schülerinnen und Schüler des Bergstadt-Gymnasiums erinnern mit Lesungen aus den Werken „verbrannter Dichter“ an den Tag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933.
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Sie haben die Nachricht mit dem Betreff ====
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Ein weiteres Mal erinnert die Stadtbücherei Lüdenscheid an den Tag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, als öffentlich zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern verbrannt wurden. Auch der Bestand der Lüdenscheider Volksbibliothek wurde in diesem Zusammenhang dezimiert. Diesmal findet eine Lesung aus den Werken „verbrannter“ Autorinnen und Autoren in Kooperation mit dem Bergstadt-Gymnasium und dem Geschichts- und Heimatverein statt.
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Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 =====
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an die Mailingliste InetBib erfolgreich zurückgezogen.=====
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240420
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===Gedenklesung am 12. Mai 2017 in Regensburg===
 
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Vor 84 Jahren brannten in ganz Deutschland die Scheiterhaufen. Auch in Regensburg gab es auf dem Neupfarrplatz am 12. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, organisiert von der örtlichen Hitlerjugend. Um an die Abkehr Deutschlands von den Idealen einer Kulturnation zu erinnern, wird auch in diesem Jahr wieder eine Gedenklesung am Jahrestag der Ereignisse stattfinden. Gelesen werden Texte zur Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten von namhaften Regensburger Schriftstellern/innen. Die Autoren stellen verfolgte Dichter/innen und Literaten/innen vor und lesen aus ihren oftmals vergessenen Werken.
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...
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Es lesen Autorinnen und Autoren des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di Ostbayern. Elfi Hartenstein, Oliver Machander, Marita A. Panzer sowie als Gast Eva Wanninger, eine Schülerin des Von-Müller-Gymnasiums, stellen vier Autoren vor und lesen aus ihren Werken. Musikalisch umrahmt von Gaby Wahlbrink am Saxophon.
 
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Vor der Lesung wird Dr. Bernhard Lübbers, Leiter der Staatlichen Bibliothek, kurz in die historischen Hintergründe einführen. Zur Lesung erscheint auch eine Broschüre, welche die Ereignisse darstellt. Sie ist kostenfrei bei der Veranstaltung selbst sowie über das Referat für Bildung, Sport und Freizeit der Stadt Regensburg zu beziehen.
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=== Verbrannte Bücher, verbannte & ermordete Autoren Hamburgs===
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Buchpremiere & Lesung 15.5. 19h Abaton:
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https://blog.sub.uni-hamburg.de/?p=22697
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Leipzig,
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10.05.2019
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==="Trotz alledem" – Zum 100. Geburtstag von Ernesto Kroch===
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Mit einer öffentlichen Lesung erinnert der Initiativkreis 9. November an die Bücherverbrennungen und damit an die als jüdisch, marxistisch, pazifistisch, liberal oder auf andere Weise oppositionell wahrgenommenen und verfolgten Autor*innen im NS-Staat.
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Vortrag von Wolfgang Benz und Gespräch mit Eva Weil-Kroch // Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main // Freitag, 10. Februar 2017, 19 Uhr
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Die Lesung von Texten dieser Autor*innen ist ein Plädoyer für gesellschaftliche Vielfalt und gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen, denn: „Freiheit darf kein Privilegium sein“ (Rosa Luxemburg).
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Das Leben von Ernesto Kroch ist auch die Geschichte eines zweifachen Exils. Bereits in früher Jugend in der kommunistischen und antifaschistischen Bewegung aktiv, floh er 1938 über Italien und Frankreich nach Uruguay.
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https://sachsen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/BUW1H/lesezeichen-leipzig-in-erinnerung-an-die-buecherverbrennung
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Im Exil war er weiterhin politisch aktiv, auch nach dem Militärputsch 1973. Die Militärdiktatur zwang Kroch erneut zur Flucht:
 
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Er kehrte 1982 nach Deutschland zurück, ging aber nach dem Ende der Militärdiktatur wieder nach Uruguay. Bis zu seinem Tod 2012 setzte sich Ernesto Kroch aktiv für eine demokratische Gesellschaftsordnung ein. Sein Nachlass befindet sich seit 2016 im Deutschen Exilarchiv 1933–1945.
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Seit heute ist die Sammlung „Jüdische Periodika in NS-Deutschland“ wieder weltweit über unser Online-Angebot abrufbar.  
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Prof. Dr. Wolfgang Benz spricht über das Leben Ernesto Krochs, im Anschluss daran wird es ein Gespräch mit Krochs Witwe Eva Weil-Kroch geben.
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Insgesamt 1.436 Hefte von 26 Periodika wurden digitalisiert und für die Veröffentlichung im Internet lizenziert. Sie stehen als wertvolle Quellen für die Forschung bereit – sind jedoch auch für Journalist*innen, Pädagog*innen und Privatpersonen interessant: https://www.dnb.de/presse
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Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.
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100321 via fb dnb
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...
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== Bücherverbrennung - 10.05.[[1933]] ==
 
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Was riecht eigentlich an Büchern?
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Am 10. Mai 1933, hundert Tage nach Hitlers Machtergreifung, brannten auf Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten die Bücher politisch und rassisch unerwünschter Schriftsteller und Wissenschaftler.  
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Bei alten Büchern macht es der Zerfall von Zellulose und Lignin. Es entstehen flüchtige Aromastoffe, die sich vielleicht auch deshalb so heimelig anfühlen, weil einige auch in der Natur vorkommen - im Wald etwa, beim Zerfall von Holz. Oder ... Furfural in Kornzubereitungen, Kaffee und Vollkornbrot. Anderes duftet nach Vanille oder Bittermandel ...
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220219 via fb
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===Regensburg - 05.2021===
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Verbrannte Bücher – verbannte Dichter
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Gedenklesung am 12. Mai 2021 ab 18 Uhr in der Neupfarrkirche
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====Artikel zu den Bücherverbrennungen via Google news====
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https://news.google.com/stories/CAAqNggKIjBDQklTSGpvSmMzUnZjbmt0TXpZd1NoRUtEd2pRb05XdUJ4RWxiS01UWGhmSFV5Z0FQAQ?ceid=DE:de&oc=3
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==..==
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 +
==..==
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===...===
===...===
===...===
===„... dort, wo man Bücher verbrennt, ===
===„... dort, wo man Bücher verbrennt, ===
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===... verbrennt man auch am Ende Menschen.“  Heinrich Heine===
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===verbrennt man auch am Ende Menschen.“  Heinrich Heine===
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===...===
===...===
===...===
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=== Verboten und verbrannt ===
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=== buecherfrauen.de: Verboten und verbrannt ===
http://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt/
http://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt/
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Verfasst    : Mai 10, 2016 um 9:52 am
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zB
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Die öffentlichen Bücherverbrennungen mit ihren „Feuersprüchen“, bei denen die Bücher ins Feuer geworfen wurden, waren der vorläufige Höhepunkt der vierwöchigen „Aktion wider den undeutschen Geist“, die bereits am 12. April 1933 begonnen hatte. – Eine der Autorinnen, deren Werk während der Zeit des Nationalsozialismus verboten wurde, war Hermynia Zur Mühlen. https://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt-autorinnen-und-die-buecherverbrennungen-hermynia-zur-muehlen/ )
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100521 via fb bf
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zB
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Beitrag      : Verboten und verbrannt – Autorinnen und die Bücherverbrennungen: Alice Berend
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URL          : https://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt-autorinnen-und-die-buecherverbrennungen-alice-berend/
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Verfasst    : 10. Mai 2023 um 10:00
Autor        : Doris Hermanns
Autor        : Doris Hermanns
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Schlagwörter: #bücherverbrennung1933, #lestmehrfrauen, #TagderBücherverbrennung, #verbotenebücher, #verbotenundverbrannt, Alice Berend, Autorin, AvivA Verlag, Berlin
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Schlagwörter: Autorinnen, Bücherverbrennung, Nationalsozialismus
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Vor 90 Jahren – am 10. Mai 1933 fanden die öffentlichen Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten unter dem Motto „Aktion wider den undeutschen Geist“ statt. Diese waren weitgehend organisiert von der Deutschen Studentenschaft, unzählige Bücher wurden dabei verbrannt, die als „zersetzende Schriften“ angesehen wurden. […]
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Am 10. Mai 1933 fanden die öffentlichen Bücherverbrennungen der
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Nationalsozialisten, die gerade erst an die Macht gekommen waren,
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100523 via fb bf
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statt. Diese bildeten zwar den Abschluss der vierwöchigen „Aktion
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wider den undeutschen Geist“, sie waren aber erst der Anfang
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unzähliger Publikationsverbote der folgenden Jahre!
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===      Ein Bibliothekar lieferte die Masterliste ===
===      Ein Bibliothekar lieferte die Masterliste ===
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http://log.netbib.de/archives/2008/05/05/ein-bibliothekar-lieferte-die-masterliste-zur-bucherverbrennung
 
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Wolfgang Herrmann hatte die Vernichtungs-Liste
Wolfgang Herrmann hatte die Vernichtungs-Liste
zusammengestellt, ein Bibliothekar ... von gerade mal 29 Jahren.
zusammengestellt, ein Bibliothekar ... von gerade mal 29 Jahren.
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http://log.netbib.de/archives/2008/05/05/ein-bibliothekar-lieferte-die-masterliste-zur-bucherverbrennung
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>> gearbeitet ... Oskar Maria Graf hat dagegen protestiert ...
>> gearbeitet ... Oskar Maria Graf hat dagegen protestiert ...
>> <http://www.oskarmariagraf.de  ...
>> <http://www.oskarmariagraf.de  ...
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>>
 
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030419 via br link bei georg salzmann
030419 via br link bei georg salzmann
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Liste der verbrannten Bücher  ===
 
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http://www.buecherverbrennung.de
 
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bzw. im Blog https://buecherverbrennung.wordpress.com
 
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===Liste verbotener Autoren ===
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Die Geschichte der Stadtbibliothek Minden von 1906 bis 1945===
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während des Nationalsozialismus
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https://books.google.de/books?isbn=3828890059
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http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_verbotener_Autoren_w%C3%A4hrend_der_Zeit_des_Nationalsozialismus
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Frank Krosta - 1998 - ‎Vorschau ... speziell seite 60 ff ... lt. fussnote 183 waren es drei berliner bib-leute, die die masterlist erstellten. details auf seite 66
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Erfüllungsgehilfen?===
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Erfüllungsgehilfen? Die Rolle der Bibliotheken im Rahmen der Bücherverbrennungen 1933
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in: perspektive-bibliothek.uni-hd.de ... deep link asap ... 160423
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===Liste der verbrannten Bücher  via www.buecherverbrennung.de ===
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https://buecherverbrennung.wordpress.com
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===Petra Oellinger:===
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===Petra Oellinger===
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http://petra-oellinger.at/salon/buecherverbrennung-exilliteratur/
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http://petra-oellinger.at/salon/buecherverbrennung-exilliteratur
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s.a.
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duft::===
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Ab 25.01.2013 ===
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erscheint, anlässlich des Gedenkens an die Bücherverbrennung von 1933, im „Duftenden Doppelpunkt“ eine sechsteilige Beitragsserie. In einer Woche, am Mittwoch, dem 30. Jänner 2013, beginnt das Literaturquiz „80 Jahre Bücherverbrennung 1933“. http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/01/23/literaturquiz-80-jahre-buecherverbrennung/
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>>> am Ende des Krieges in New York einige Bücher im Aurora-Verlag
>>> am Ende des Krieges in New York einige Bücher im Aurora-Verlag
>>> herauszugeben. In den 4 Jahren seines Bestehens publizierte der ELL
>>> herauszugeben. In den 4 Jahren seines Bestehens publizierte der ELL
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>>> 20 Titel in deutscher Sprache in einer Gesamtauflage von 36000 Stück
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>>> 20 Titel in deutscher Sprache in einer Gesamtauflage von 36.000 Stück
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>>> sowie 6 in Spanisch mit insgesamt 18000 Stück. Die Leitung des
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>>> sowie 6 in Spanisch mit insgesamt 18.000 Stück.  
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Die Leitung des
>>> Verlags wurde Walter Janka
>>> Verlags wurde Walter Janka
>>> <http://golm.rz.uni-potsdam.de/Mexiko/Jacob/janka_start.htm>
>>> <http://golm.rz.uni-potsdam.de/Mexiko/Jacob/janka_start.htm>
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=== Alfred Kantorowicz (1899-1979) ===
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=== Alfred Kantorowicz (1899-1979) :: Deutsche Freiheitsbibliothek in Paris===
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Den ersten Jahrestag der Bücherverbrennung nutzt Alfred Kantorowicz, ===
Den ersten Jahrestag der Bücherverbrennung nutzt Alfred Kantorowicz, ===
um in Paris die "Deutsche Freiheitsbibliothek" zu gründen, die bereits am 10. Mai 1934 über 11.000 Bände verfügt. Kantorowicz wird zusätzlich zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Direktor der Freiheitsbibliothek Generalsekretär des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (SDS) in Paris. Bis Kriegsausbruch bleibt die Bibliothek ein geistiges Zentrum der Exilautoren und ihrer verbotenen und verbrannten Bücher. Außerdem bietet sie Journalisten aus aller Welt ein riesiges Archiv über den antifaschistischen Kampf gegen Hitler. Das Archiv diente auch als Grundlage für die Braunbücher. Diese große Unternehmung wurde von Romain Rolland, André Gide, H. G. Wells, Heinrich Mann und vielen weiteren Persönlichkeiten unterstützt. ... www.alfred-kantorowicz.de ... 404 am 191116 ... 837 zeichen incl. blanks.
um in Paris die "Deutsche Freiheitsbibliothek" zu gründen, die bereits am 10. Mai 1934 über 11.000 Bände verfügt. Kantorowicz wird zusätzlich zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Direktor der Freiheitsbibliothek Generalsekretär des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (SDS) in Paris. Bis Kriegsausbruch bleibt die Bibliothek ein geistiges Zentrum der Exilautoren und ihrer verbotenen und verbrannten Bücher. Außerdem bietet sie Journalisten aus aller Welt ein riesiges Archiv über den antifaschistischen Kampf gegen Hitler. Das Archiv diente auch als Grundlage für die Braunbücher. Diese große Unternehmung wurde von Romain Rolland, André Gide, H. G. Wells, Heinrich Mann und vielen weiteren Persönlichkeiten unterstützt. ... www.alfred-kantorowicz.de ... 404 am 191116 ... 837 zeichen incl. blanks.
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=== Georg Salzmann (1929-2013) ===
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=== Georg Paul Salzmann *1929 +2013 ===
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sammelt von den Nazis verbotene Literatur. Exemplare der Bücher, die im Mai 1933 öffentlich verbrannten. Mehr als 10.000 Bände von 80 Autoren. Eine weltweit einzigartige Sammlung, die Forscher aus vielen Ländern anzieht. Besonders wertvoll: handsignierte Erstausgaben von Autoren wie Hermann Kesten und Franz Werfel. Viele von ihnen sind aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwunden.
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sammelte von den Nazis verbotene Literatur.  
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Exemplare der Bücher, die im Mai 1933 öffentlich verbrannten. Mehr als 12.000 Bände von 80 Autoren.  
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Eine weltweit einzigartige Sammlung, die Forscher aus vielen Ländern anzieht. Besonders wertvoll: handsignierte Erstausgaben von Autoren wie Hermann Kesten und Franz Werfel. Viele von ihnen sind aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwunden.
Begonnen hat Salzmann seine Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg: "Ich musste mich mit meiner eignen Vergangenheit auseinander setzen - politisch, aber auch in der Literatur. Und mit der Beschäftigung auf der politischen Ebene kam auch irgendwann die Beschäftigung mit der schöngeistigen Literatur. Das war nicht so gewollt, es kam halt so. Es ist dann mein Leben geworden."
Begonnen hat Salzmann seine Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg: "Ich musste mich mit meiner eignen Vergangenheit auseinander setzen - politisch, aber auch in der Literatur. Und mit der Beschäftigung auf der politischen Ebene kam auch irgendwann die Beschäftigung mit der schöngeistigen Literatur. Das war nicht so gewollt, es kam halt so. Es ist dann mein Leben geworden."
Salzmann sammelt nicht nur. Seit über 25 Jahren arbeitet er ehrenamtlich als Zeitzeuge, erzählt über seine Erlebnisse während der Nazizeit. Er spricht dabei über Werke, die nicht mehr im Lehrplan der Schulen stehen: "Für mich ist es einfach undenkbar, dass es den Nazis mehr als 60 Jahre nach ihrem ruhmlosen Ende möglicherweise doch noch gelingen würde, dass eine ganze Generation der besten deutschen Literatur in Vergessenheit gerät. Über Thomas Mann spricht jeder, über Kafka spricht jeder, aber es gibt eine Unmenge von Autoren - etwa Robert Neumann, Hermann Kesten -, die überhaupt nicht mehr im Bewusstsein der Bevölkerung sind."  
Salzmann sammelt nicht nur. Seit über 25 Jahren arbeitet er ehrenamtlich als Zeitzeuge, erzählt über seine Erlebnisse während der Nazizeit. Er spricht dabei über Werke, die nicht mehr im Lehrplan der Schulen stehen: "Für mich ist es einfach undenkbar, dass es den Nazis mehr als 60 Jahre nach ihrem ruhmlosen Ende möglicherweise doch noch gelingen würde, dass eine ganze Generation der besten deutschen Literatur in Vergessenheit gerät. Über Thomas Mann spricht jeder, über Kafka spricht jeder, aber es gibt eine Unmenge von Autoren - etwa Robert Neumann, Hermann Kesten -, die überhaupt nicht mehr im Bewusstsein der Bevölkerung sind."  
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www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20060618/20060618_4.html ... 404 ...
www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20060618/20060618_4.html ... 404 ...
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www.br-online.de/bayern/einst-und-jetzt/machtergreifung-1933-mai-ID1208253417858.xml ... 404 am 191116
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www.br-online.de/bayern/einst-und-jetzt/machtergreifung-1933-mai-ID1208253417858.xml ...
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Die diffamierten Autoren dem Vergessen entreißen: Das ist das Ziel von Georg P. Salzmann aus Gräfelfing bei München. Innerhalb von 50 Jahren hat er die Werke von über 80 während der Nazi-Zeit verfolgten Autoren gesammelt. Seine "Bibliothek der verbrannten Bücher" umfasst rund 12.000 Bände und besteht größtenteils aus Erstausgaben.
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Am liebsten hätte Salzmann sie im geplanten Ausstellungsbereich am Münchner Königsplatz der Öffentlichkeit präsentiert. Dort aber scheute man die Kosten. Interessiert zeigten sich das Dokumentationszentrum Nürnberg, die Universität Augsburg und ausländische Institutionen. Am 7. Mai 2008 entschied der Kulturausschuss des Bayerischen Landtags, dass die Bibliothek in Augsburg eine dauerhafte Bleibe haben soll.
http://www.br.de/nachrichten/machtergreifung-mai100.html
http://www.br.de/nachrichten/machtergreifung-mai100.html
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Georg P. Salzmann – Wikipedia
Georg P. Salzmann – Wikipedia
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>> Sammlung Salzmann in Augsburg via [[netbib]] ... 12.07.10
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Sammlung Salzmann in Augsburg via [[netbib]] ... 12.07.10
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>> Die 12.000 Bände der “Sammlung Salzmann, Erstausgaben von Autoren der
>> Die 12.000 Bände der “Sammlung Salzmann, Erstausgaben von Autoren der
>> Bücherverbrennungen im Mai 1933, werden gerade von der Augsburger
>> Bücherverbrennungen im Mai 1933, werden gerade von der Augsburger
>> Universitätsbibliothek katalogisiert. [via Augsburger Allgemeine]
>> Universitätsbibliothek katalogisiert. [via Augsburger Allgemeine]
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===Lost Memory - Libraries and Archives destroyed in the 20th Century===
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Lost Memory - Libraries and Archives destroyed in the 20th Century===
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Für die UNESCO hergestellt von Hans van der Hoeven und Joan van Albada. Paris 1996; 71 S. (PDF)
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Für die UNESCO hergestellt von Hans van der Hoeven und Joan van Albada.  
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Paris 1996; 71 S. (PDF)
http://www.ub.uni-dortmund.de/aktuelles/buecherverbrennung.html
http://www.ub.uni-dortmund.de/aktuelles/buecherverbrennung.html
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===Zwischen Kontinuität und Singularität - Die Bücherverbrennung 1933  ===
 
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http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/2008/buecherverbrennung.php
 
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Ausstellung in der [[BLB]] anlässlich des 75. Jahrestages vom 6. Mai - 5. Juli 2008
 
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ausstellung der deutsche-digitale-bibliothek zu verbrannte-buecher in [[1933]]==
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https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/verbrannte-buecher/#s0 ... 130423 via site
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===Die "Arbeiter-Illustrierte-Zeitung" (AIZ) ===
 
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brachte in ihrer Ausgabe Nr. 18 vom 10. Mai 1933, die bereits in Prag erschien, auf ihrer Titelseite John Heartfields Fotomontage "Durch Licht zur Nacht": Im Hintergrund ist das Reichstagsgebäude, aus dem die Flammen schlagen, zu erkennen, im Vordergrund steht Joseph Goebbels neben einem Haufen brennender Bücher.
 
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Wie auf dem Berliner Opernplatz, so wurde in vielen anderen deutschen Universitätsstädten am 10. Mai 1933 "undeutsches Schrifttum" verbrannt. Diese makabren Veranstaltungen waren nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Höhepunkt der Kampagne "Wider den undeutschen Geist", die vom Hauptamt für Presse und Propaganda der Deutschen Studentenschaft vorbereitet worden war.  
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Teil dieser Aktion waren "Schwarze Listen" für die Säuberung öffentlicher und privater Bibliotheken von "zersetzendem Schrifttum", aber auch Veröffentlichungen in der Tagespresse mit Namen "nicht tragbarer" Autoren sowie die Nennung der Plätze für die nächtlichen Verbrennungen. Von "Feuersprüchen" begleitet wurden Werke von Philosophen, Wissenschaftlern, Lyrikern, Romanautoren wie politischen Schriftstellern den Flammen übergeben.
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=== Bibliothek der verbrannten Bücher ===
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Unter Beteiligung von Rektoren und Professoren verbrannten auf riesigen Scheiterhaufen u.a. die Bücher von [[Karl Marx]], Heinrich Heine (1797-1856), Sigmund Freud, Thomas Mann, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, [[Bert Brecht]], Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky und Alfred Kerr.
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Am 6. Februar 2019 präsentiert die UB Augsburg ihr Buch über die "Bibliothek der verbrannten Bücher" (Sammlung Georg P. Salzmann).
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Als Sammlung mehrerer tausend Erstausgaben, deren Autorinnen und Autorin von 1933 bis 1945 verboten und verfemt waren, steht die Augsburger „Bibliothek der verbrannten Bücher“ für die Produktivität (jüdisch-)deutscher Literatur trotz Nationalsozialismus, Vertreibung und Exil.  
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Am 6. Februar 2019 präsentiert die Universitätsbibliothek Augsburg von 12.00 bis 13.30 Uhr ihr Buch über diese besondere Sammlung. Begleitet wird die Buchvorstellung von zwei Vorträgen der Historikerin Sophia Dafinger und der Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow.
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Jahrzehntelang hatte Georg P. Salzmann (1929-2013) aus Gräfelfing die Erstausgaben von Werken der im NS-Staat verfemten Autorinnen und Autoren gesammelt. 2009 kaufte die Universitätsbibliothek Augsburg seine Sammlung an.
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Die Neuerscheinung bietet einen grundlegenden Überblick über die „Sammlung Salzmann“, über ihren Gehalt und ihr Potenzial für Forschung, Lehre und Bildungsarbeit.
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Acht Fachbeiträge
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Augsburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Universitätsbibliothek haben den Band gemeinsam erarbeitet. Am Anfang steht ein umfangreicher Beitrag „Bücher –Werke – Schicksale“ über die wichtigsten Autorinnen und Autoren. Ein Kurzporträt des Sammlers und ein Bericht über den Ankauf schließen sich an, gefolgt von acht Fachbeiträgen über ausgewählte Persönlichkeiten, Sammlungsteile und Forschungszusammenhänge – von Bertolt Brecht im Exil bis hin zur Buchgestaltung der 1930er Jahre. Zum Schluss skizzieren die Herausgeber Dr. Andrea Voß, Dr. Gerhard Stumpf und Dr. Ulrich Hohoff die bereits erfolgte und die zukünftige Arbeit mit der Sammlung in Augsburg.
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Anspruchsvolle Gestaltung
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Für die professionelle Buchgestaltung konnte die Universitätsbibliothek den Typographen Professor Michael Wörgötter von der Gestaltungsfakultät der HAW Augsburg als Partner gewinnen. Das Layout ist das Ergebnis eines Wettbewerbs unter Wörgötters Studentinnen und Studenten und wurde von drei jungen Gestalterinnen final umgesetzt. Die Herstellungskosten wurden von einem Mäzen finanziert.
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Kann man Bücher verbrennen?
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Die Präsentation des Bandes am 6. Februar 2019 von 12.00 bis 13.30 Uhr im 1. OG der Zentralbibliothek der UB Augsburg (Gebäude E, Universitätsstraße 22, 86159 Augsburg) wird begleitet von zwei Vorträgen:
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Die Historikerin Dr. Sophia Dafinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, skizziert unter dem Titel
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„Demokratie in Flammen“
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die Hintergründe, Akteure und Ereignisse der NS-Bücherverbrennungen im Jahr 1933.
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Die Frage „Verfemt, verbrannt, vergessen? Kann man Bücher verbrennen?“ diskutiert anschließend die Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mir dem Schwerpunkt Ethik) ausgehend von
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Marta Minujíns „Parthenon der Bücher“ (documenta 2017).
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Das Publikum ist anschließend herzlich eingeladen, mit den Herausgebern und Vortragenden in eine offene Diskussion zu treten.
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Die Präsentations-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist zugleich ein Beitrag zum Begleitprogramm zur Kunstinstallation „1933“ von Ramesch Daha (Wien) im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg Schwaben (JKMAS).
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Die Installation ist dort (Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg) noch bis zum 24. Februar 2019 zu sehen.
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Wissenschaftliche Ansprechpartner:
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• Dr. Ulrich Hohoff
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Telefon 0821/598-5300, ulrich.hohoff@bibliothek.uni-augsburg.de
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• Dr. Andrea Voß
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Telefon 0821/598-5300, andrea-voss@bibliothek.uni-augsburg.de
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Originalpublikation:
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Die Bibliothek der verbrannten Bücher.
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Die Sammlung von Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg.
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Hrsg. von Andrea Voß, Gerhard Stumpf und Ulrich Hohoff.
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München: Allitera Verlag 2019. 204 Seiten.
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ISBN: 978-3-96233-107-8. Preis: 24,90 Euro
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Ab Frühjahr 2020 wird der bei Allitera (München) verlegte Band
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auch als kostenfreies E-Book über den Publikationsserver OPUS der Universität frei zugänglich sein. (1)
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Weitere Informationen:
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http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/de/sondersammlungen/salzmann –
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Weitere Informationen zur "Bibliothek der verbrannten Bücher"
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http://www.bbc.com/culture/story/20190117-the-library-of-forbidden-books –
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BBC-Beitrag zur "Bibliothek der verbrannten Bücher" (17.1.2019, 3:40):
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http://www.jkmas.de/2018/09/1933/ –
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zur Installation "1933" von Ramesch Daha, Wien, im JKMAS
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https://idw-online.de/de/news709644
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Bei der "Säuberung" öffentlicher Bibliotheken wurden allein in Berlin bis Ende Mai 1933 rund 10.000 Zentner Literatur beschlagnahmt. Ein Jahr später umfaßten die "Schwarzen Listen" mehr als 3.000 Titel verbotener Bücher und Schriften.
 
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(1)
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https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:384-opus4-496343
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Via
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http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2020/03/04/die-bibliothek-der-verbrannten-buecher-open-access-zugaenglich
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0503 via a.
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Exilpresse digital - Deutsche Exilzeitschriften 1938 - 1945 ===
 
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tinyurl.com/3yg6h5p ... 404 am 030419
 
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==="Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken, ===
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===Arnold Zweig: Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken, ===
bombardiert offene Städte, schießt mit Ferngeschützen oder Fliegerbomben
bombardiert offene Städte, schießt mit Ferngeschützen oder Fliegerbomben
Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den Bücherstapel
Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den Bücherstapel
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Arnold Zweig - Rückblick auf Barbarei und Bücherverbrennung.  
Arnold Zweig - Rückblick auf Barbarei und Bücherverbrennung.  
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Aus: Über Schriftsteller. Berlin und Weimar:
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Aus: Über Schriftsteller. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1967. S. 48
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Aufbau-Verlag, 1967. S. 48
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===Deutsches Exilarchiv 1933-1945===
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===Bonn: Mahnmal zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung===
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... virtuelle Ausstellung "Künste im Exil" ... Aufbau des Netzwerkes "Künste im Exil" ...
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Deutsche Nationalbibliothek
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http://www.dnb.de
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===Bonner Mahnmal zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung===
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Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung in Bonn soll dort bis zum 10. Mai 2013 ein Denk-Mal errichtet werden, welches nicht nur eine Dauerpräsenz auf dem zentralen Rathausplatz gewährleisten wird, sondern in einem interaktiven und sich erneuernden Prozess in mehrfacher Hinsicht in die Stadt, also in ihre Bevölkerung, hineinwirken soll:
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„Im vorhandenen Pflaster des Platzes werden Bronze-Bücher der von den Nationalsozialisten verbrannten Ausgaben verlegt. Die Buchrücken schließen mit der Pflasterung ab. Auf ihnen sind Titel und Autoren der verbrannten Bücher zu lesen. Die zunächst zufällig auftauchenden Lesezeichen im Platz verdichten sich an der Stelle vor der Rathaustreppe wo am 10. Mai 1933 die Bücher verbrannt wurden. Dort ist in Form einer Büchertruhe ein wetterfester Archiv-Behälter eingelassen. Seine Inschrift benennt das Ereignis und die Autoren der verbrannten Bücher. In diesem Archiv werden reale Bücher aus der Bibliothek verbrannter Bücher aufbewahrt.”  
„Im vorhandenen Pflaster des Platzes werden Bronze-Bücher der von den Nationalsozialisten verbrannten Ausgaben verlegt. Die Buchrücken schließen mit der Pflasterung ab. Auf ihnen sind Titel und Autoren der verbrannten Bücher zu lesen. Die zunächst zufällig auftauchenden Lesezeichen im Platz verdichten sich an der Stelle vor der Rathaustreppe wo am 10. Mai 1933 die Bücher verbrannt wurden. Dort ist in Form einer Büchertruhe ein wetterfester Archiv-Behälter eingelassen. Seine Inschrift benennt das Ereignis und die Autoren der verbrannten Bücher. In diesem Archiv werden reale Bücher aus der Bibliothek verbrannter Bücher aufbewahrt.”  
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===Erfüllungsgehilfen?===
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=== Birgit Ebbert, die Initiatorin des Blogs „Bücherverbrennung 1933″ ===
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> http://perspektive-bibliothek.uni-hd.de
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schrieb ihre Dissertation über Erich Kästner. Jenen Mann, der Augen- und Ohrenzeuge wurde, als am 10. Mai 1933 am Opernplatz in Berlin neben vielen anderen auch seine Bücher brannten und er im 2. Feuerspruch genannt wurde: „Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.“ http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/03/02/birgit-ebbert-buecherverbrennung-1933/
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>>    * Europeana und die Deutsche Digitale Bibliothek ([[DDB]]): Bedeutung und
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>> Herausforderung für die deutsche Bibliothekslandschaft
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>>    * Open Access und Lizenzierung am Beispiel der Allianz-Lizenzen
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>>    * Parameter für die Budgetierung von Patron-Driven Acquisition (PDA)
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>>    * Ein neues Aufgabenfeld für Bibliotheken? Virtuelle Forschungsumgebungen
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>> in den Naturwissenschaften am Beispiel des Fachs Physik
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>>    * VD 16, 17 und 18: Retrospektive nationalbibliographische Verzeichnung
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>> vor dem Hintergrund sich verändernder technischer Rahmenbedingungen
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>>    * Lean Library Management
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>>    * Die Bibliothek [[Hartmann Schedel]]s: Sammelleidenschaft und
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-
>> Statusbewusstsein im spätmittelalterlichen Nürnberg
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  * Erfüllungsgehilfen? Die Rolle der Bibliotheken im Rahmen der Bücherverbrennungen 1933
 
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===duft::===
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===Staatliche Bibliothek Regensburg ===
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Ab 25.01.2013 ===
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erscheint, anlässlich des Gedenkens an die Bücherverbrennung von 1933, im „Duftenden Doppelpunkt“ eine sechsteilige Beitragsserie. In einer Woche, am Mittwoch, dem 30. Jänner 2013, beginnt das Literaturquiz „80 Jahre Bücherverbrennung 1933“. http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/01/23/literaturquiz-80-jahre-buecherverbrennung/
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Staatliche Bibliothek, Gesandtenstraße 13, 93047 Regensburg
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http://www.staatliche-bibliothek-regensburg.de
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=== Birgit Ebbert, die Initiatorin des Blogs „Bücherverbrennung 1933″ ===
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Auch in Regensburg gab es auf dem Neupfarrplatz am 12. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, organisiert von der örtlichen Hitlerjugend. Die Ereignisse des Jahres 1933 erscheinen wie ein Fanal für die weitere Entwicklung eines verbrecherischen Regimes. Die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gipfelte in millionenfachem Mord und der Verwüstung nahezu eines gesamten Kontinents. Dabei wirken die Scheiterhaufen in der Rückschau besonders monströs, da die Nachwelt um das anschwellende, sich stetig steigernde Crescendo des Terrors der Nationalsozialisten weiß.
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schrieb ihre Dissertation über Erich Kästner. Jenen Mann, der Augen- und Ohrenzeuge wurde, als am 10. Mai 1933 am Opernplatz in Berlin neben vielen anderen auch seine Bücher brannten und er im 2. Feuerspruch genannt wurde: „Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.“ http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/03/02/birgit-ebbert-buecherverbrennung-1933/
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Und während sich die Bilder und Filmaufnahmen vor allem von der „Aktion wider den undeutschen
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Geist“ auf dem Berliner Opernplatz tief in das Gedächtnis der Deutschen eingegraben haben, dürfte nur wenigen Menschen bewusst sein, dass die Liste, nach welcher etwa die Initiatoren dieser Autodafés vorgingen, von einem Bibliothekar erarbeitet worden war. Nicht zuletzt diese jeglicher bibliothekarischen Berufsethik widersprechende Tatsache war es, welche in der Staatlichen Bibliothek Regensburg den Entschluss reifen ließ, sich der unheilvollen Ereignisse jenes Frühjahrs vor 80 Jahren anzunehmen.
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Schon lange sieht es die Staatliche Bibliothek Regensburg als wichtige Aufgabe an, zusammen mit den Partnern des Evangelischen Bildungswerks und des Verbandes der Schriftsteller Ostbayern die Erinnerung an die Bücherverbrennung des 12. Mai 1933 auf dem Regensburger Neupfarrplatz wachzuhalten.  
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Seit vielen Jahren finden daher rund um den Jahrestag der Ereignisse Lesungen von Texten damals verfemter Autoren in der Bibliothek statt und erinnern so an die Abkehr Deutschlands von den Idealen einer Kulturnation.
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===Gerd Berghofer - Die verbrannten Dichter ===
 
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Werke und Biographien der „verbrannten Dichter“
 
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http://www.gerd-berghofer.de
 
s.a.
s.a.
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10.05.2016
 
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Ort:  Stadtbibliothek
 
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Dozent: Gerd Berghofer
 
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Gebühr:  10,00 €
 
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Büchersprechstunde in der Staatlichen Bibliothek Regensburg
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Die Liste der Autoren, deren Werke am 10. Mai 1933 in die Flammen geworfen wurde, ist lang und mit prominenten Namen bestückt: Karl Marx, Heinrich Mann, dessen Neffe Klaus Mann, Erich Kästner – der einzige übrigens, der der Verbrennung seiner Bücher persönlich beiwohnte - Sigmund Freud, Georg Bernhard, Erich Maria Remarque, Bert Brecht und Tucholsky sind bekannte Beispiele dafür. Doch das Werk einer Vielzahl weiterer Autoren fiel ebenfalls den Flammen zum Opfer, sie sind heute nahezu oder vollständig vergessen. Das Ansinnen der Nazis, diese Autoren aus den Köpfen der Deutschen zu fegen, war damit im Fazit leider überaus erfolgreich, denn wer spricht heute noch von Erich Mühsam, Armin T. Wegner, Oskar Maria Graf und Else Lasker-Schüler? Oder von Alfred Kerr, Egon Friedell, Gertrud Kolmar? Gerd Berghofer nimmt einen Faden auf und zeigt, wie die Bücherverbrennung verlief. Anhand ausgewählter Einzelschicksale schildert er die Folgen dieser schändlichen Aktion. Eine spannende Zeitreise in die Geschichte und Vielseitigkeit der deutschsprachigen Literatur!
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Am Dienstag, 18. Februar 2020 besteht zwischen 14 und 16 Uhr wieder die Möglichkeit, sich in der Staatlichen Bibliothek Regensburg beraten zu lassen. Mit dabei: Antiquar Reinhard Hanausch (Antiquariat Redivivus).
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Wie steht es um das vom Großvater geerbte alte Buch oder um die Goetheausgabe in schönen Ledereinbänden aus den 20er Jahren? Was wohl hinter dem unleserlichen Eintrag in Großmutters Tagebuch oder auf der Rückseite der alten Fotos im Album stecken mag? Sind die oft über Generationen gehüteten Familienschätze heute auch teure, gesuchte Sammlerstücke geworden oder ökonomisch gesehen eher unbedeutend? Um auf solche und ähnliche Fragen Antworten zu erhalten besteht am 18. Februar 2020 wieder die Möglichkeit, solche Familienerbstücke Experten vorzulegen. Der Regensburger Antiquar Reinhard Hanausch (Antiquariat Redivivus) und Bibliotheksleiter Dr. Bernhard Lübbers werden an diesem Tag von 14 bis 16 Uhr vielleicht den einen oder anderen Schatz heben, wahrscheinlich aber auch Träume zerstören müssen.
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Gerd Berghofer wurde 1967 geboren und gerade als Rezitator einem breiten Publikum bekannt. Er steht in einer Reihe mit einer Generation jüngerer Rezitatoren, wie beispielsweise Clemens von Ramin oder Oliver Steller, Lutz Görners Meisterschüler. Berghofers Repertoire erstreckt sich von Wilhelm Busch bis hin zu Edgar Allan Poe. Und so hat sich der gebürtige Mittelfranke den Ruf eines sprachmächtigen Wortkünstlers erarbeitet, der auf Kleinkunstbühnen wie an Schulen, und in Theatern wie in Stadtbibliotheken gleichermaßen zuhause ist.  
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Die Büchersprechstunde wird regelmäßig angeboten. Bibliothekare der Staatlichen Bibliothek helfen zusammen mit Antiquar Reinhard Hanausch bei der näheren Bestimmung von Handschriften und Büchern und beratenzu Fragen des Erhaltungszustandes und der Aufbewahrung. Die Büchersprechstunde ist kostenlos und richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Aus rechtlichen Gründen können grundsätzlich nur unverbindliche Angaben zum Wert von
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Büchern gemacht werden, schriftliche Gutachten sind nicht möglich.
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In Kooperation mit der Stadtbibliothek Herrenberg
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Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 0941- 630806-0 oder per E-Mail an info@staatliche-bibliothek-regensburg.de.
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... www.vhs.herrenberg.de ...  
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080320 via site
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===Staatliche Bibliothek Regensburg ===
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Staatliche Bibliothek, Gesandtenstraße 13, 93047 Regensburg
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===Berlin: Denkmal von Micha Ullman ===
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http://www.staatliche-bibliothek-regensburg.de
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Am 10. Mai 1933 wurden auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin vor großem Publikum tausende Bücher verbrannt. Seit 1947 hält der Gedenktag als Tag des (freien) Buches die Erinnerung aufrecht.
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Am historischen Ort befindet sich heute ein Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullman ... In einem unterirdischen Raum bieten leere Regale Platz für 20.000 Bände – die ungefähre Anzahl der damals verbrannten Bücher.
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Mehr über Bücherverbrennungen in der Geschichte in der Online-Ausstellung "Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“. Die virtuelle Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von der Frühgeschichte bis heute und erzählt Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt: bit.ly/1JPHoLr ‪#‎mediengeschichte‬
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100515 via fb zlb
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=== Magnus Hirschfeld 1868-1935 - Inst. f. Sexualwiss. in Berlin ===
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1933 wurde die Schließung des Instituts für Sexualwissenschaft
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durch die Nationalsozialisten angeordnet, das Institut ab dem 6. Mai
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1933 von Studenten der Hochschule für Leibesübungen geplündert und zerstört.
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Die Institutsbibliothek landete zusammen mit
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einer Büste Magnus Hirschfelds im Feuer der Bücherverbrennung
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auf dem Berliner Opernplatz (Bebelplatz).
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In Paris scheiterte der Versuch Hirschfelds mit dem Arzt Edmond Zammert,
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ein neues Institut (Institut des sciences sexologiques) zu gründen.
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1934 übersiedelte er nach Nizza, wo er am 14.05.1935 an seinem 67. Geburtstag
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starb. Auf seinem Grabstein in Nizza steht sein Lebensmotto: "Per
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scientiam ad justitiam" = "Durch Wissenschaft zur
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Gerechtigkeit" :: "Durch Wissenschaft zur Emanzipation")."
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via wiki p + model2
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Der Sturm auf Magnus Hitrschfelds Institut für Sexualwissenschaft / Herbert Wiesner
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in: ZfG : Zeitschrift für Geschichtswissenschaft ; 51(2003)5, S. 421-429
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Systematik:
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P 100
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A 628
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H 210
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aggb-katalog.de/vufind/Record/laf.15886
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=
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Der Sturm auf Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft / Herbert Wiesner
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in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft : ZfG ; 51(2003)5, S. 421-429
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ISSN: 00442828
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aggb-katalog.de/vufind/Record/hwk.a0014751
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* die beiden aggb-links sind 404 ... 04.2023
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Die Staatliche Bibliothek Regensburg, die Universitätsbibliothek und die Stadtbücherei Regensburg wurden am 21. Juli 2014 von Staatssekretär Bernd Sibler mit dem Gütesiegel „Bibliotheken – Partner der Schulen 2014“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung vergibt das Ministerium an Bibliotheken, die besonders intensiv und beispielhaft mit Schulen zusammenarbeiten. Seit Jahren engagieren sich die Regensburger Bibliotheken für die Vermittlung von Lese-, Bibliotheks-, Medien- und Informationskompetenz in der eigens dafür geschaffenen Arbeitsgemeinschaft „Regensburger Bibliotheken für Schulen“. An den verschiedenen Bibliotheksstandorten wird ganzjährig die Aufgabe verfolgt, Schülerinnen und Schülern die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit Medien und Informationen nahe zu bringen und die Freude am Lesen zu wecken.
 
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040115
 
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6 MAY 1933: LOOTING OF THE INSTITUTE OF SEXOLOGY====
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Vor 82 Jahren brannten in ganz Deutschland ===
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On 6 May 1933, the Institute of Sexology, an academic foundation devoted to sexological research and the advocacy of homosexual rights, was broken into and occupied by Nazi-supporting youth. Several days later the entire contents of the library were removed and burned.
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die Scheiterhaufen. Auch in Regensburg gab es auf dem Neupfarrplatz am 12. Mai 1933 eine Bücherverbrennung, organisiert von der örtlichen Hitlerjugend. Die Ereignisse des Jahres 1933 erscheinen wie ein Fanal für die weitere Entwicklung eines verbrecherischen Regimes. Die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gipfelte in millionenfachem Mord und der Verwüstung nahezu eines gesamten Kontinents. Dabei wirken die Scheiterhaufen in der Rückschau besonders monströs, da die Nachwelt um das anschwellende, sich stetig steigernde Crescendo des Terrors der Nationalsozialisten weiß. Und während sich die Bilder und Filmaufnahmen vor allem von der „Aktion wider den undeutschen
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Geist“ auf dem Berliner Opernplatz tief in das Gedächtnis der Deutschen eingegraben haben, dürfte nur wenigen Menschen bewusst sein, dass die Liste, nach welcher etwa die Initiatoren dieser Autodafés vorgingen, von einem Bibliothekar erarbeitet worden war. Nicht zuletzt diese jeglicher bibliothekarischen Berufsethik widersprechende Tatsache war es, welche in der Staatlichen Bibliothek Regensburg den Entschluss reifen ließ, sich der unheilvollen Ereignisse jenes Frühjahrs vor 80 Jahren anzunehmen. Schon lange sieht es die Staatliche Bibliothek Regensburg als wichtige Aufgabe an, zusammen mit den Partnern des Evangelischen Bildungswerks und des Verbandes der Schriftsteller Ostbayern die Erinnerung an die Bücherverbrennung des 12. Mai 1933 auf dem Regensburger Neupfarrplatz wachzuhalten. Seit vielen Jahren finden daher rund um den Jahrestag der Ereignisse Lesungen von Texten damals verfemter Autoren in der Bibliothek statt und erinnern so an die Abkehr Deutschlands von den Idealen einer Kulturnation.
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The institute was initially occupied by The German Student Union, who were a collective of Nazi-supporting youth. Several days later, on 10 May, the entire contents of the library were removed to Berlin’s Bebelplatz Square. That night, along with 20,000 other books across Germany, they were publicly burned in a symbolic attack by Nazi officials on their enemies.
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===Denkmal von Micha Ullmann in Berlin===
 
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Am 10. Mai 1933 wurden auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin vor großem Publikum tausende Bücher verbrannt. Seit 1947 hält der Gedenktag als Tag des (freien) Buches die Erinnerung aufrecht.
 
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Am historischen Ort befindet sich heute ein Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullman ... In einem unterirdischen Raum bieten leere Regale Platz für 20.000 Bände – die ungefähre Anzahl der damals verbrannten Bücher.
 
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Mehr über Bücherverbrennungen in der Geschichte in der Online-Ausstellung "Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“. Die virtuelle Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von der Frühgeschichte bis heute und erzählt Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt: bit.ly/1JPHoLr ‪#‎mediengeschichte‬ ... 100515 via zlb via fb
 
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Book burning after looting of the Institute of Sexology
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Founded in 1919, the institute had been set up by Magnus Hirschfeld, a world-renowned expert in the emerging discipline of sexology. During its existence, thousands of patients were seen and treated, often for free. The Institute also achieved a global reputation for its pioneering work on transsexual understanding and calls for equality for homosexuals, transgender people and women. Hirschfield himself was a passionate advocate for homosexual rights and had long appealed for the repeal of Paragraph 175, the law that criminalised homosexuality in Germany.
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Aktion 10. Mai in 2013 ===
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Jewish, gay and outspokenly liberal, Hirschfeld was an obvious target for the Nazis, and the seizure and destruction of the institute on 6 May took place only three months after Hitler was made Chancellor of Germany. During the attack and subsequent book burning, Hirschfeld was working in Paris. He saw the burning of his own library in a news report at the cinema. Among the texts thrown onto the bonfire at the Bebelplatz was Heinrich Heine’s Almansor, in which the author noted:
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- 80 Jahre Bu"cherverbrennungen* und Erinnerung an
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heute verfolgte Autoren ...
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http://www.die-anstifter.de
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‘Where they burn books, in the end they will burn humans too’.
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Samstag, 13. April 2019
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After the attack on the institute the Nazis continued their persecution of gay men by expanding and enforcing legislation that criminalised homosexuality. In 1935, just weeks after the death of Hirschfeld in Paris, Paragraph 175 was redrafted to prohibit all forms of male homosexual contact. In total, around 50,000 gay men were detained under these draconian laws. Once confined in jail, they were routinely exposed to inhumane treatment for their sexuality. Around 10,000 to 15,000 were also deported to concentrations camps, where many were forced to wear a pink triangle, and subjected to castration and medical experimentation. Over half of these prisoners would die from the extreme conditions they were subjected to in the camps. Even after the end of the war, Paragraph 175 was not repealed and many gay men remained in prison for years to come.
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Literaturhaus Stuttgart
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Kongress: „Demokratie in der Krise“
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Mit Robert Misik aus Wien,  
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Arno Luik vom STERN,  
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Heiner Busch aus Bern,  
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Dagmar Keller und Jürgen Klaffke
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http://www.die-anstifter.de
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===Selbstverlag im literarischen Leben des Exils in den Jahren 1933-1945 ===
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https://www.hmd.org.uk/resource/6-may-1933-looting-of-the-institute-of-sexology
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Person(en) Shin, Jong-Rak  
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Erscheinungsjahr 2007
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060521 via fb hmd
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Online-Ressource Anmerkungen Langzeitarchivierung gewährleistet
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Hochschulschrift Kassel, Univ., Diss., 2006  
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Persistent Identifier
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Magnus Hirschfeld
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und sein Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933)
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Bis 1933 war Magnus Hirschfeld in Deutschland ein bekannter Name. Sein Institut für Sexualwissenschaft war ein Ort der Forschung und
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Lehre, und der Aufklärung in allen Fragen der Sexualität. Das Institut war auch ein Zufluchtsort und Treff punkt für Menschen, die wegen
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ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität Probleme in und mit der Gesellschaft hatten.
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Als Homosexueller, Sozialdemokrat und wegen seiner Abstammung aus einer jüdischen Familie war Hirschfeld für die Nationalsozialisten ein zentrales Hassobjekt. Seine Bücher wurden verbrannt.
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Der Vortrag gibt einen Einblick in Hirschfelds Leben und skizziert die Bedeutung der Arbeiten seines Instituts für Sexualwissenschaft: Was davon ist heute noch von Interesse?
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Teil der Reihe „Männlichkeit(en)?!“.
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10.02.2022, 19:00 Uhr
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Aalen, Torhaus, Paul-Ulmschneider-Saal
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https://www.vhs-aalen.de/programm/525-C-6221734
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010222 via fb vhs aa
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...
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===Verbrannte Bücher 1933 -- Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung===
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Am 10. Mai 1933 fanden in deutschen Universitätsstädten öffentliche Bücherverbrennungen statt. Sie waren der Höhepunkt der reichsweiten "Aktion wider den undeutschen Geist". Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes warfen die Schriften liberaler, pazifistischer, linker und jüdischer Autorinnen und Autoren in die Flammen und leiteten damit das Ende einer Blütezeit kulturellen Lebens in Deutschland ein.
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Viele der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke dem Feuer zum Opfer gefallen waren, fanden nach 1945 nicht in die öffentliche Wahrnehmung zurück. Dieses Buch bietet – neben kurzen Porträts der 57 ausgewählten Autorinnen und Autoren – jeweils repräsentative Texte. Es soll anregen, in Vergessenheit geratene Werke wieder zu lesen, und an die geistige und literarische Vielfalt erinnern, die die deutsche Kultur vor 1933 geprägt hatte.
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Bundeszentrale für politische Bildung, 2009, 638 Seiten, Euro 4,50.
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Das Buch bietet neben 57 kurzen AutorInnenporträts – jeweils repräsentative Texte. http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/35713/verbrannte-buecher-1933
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...
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Deutschlandweit organisierten Nationalsozialisten diese Feuer ... als „Gesamtaktion“ gegen den intellektuellen „Zersetzungsgeist“.
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...
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buecherlesung.de ===
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Dokumentarfilm DIE ROTE KAPELLE
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Am Freitag, dem 06.05.2022 um 19:30 Uhr zeigt der Joachimsthaler Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0 den Dokumentarfilm „Die Rote Kapelle“ in Anwesenheit von Dr. Hans Coppi Jr., Sohn des ermordeten Ehepaars Hans und Hilde Coppi.
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In Nazideutschland gab es ein Netzwerk von Widerstandskämpfer*innen, das von der Gestapo den Namen „Die Rote Kapelle“ bekam. Die gleiche Bezeichnung erhielt eine Gruppe, die aus Brüssel und Paris die Sowjetunion mit Nachrichten über die kriegerischen Pläne Hitlerdeutschlands versorgte. Nach dem Krieg wurden die Mitglieder der deutschen Gruppe in Westdeutschland oftmals als Vaterlandsverräter diskreditiert.
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Der Dokumentarfilm von Carl-Ludwig Rettinger rollt die spannende, im Kalten Krieg von West und Ost instrumentalisierte Geschichte beider Gruppierungen auf. Er ist den 102 Widerstandskämpfer*innen der Roten Kapelle gewidmet, die hingerichtet wurden, Selbstmord begingen oder in Konzentrationslagern umkamen. Zwei davon waren Hans und Hilde Coppi. Ihr Sohn Dr. Hans Coppi Jr. wird bei der Vorstellung dabei sein.
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DIE ROTE KAPELLE
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Dokumentarfilm
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Deutschland, Belgien, Israel 2020
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FSK ab 12 Jahren
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Länge 122 Minuten
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Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V. ·
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Brunoldstr. 1 · 16247 Joachimsthal ·
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Telefon (033361) 727 366 ·
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https://www.heidekrug.org
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===verbrannte-orte.de ===
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https://blog.verbrannte-orte.de
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100 Orte, an denen im Jahr 1933 Bücher verbrannt wurden,
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sind auf der interaktiven Karte im Onlineatlas des Fotografen Jan Schenck markiert.
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060319 via kulturimweb
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An über 90 Orten fanden in Deutschland im Frühjahr 1933 Bücherverbrennungen statt. Dabei beschränkten sich diese nicht nur auf den 10. Mai 1933, der heute zumeist mit dem Begriff „Bücherverbrennung“ assoziiert wird. Auch vorher und nachher fanden, beispielsweise nach Plünderungen, Bücherverbrennungen statt.
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An kaum einem Ort wird heute an diese Ereignisse erinnert. Das Projekt „Verbrannte Orte“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Orte zu dokumentieren, in einer Online-Karte zu verzeichnen und Hintergrundinformationen zur jeweiligen Bücherverbrennung zu geben. Mit interaktiven Panoramen und Großformataufnahmen werden die Orte in ihrem heutigen Erscheinungsbild gezeigt. Betrachten wir diese Orte anders, wenn wir wissen, was dort passiert ist? Weitere Informationen unter verbrannte-orte.de
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030619 via zkbw
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...
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Moin,
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wir suchen für unsere Bibliothek mit Sekundärliteratur zu den NS Bücherverbrennungen von 1933 die
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"Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" aus dem Metropol Verlag.
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Und zwar aus dem Jahrgang 51 /2003 das Heft 5.
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Leider hat der Verlag auch nur noch ein Exemplar. Hat jemand von euch vielleicht eine Dopplung die er/sie uns zur Verfügung stellen könnte.
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Mit besten Grüßen und Vielen Dank
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Jan Schenck
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041119 via i.
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s.a.
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51. Jahrgang 2003 Heft 5
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INHALT
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Bücherverbrennung Mai 1933 - Geschichte und Wirkung
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Vorbemerkung
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Wolfgang Benz: Mythos und Skandal
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Traditionen und Wirkungen der Bücherverbrennung des 10. Mai 1933
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Johannes Heil: Text, Wahrheit, Macht
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Bücherverbrennungen in Altertum und Mittelalter: eine Skizze
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Herbert Wiesner: Der Sturm auf Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft
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Mona Körte: "Pyrotechniker der Macht"
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Bücherverbrennungen und ihre Wirkung in der Literatur
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Angelika Königseder · Juliane Wetzel: Die "Bilderverbrennung" 1939 - ein Pendant?
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Stefanie Endlich: Erinnerungszeichen und Denkmäler für die Bücherverbrennung
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...
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...
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 +
ZfG 51 (2003), 5. in: H-Soz-Kult, 08.09.2003, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-1095>.
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041119 via hsk
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...
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===Deutsches Exilarchiv 1933-1945===
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Deutsche Nationalbibliothek
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http://www.dnb.de
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===Shin, Jong-Rak: Selbstverlag im literarischen Leben des Exils in den Jahren 1933-1945 ===
 +
Kassel, Univ., Diss., 2006  
urn:nbn:de:hebis:34-2007110119566  
urn:nbn:de:hebis:34-2007110119566  
-
Schlagwörter Deutsche ;
 
-
Exilschriftsteller ; Selbstverlag ; Geschichte 1933-1945 Deutsch ;
 
-
Exilliteratur ; Literarisches Leben ; Geschichte 1933-1945
 
DDC-Notation 070.593 [DDC22ger]  
DDC-Notation 070.593 [DDC22ger]  
http://d-nb.info/986624268
http://d-nb.info/986624268
-
=== verbrannte-orte.de ===
+
<!--
-
Interaktive Panoramen ermöglichen dem Besucher,
+
-
sich den "Verbrannten Orten" zu nähern. Großformataufnahmen rücken
+
-
ausgewählte Perspektiven ins Blickfeld und Texte bieten eine inhaltliche
+
-
Auseinandersetzung.
+
-
http://verbrannte-orte.de ===
+
-
150213 via i
 
-
s.a.
+
"The Nazis kept an eye out for Polish children with Nordic racial characteristics, those among them found to be classified as "racially valuable" were sent from here to the German Reich for adoption and Germanisation to be raised as Germans. Between 12,000 and 13,000 children were forced into passing through the camp. The youngest ones were merely a few months or two years old, while most of them were aged between 8 and 14." (Source = WIKIPEDIA)
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https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10202031389651952&set=a.1191450552072&type=3&theater
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Das Copyright der Fotos dieser Seite liegt bei Jan Schenck. Für eine unkommerzielle Nutzung stehen die Bilder nach Rücksprache kostenlos zur Verfügung. Für eine Nutzung wenden sie sich bitte an picturex@picturex.net
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120420 via fb
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Das Copyright für die Hintergrundtexte liegt bei den genannten Autor_innen. Sollte kein Autor benannt sein liegt das Copyright bei Jan Schenck.
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Die Geodaten des Projektes sind unter der Open Database Lizenz lizenziert.
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Neuer Träger für Verbrannte Orte
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Die "Arbeiter-Illustrierte-Zeitung" (AIZ) ===
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brachte in ihrer Ausgabe Nr. 18 vom 10. Mai 1933, die bereits in Prag erschien, auf ihrer Titelseite John Heartfields Fotomontage "Durch Licht zur Nacht": Im Hintergrund ist das Reichstagsgebäude, aus dem die Flammen schlagen, zu erkennen, im Vordergrund steht Joseph Goebbels neben einem Haufen brennender Bücher.
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Wir haben seit Januar 2015 einen Trägerverein für den Onlineatlas gefunden. Der gemeinnützige Verein “Kommunikationszentrum Meuchefitz e.V.” übernimmt die Trägerschaft für das Projekt. Der Verein ist gemeinnützig, dadurch haben wir jetzt die Möglichkeit Zuwendungsbescheinigungen für Spenden auszustellen. Außerdem haben wir jetzt die Möglichkeit Förderanträge bei Stiftungen oder ähnlichen Institutionen zu stellen.
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[[DHM]]===
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Jürgen M. Brandtner: „Verdammt! Von Papen, Du irrst!“ ... eines möglichen Zeitzeugen - die die Ereignisse des Jahres 1933 von Ende Januar, der Machtübernahme Hitlers und der Nationalsozialisten, bis hin zur (Haupt-) Bücherverbrennung in Berlin im Mai, informativ und unterhaltsam nachzeichnen - erklingen Texte verbrannter Dichter/innen, sowie Originaldokumente jener Tage.
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Stiftung Deutsches Historisches Museum
+
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Unter den Linden 2 | 10117 Berlin
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http://www.dhm.de
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http://www.dhm.de/ausstellungen
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http://www.facebook.com/DeutschesHistorischesMuseum/
+
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===Erich Kästner: Und im Jahre 1933 wurden meine Bücher in Berlin, ===
 
-
auf dem großen Platz neben der Staatsoper, von einem gewissen Herrn Goebbels mit düster feierlichem Pomp verbrannt. Vierundzwanzig deutsche Schriftsteller, die symbolisch für immer ausgetilgt werden sollten, rief er triumphierend bei Namen. Ich war der einzige der Vierundzwanzig, der persönlich erschienen war, um dieser theatralischen Frechheit beizuwohnen." Erich Kästner
 
 +
===Bücherverbrennungen via wiki commons und wikipedia===
-
===[[Oskar Maria Graf]]: verbrennt mich! ===
+
Category:Book_burning_in_art
 +
https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Book_burning_in_art
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s.a.
+
File:Constantine_burning_Arian_books.jpg
 +
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Constantine_burning_Arian_books.jpg
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22.07.2015
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...
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München - Literaturhaus - Salvatorplatz 1
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Veranstaltung Lesung zum 121. Geburtstag
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Die traditionelle alljährliche Geburtstagslesung, heuer unter der Überschrift: "Alles Sichtbare schien selig zu lächeln".
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-
Jürgen Tonkel liest aus "Das Leben meiner Mutter", musikalische Begleitung "Um a Fünferl a Durcheinand".
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Bücherverbrennung_1933_in_Deutschland via wikipedia===
-
Mehr unter: www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/items/3135.html
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http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland
...
...
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http://psb.allegronet.de/rset.php?ufC=PER_brecht,%20bertolt ... 258 doc-s in der [[PSB]] am 240815
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Liste verbotener Autoren ===
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während des Nationalsozialismus
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http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_verbotener_Autoren_w%C3%A4hrend_der_Zeit_des_Nationalsozialismus
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===Volker Weidermann - Das Buch der verbrannten Bücher===
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=== 1933 wurde die Schließung des Instituts für Sexualwissenschaft ===
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Bücherverbrennung in Deutschland, vor 90 Jahren
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durch die
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>> Nationalsozialisten angeordnet, das Institut ab dem 6. Mai
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Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Wie es dazu kam, welche Bücher verbrannt wurden und was mit den Autoren geschah. Nach dem überwältigenden Erfolg von Lichtjahre, seiner kurzen Geschichte der deutschen Literatur nach 1945, wendet Volker Weidermann den Blick zurück auf den Tag, an dem in Deutschland die Bücher brannten. Seine Mission: diese Bücher, diese Autoren dem Vergessen entreißen!
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>> 1933 von Studenten der Hochschule für Leibesübungen
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>> geplündert und zerstört. Die Institutsbibliothek landete zusammen mit
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>> einer Büste [[Magnus Hirschfeld]]s im Feuer der Bücherverbrennung
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>>  <http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland>
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>> auf dem Berliner Opernplatz (Bebelplatz). In Paris
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>> scheiterte der Versuch Hirschfelds mit dem Arzt Edmond Zammert,
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>> ein neues Institut (Institut des sciences sexologiques)
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>> zu gründen.
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>>
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>> 1934 übersiedelte er nach Nizza, wo er 1935 an seinem 67. Geburtstag
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>> starb. Auf seinem Grabstein in Nizza steht sein Lebensmotto: "Per
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>> scientiam ad justitiam" (lateinisch "Durch Wissenschaft zur
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>> Gerechtigkeit", "Durch Wissenschaft zur Emanzipation").
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>> "
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>> via wiki p
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Es wurde angekündigt als »Aktion wider den undeutschen Geist«: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von ...« die einzelnen Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren.
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Am 10. Mai 1933 ===
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Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von dem Bibliothekar Herrmann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann die Scheiterhaufen bedient wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren - und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.
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wurde im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“ in 22 deutschen Universitätsstädten bei groß inszenierten Bücherverbrennungen die Werke sozialistischer, jüdischer und pazifistischer Schriftstellerinnen und Schriftstellern von Vertretern der Studenten- und Professorenschaft und von NS-Organen ins Feuer geworfen.
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Das Ergebnis sind über 100 Lebens- und Werkgeschichten von Schriftstellern, darunter neben Klassikern wie Kästner, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque auch völlig vergessene wie Rudolf Braune, ausländische Autoren wie Ernest Hemingway, und sehr viele, wie z.B. Hermann Essig, die unbedingt wiedergelesen werden sollten.
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Ein Buch über Bücher, Schicksale und ein Land, in dem zuerst Bücher verbrannt wurden und dann Menschen.
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Ladenpreis Deutschland € 18,95
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Passion Projects ... gesehen auf zehnbar.de ... fine word ... 240317 k.
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9783462039627
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KiWi
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===Verbrannte Bücher 1933 ===
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https://www.edition-115.com/news/index.php?rubrik=3&news=797798&typ=1
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Am 10. Mai 1933 fanden in deutschen Universitätsstädten öffentliche Bücherverbrennungen statt. Sie waren der Höhepunkt der reichsweiten "Aktion wider den undeutschen Geist". Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes warfen die Schriften liberaler, pazifistischer, linker und jüdischer Autorinnen und Autoren in die Flammen und leiteten damit das Ende einer Blütezeit kulturellen Lebens in Deutschland ein. Viele der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke dem Feuer zum Opfer gefallen waren, fanden nach 1945 nicht in die öffentliche Wahrnehmung zurück. Dieses Buch bietet – neben kurzen Porträts der 57 ausgewählten Autorinnen und Autoren – jeweils repräsentative Texte. Es soll anregen, in Vergessenheit geratene Werke wieder zu lesen, und an die geistige und literarische Vielfalt erinnern, die die deutsche Kultur vor 1933 geprägt hatte.
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200123 via alerts
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Bundeszentrale für politische Bildung, 2009, 638 Seiten, Euro 4,50.
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Das Buch bietet neben 57 kurzen AutorInnenporträts – jeweils repräsentative Texte. http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/35713/verbrannte-buecher-1933
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Volker Weidermann: Das-buch-der-verbrannten-buecher===
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https://kaffeehaussitzer.de/volker-weidermann-das-buch-der-verbrannten-buecher ... 130519 via fb
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=== www.buecherlesung.de ===
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"Wir führen die Aktion “Bücher aus dem Feuer” seit 2005 jedes Jahr durch. Auf http://www.buecherlesung.de/ führt ein ... Link ... zu ... Terminen der Lesungen aus verbrannten Büchern, Texte zur Auswahl, weiterführende Links zu den “verbrannten” Autoren (soweit vorhanden), eine aktuelle Liste der gemeinfreien Autoren sowie viele weiterführende Links zum Thema Bücherverbrennung."
 
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zB
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===Plakat zur Bücherverbrennung in Heidelberg===
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Theater im Bahnhof Rechberghausen
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Wie in anderen deutschen Städten wurde auch in Heidelberg von der Deutschen Studentenschaft im Frühjahr 1933 eine Kampagne „Wider den undeutschen Geist” durchgeführt. Sie endete am 17. Mai mit einer spektakulären Verbrennung von „jüdisch-marxistischer Zersetzungsliteratur” auf dem Universitätsplatz, die unter der Regie der Heidelberger Studentenschaft stattfand.
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Bahnhofstraße 12
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https://www.ub.uni-heidelberg.de/ausstellungen/juden_unihd2002/sektion-d/174.html
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73098 Rechberghausen
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16.05.2015
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Lesung zum Gedenken der Bücherverbrennung im Mai 1933 durch die Nationalsozialisten mit dem Schauspieler und Autor Jürgen M. Brandtner.
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Eingebettet in die von Jürgen M. Brandtner verfassten fiktiven Tagebuchaufzeichnungen „Verdammt! Von Papen, Du irrst!“ eines möglichen Zeitzeugen - die die Ereignisse des Jahres 1933 von Ende Januar, der Machtübernahme Hitlers und der Nationalsozialisten, bis hin zur (Haupt-) Bücherverbrennung in Berlin im Mai, informativ und unterhaltsam nachzeichnen - erklingen Texte verbrannter Dichter/innen, sowie Originaldokumente jener Tage.
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===www.verbrannte-buecher.de===
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Bildungs- und Informationsportal des Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien. Die hier für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Interessierte aufbereiteten Seiten über die Geschichte und Vorgeschichte der Bücherverbrennungen 1933 in Deutschland wurden in Zusammenarbeit und mit der freundlichen Unterstützung des Instituts für Germanistik der Universität Potsdam, dem Stadtarchiv Münster sowie dem ver.di-Archiv erstellt.
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===Die Geschichte der Stadtbibliothek Minden von 1906 bis 1945===
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incl.
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https://books.google.de/books?isbn=3828890059
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Frank Krosta - 1998 - ‎Vorschau ... speziell seite 60 ff.
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Julius H. Schoeps (Hrsg.); Werner Treß (Hrsg.)
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Verfemt und Verboten. Vorgeschichte und Folgen der Bücherverbrennungen 1933
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Wissenschaftliche Begleitbände im Rahmen der „Bibliothek verbrannter Bücher“. Herausgegeben vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam. Band 2.
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2010, 467 S., mit zahlreichen Abb, Hardcover
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Reihe: Bibliothek Verbrannter Bücher
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ISBN: 978-3-487-14383-5
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Vergriffen. Neuaufl. geplant!
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Vor 90 Jahren karrten Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane Bücher verfemter Autor/-innen zusammen und verbrannten sie auf öffentlichen Plätzen. Franz Kafka, Heinrich Mann, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Nelly Sachs, Vicky Baum, Anna Seghers, Erich Kästner standen u.a. auf den so genannten ›Schwarzen Listen‹, mehr als 300 Autor/-innen, Wissenschaftler/-innen und Philosoph/-innen waren von der faschistischen »Aktion wider den undeutschen Geist« und ihren Folgen betroffen. Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem ehemaligen Berliner Opernplatz und weitere solcher Aktionen folgte wenige Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und stehen im direkten Zusammenhang mit der systematischen Verfolgung von jüdischen, pazifistischen und oppositionellen Menschen. »Es war widerlich«, schrieb Erich Kästner, der bei der Bücherverbrennung in Berlin anwesend war, später: »Es ist ein merkwürdiges Gefühl, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen.« Die Bücher des 1931 verstorbenen Arthur Schnitzler waren ebenfalls betroffen. Unser heutiges #SpecialObject zeigt eine Erstausgabe von Schnitzlers Novelle ›Casanovas Heimfahrt‹ (1918), die bei der Bücherverbrennung vom 10. auf den 11. Mai 1933 auf dem Kieler Wilhelmsplatz gerettet wurde. Lange war das stark beschädigte Buch im Schiller-Nationalmuseum zu sehen. Der damalige DLA-Direktor Bernhard Zeller schrieb in seinen Lebenserinnerungen: »Es lag als Beweis der Schande in unserer ständigen Ausstellung.«
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#OnThisDay #ArthurSchnitzler #ErichKästner #10Mai #Bibliothek
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100523 via fb dla
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Gerd Berghofer - Die verbrannten Dichter ===
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Werke und Biographien der „verbrannten Dichter“
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www.gerd-berghofer.de
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Das war ein Vorspiel nur. Bücherverbrennung Deutschland 1933
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– Voraussetzungen und Folgen.
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Katalog der Ausstellung der Akademie der Künste der DDR,
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8. Mai - 3. Juli 1983).
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In: [[BBP]] Nr. 6/2018===

Version vom 20. Februar 2024, 15:00 Uhr

Inhaltsverzeichnis

1933

Am 30. Januar wird Hitler vom Staatspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt

Am 2. Mai 1933 stürmten die Nazis in ganz Deutschland die Gewerkschaftshäuser

Sie beschlagnahmten gewerkschaftliches Eigentum, misshandelten und verhafteten aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Für viele war dies der Beginn jahrelanger Verfolgung und Unterdrückung. Heute und in Zukunft gilt: Nie wieder Faschismus! https://www.dgb.de/-/fOf

05.2022 via fb


s.a.

2. Mai 1933: Die Zerschlagung der freien Gewerkschaften

Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht ergriffen hatten, begannen sie umgehend mit dem Umbau des Staates. Systematisch bereiteten sie Massenmord und Angriffskrieg vor. Erst warfen sie die Kommunisten und Sozialdemokraten in die Gefängnisse und die ersten KZs, dann beseitigten sie mit der so genannten Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat sowie dem Ermächtigungsgesetz die demokratische Staatsordnung der Weimarer Republik.

Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums markiert die erste Etappe der organisierten Judenverfolgung. Mit der Zerschlagung der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zerstörten die Nazis eines der letzten Bollwerke, das ihrer absoluten Machtergreifung noch hätte im Weg stehen können.

2023 jährt sich die Zerschlagung der deutschen Arbeiterbewegung durch die Nationalsozialisten zum 90. Mal.


130423 via site ... https://www.dgb.de/-/fOf


Am 10. Mai 1933 wurden im Rahmen der „Aktion wider den undeutschen Geist“

in 22 deutschen Universitätsstädten bei groß inszenierten Bücherverbrennungen die Werke von vielen Schriftstellerinnen und Schriftstellern ins Feuer geworfen.

Diese makabren Veranstaltungen waren ... Höhepunkt der Kampagne "Wider den undeutschen Geist", die vom Hauptamt für Presse und Propaganda der Deutschen Studentenschaft vorbereitet worden war.

Teil dieser Aktion waren "Schwarze Listen" für die Säuberung öffentlicher und privater Bibliotheken von "zersetzendem Schrifttum", aber auch Veröffentlichungen in der Tagespresse mit Namen "nicht tragbarer" Autoren sowie die Nennung der Plätze für die nächtlichen Verbrennungen.

Von "Feuersprüchen" begleitet wurden Werke von Philosophen, Wissenschaftlern, Lyrikern, Romanautoren wie politischen Schriftstellern den Flammen übergeben.

Unter Beteiligung und Festreden von Rektoren und Professoren verbrannten auf riesigen Scheiterhaufen u.a. die Bücher von Karl Marx, Heinrich Heine (1797-1856), Sigmund Freud, Thomas Mann, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Bert Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky und Alfred Kerr.

Bei der "Säuberung" öffentlicher Bibliotheken wurden allein in Berlin bis Ende Mai 1933 rund 10.000 Zentner Literatur beschlagnahmt. Ein Jahr später umfaßten die "Schwarzen Listen" mehr als 3.000 Titel verbotener Bücher und Schriften.


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1938

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen

, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Bücherverbrennungen inszeniert. Zugleich markiert der 10. November den Beginn der Massendeportation in die Konzentrationslager. Die Spuren jüdischen Lebens führen heute oft zu Gedenkstätten https://bit.ly/2qwBURl. Erhalten sind einige jüdische Friedhöfe. In den Jahren 1985 bis 1992 ließ das Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg fast alle jüdischen #Grabsteine in Baden-Württemberg fotografisch erfassen und dokumentieren. Der Bestand, heute im Landesarchiv, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, wurde digitalisiert und ist auch über LEO-BW einsehbar https://bit.ly/2zsFsI4. Eine Einführung finden Sie unter https://bit.ly/2zB1dG2 bzw. https://bit.ly/2qxITt0. Bild: Der jüdische Friedhof in Michelbach an der Lücke https://bit.ly/2PIBkho bei Wallhausen im Landkreis Schwäbisch Hall.



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1963

Mindestens eine Million Menschen – zumeist jüdische Häftlinge – ermordeten die Nazis im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Nach Kriegsende wollten viele Deutsche einen „Schlussstrich“ unter die NS-Vergangenheit setzen, weshalb es in der Bundesrepublik zunächst kaum eine Auseinandersetzung mit den Verbrechen gab. Am 20. Dezember 1963 begannen die Auschwitz-Prozesse in Frankfurt am Main. Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer strebte einen öffentlichen Bewusstseinswandel an und wollte „die aufklärerischen Funktionen der juristischen Aufarbeitung wahrnehmen.“ Auch wenn viele NS-Verbrechen aus Mangel an Beweisen nicht vor Gericht gebracht wurden. Zum Abschluss des Auschwitz-Prozesses 1965 wurden drei der 23 Angeklagten freigesprochen, nur sechs von ihnen wurden wegen Mordes zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. http://x.swr.de/s/auschwitzprozess


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2024

Erinnern an die Bücherverbrennungen in 1933 -- 05.2024 in Tailfingen bei Herrenberg

Der AKI erinnert in seinem Fortbildungsprogramm auch dieses Jahr an die Bücherverbrennungen im Mai 1933.

Damals brannten bei der „Aktion wider den undeutschen Geist“ die Scheiterhaufen in Deutschland und viele Menschen warfen das vermeintlich »schädliche undeutsche Schrifttum« ins Feuer.


Hintergründe und weitere Informationen zu aktuellen Aktionen an anderen Orten und in digital im AKI-wiki auf der Seite wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/1933


Treffpunkt ist das Mahnmal der Gedenkstaette Hailfingen / Tailfingen (1) in Gäufelden bei Herrenberg im Landkreis Böblingen am xx. Mai 2023 um 18 Uhr.


Die Teilnahme ist kostenlos.


Der Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - bietet seit 1964 Fortbildung und Vernetzung in real und digital mit den Schwerpunkten Archiv, Bibliothek, Dokumentation, Information und Kultur in der Region Stuttgart.


Information und Anmeldung: Arbeitskreis für Information - AKI-Stuttgart - (www.aki-stuttgart.de) Karl Dietz, Dipl.-Dokumentar (FH), Mobil 0172 / 768 7976, E-Mail karl.dz@gmail.com


(1) Fotos vom Mahnmal: http://karldietz.blogspot.com/2010/05/mahnmal-in-hailfingen.html


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"Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären." (Heinrich Mann, 1871–1950, dt. Schriftsteller)

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Wanderausstellung über Bücherverbrennungen

Eine Foto-Wanderausstellung über die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen im Jahr 1933 ist ... in Göttingen zu sehen. Die Schau "Verbrannte Orte - Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennung" werde mit einer eigens entwickelten Tafel auch auf die Göttinger NS-Studentenschaft als treibende Kraft der Geschehnisse eingehen, teilten die Initiatoren am Dienstag mit. Die Ausstellung ist bis zum 7. Februar in den Berufsbildenden Schulen II zu sehen. Kurator Jan Schenck zeige die Geschichte und Gegenwart der Bücherverbrennungen anhand der Orte ihres Geschehens. Sendebezug: | 02.01.2024 19:00 | NDR 1 Niedersachsen https://www.ndr.de/kultur/Ausstellung-ueber-Buecherverbrennungen-kommt-nach-Goettingen,kulturkurzmeldung4538.html

120124 via alerts

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Zur Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ macht die Wanderausstellung „Verbrannte Orte“ in Göttingen Station: In ihr wird anhand der Orte ihres Geschehens die Geschichte und die Gegenwart der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen dokumentiert. Zu sehen ist die Ausstellung in den Räumen der BBS II, wo auch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“ angesiedelt ist. Zur Eröffnung der Chronik über die „verbrannten Orte“ am vergangenen Sonntag sprach Tina Fibiger mit Kurator Jan Schenk über die fotografische und dokumentarische Spurensuche. https://www.stadtradio-goettingen.de/beitraege/kultur/wanderausstellung_verbrannte_orte__orte_der_nationalsozialistischen_buecherverbrennung__gespraech_mit_kurator_jan_schenck

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  • neue termine gerne an mich = karl dietz

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Heinrich Heine

Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine: Almansor (1823)


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Erich Kästner

Und im Jahre 1933 wurden meine Bücher in Berlin, auf dem großen Platz neben der Staatsoper, von einem gewissen Herrn Goebbels mit düster feierlichem Pomp verbrannt. Vierundzwanzig deutsche Schriftsteller, die symbolisch für immer ausgetilgt werden sollten, rief er triumphierend bei Namen. Ich war der einzige der Vierundzwanzig, der persönlich erschienen war, um dieser theatralischen Frechheit beizuwohnen.

s.a.


„Das blutige Rot der Scheiterhaufen ist immergrün. Einen dieser Scheiterhaufen haben wir, mit bloßem Auge, brennen sehen. […] Ich hatte angesichts des Scheiterhaufens nicht aufgeschrien. Ich hatte nicht mit der Faust gedroht. Ich hatte sie nur in der Tasche geballt. Warum erzähle ich das? […] Weil, immer wenn von der Vergangenheit gesprochen wird, auch von der Zukunft die Rede ist. […] Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird.“

Erich Kästner in Hamburg 1958 zur 25. Wiederkehr der nationalsozialistischen Bücherverbrennung von 1933

http://www.literaturhaus-salzburg.at/content.php?id=186&programmdetail=7929&mm_id=90&mmm_id=97


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Ich stand vor der Universität eingekeilt zwischen Studenten in SA-Uniform, sah unsere Bücher in die zuckenden Flammen fliegen und hörte die schmalzigen Tiraden des kleinen abgefeimten Lügners. Begräbniswetter hing über der Stadt. Es war widerlich. E.Kästner: Bücherverbrennung 1933


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Oskar Maria Graf: Verbrennt mich!

Wie fast alle links gerichteten, entschieden sozialistischen Geistigen in Deutschland, habe auch ich etliche Segnungen des neuen Regimes zu spüren bekommen: Während meiner zufälligen Abwesenheit aus München erschien die Polizei in meiner dortigen Wohnung, um mich zu verhaften. Sie beschlagnahmte einen großen Teil unwiederbringlicher Manuskripte, mühsam zusammengetragenes Quellenstudienmaterial, meine sämtlichen Geschäftspapiere und einen großen Teil meiner Bücher. Das alles harrt nun der wahrscheinlichen Verbrennung. Ich habe also mein Heim, meine Arbeit und – was vielleicht am schlimmsten ist – die heimatliche Erde verlassen müssen, um dem Konzentrationslager zu entgehen.

Die schönste Überraschung aber ist mir erst jetzt zuteil geworden: Laut „Berliner Börsenkurier“ stehe ich auf der weißen Autorenliste des neuen Deutschland und alle meine Bücher, mit Ausnahme meines Hauptwerkes „Wir sind Gefangene“, werden empfohlen! Ich bin also dazu berufen, einer der Exponenten des „neuen“ deutschen Geistes zu sein!

Vergebens frage ich mich, womit ich diese Schmach verdient habe.

Das dritte Reich hat fast das ganze deutsche Schrifttum von Bedeutung ausgestoßen, hat sich losgesagt von der wirklichen deutschen Dichtung, hat die größte Zahl ihrer wesentlichsten Schriftsteller ins Exil gejagt und das Erscheinen ihrer Werke in Deutschland unmöglich gemacht. Die Ahnungslosigkeit einiger wichtigtuerischer Konjunkturschreiber und der hemmungslose Vandalismus der augenblicklich herrschenden Gewalthaber versuchen all das, was von unserer Dichtung und Kunst Weltgeltung hat, auszurotten, und den Begriff „deutsch“ durch engstirnigsten Nationalismus zu ersetzen. Ein Nationalismus, auf dessen Eingebung selbst die geringste freiheitliche Regung unterdrückt wird, ein Nationalismus, auf dessen Befehl alle meine aufrechten sozialistischen Genossen verfolgt, eingekerkert, gefoltert, ermordet oder aus Verzweiflung in den Freitod getrieben werden!

Und die Vertreter dieses barbarischen Nationalismus, der mit Deutschsein nichts, aber auch schon gar nichts zu tun hat, unterstehen sich, mich als einen ihrer „Geistigen“ zu beanspruchen, mich auf ihre sogenannte weiße Liste zu setzen, die vor dem Weltgewissen nur eine schwarze Liste sein kann!

Diese Unehre habe ich nicht verdient!

Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen! Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selber wird unauslöschlich sein, wie eure Schmach!

(Alle anständigen Zeitungen werden um Abdruck dieses Briefes ersucht. Oskar Maria Graf.)


In: Arbeiter-Zeitung. Wien. Freitag, 12. Mai 1933 http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/1562


...


Bert Brecht - Die Bücherverbrennung


Als das Regime befahl, 
Bücher mit schädlichem Wissen
Öffentlich zu verbrennen, 
und allenthalben
Ochsen gezwungen wurden, 
Karren mit Büchern
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, 
entdeckte
Ein verjagter Dichter, 
einer der besten, 
die Liste der
Verbrannten studierend, 
entsetzt, daß seine
Bücher vergessen waren. 
Er eilte zum Schreibtisch
Zornbeflügelt, 
und schrieb einen Brief an die Machthaber. 
Verbrennt mich! 
schrieb er mit fliegender Feder, 
verbrennt mich! 
Tut mir das nicht an! 
Laßt mich nicht übrig! 
Habe ich nicht
Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt
Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt! 
Ich befehle euch, 
Verbrennt mich!


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Heinrich Mann

"Der Bücherverbrennung soll man gedenken – um der Ohnmacht willen, die sich erdreistete, Scheiterhaufen zu errichten für Geisteswerke: als ob Geisteswerke nicht feuerfest wären." (Heinrich Mann, 1871–1950, dt. Schriftsteller)


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Literatur und Ausstellungen

Verbrannt, geraubt, gerettet! Bücherverbrennungen in Deutschland.

Publikation zur Ausstellung der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung anläßlich des 70. Jahrestages der Bücherverbrennung. Mit Beiträgen von Detlev Brunner, Angela Graf, Erhard Stang, Rüdiger Zimmermann.

PDF, 56 Seiten http://library.fes.de/pdf-files/bibliothek/01453.pdf

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Schw. Gmünd: Stadtbibliothek: Buchausstellung in 2013 „ … dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“ Gezeigt wird eine Auswahl von Werken der Dichter, deren Bücher 1933 verbrannt wurden.

PDF, 16 Seiten https://www.schwaebisch-gmuend.de/pressedetails/pressemeldung21923.html

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Zwischen Kontinuität und Singularität - Die Bücherverbrennung 1933 === Ausstellung in der BLB anlässlich des 75. Jahrestages vom 6. Mai - 5. Juli 2008 https://web.archive.org/web/20080520015433/http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/2008/buecherverbrennung.php


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Schrift Nr.8 -- Zum 50. Jahrestag der Bücherverbrennung

Mit Ansprachen von Klaus v. Dohnanyi, Walter Jens und Armin Sandig anlässlich der Gedenkveranstaltung am 10. Mai 1983 im Hamburger Rathaus und einer Dokumentation der Ausstellung über Alfred Kantorowicz. Mit zahlreichen Photographien, Tagebuchauszügen und Briefen aus Schriftwechseln mit Hermann Hesse, Ernest Hemmingway, Heinrich Mann, Arnold Zweig, Lion Feuchtwanger und Thomas Mann. (1983) 67 Seiten.

978-3-937038-63-6 4,00 € inkl. MwSt.


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Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus===

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennungen haben die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, das Aktive Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin gemeinsam eine Sonderausstellung erarbeitet, die den Einfluss der NS-Diktatur auf das Bibliothekswesen in den Blick nimmt. Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2018 in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz zu sehen und wird dann an andere Orte wandern.

Die dazugehörige Katalogbroschüre "Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus" (46 Seiten, ISBN 978-3-00-059590-5) kann für 7 Euro (zzgl. Versandkosten) unter: info@aktives-museum.de<mailto:info@aktives-museum.de> bestellt werden Ansprechpartnerin: Monika Sommerer, Leiterin der Joseph Wulf Mediothek in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (sommerer@ghwk.de)

250718 via i.


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DHM=== Stiftung Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2 | 10117 Berlin http://www.dhm.de http://www.dhm.de/ausstellungen http://www.facebook.com/DeutschesHistorischesMuseum/


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Autor*innen

Heinrich Heine, Oskar Maria Graf, Bert Brecht, Erich Kästner, Ringelnatz, Kurt Tucholsky, Else Lasker-Schüler, Thomas Mann, Heinrich Mann, Klaus Mann, Ernst Gläser Karl Marx, Sigmund Freud, Georg Bernhard, Erich Maria Remarque, Erich Mühsam, Armin T. Wegner, Alfred Kerr, Egon Friedell, Gertrud Kolmar, Gerhard Hauptmann, Ödön von Horvàth, Mascha Kaleko, Selma Meerbaum-Eisinger, Stefan Zweig, ... Jack London -- https://www.buecherverbrennung.de/autorinnen-autoren/jack-london/#more-133 -- ... u.v.a.


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Artikel zu den Bücherverbrennungen via Google news

https://news.google.com/stories/CAAqNggKIjBDQklTSGpvSmMzUnZjbmt0TXpZd1NoRUtEd2pRb05XdUJ4RWxiS01UWGhmSFV5Z0FQAQ?ceid=DE:de&oc=3

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„... dort, wo man Bücher verbrennt,

verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Heinrich Heine

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buecherfrauen.de: Verboten und verbrannt

http://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt/

zB

Die öffentlichen Bücherverbrennungen mit ihren „Feuersprüchen“, bei denen die Bücher ins Feuer geworfen wurden, waren der vorläufige Höhepunkt der vierwöchigen „Aktion wider den undeutschen Geist“, die bereits am 12. April 1933 begonnen hatte. – Eine der Autorinnen, deren Werk während der Zeit des Nationalsozialismus verboten wurde, war Hermynia Zur Mühlen. https://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt-autorinnen-und-die-buecherverbrennungen-hermynia-zur-muehlen/ )

100521 via fb bf

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Beitrag  : Verboten und verbrannt – Autorinnen und die Bücherverbrennungen: Alice Berend URL  : https://blog.buecherfrauen.de/verboten-und-verbrannt-autorinnen-und-die-buecherverbrennungen-alice-berend/ Verfasst  : 10. Mai 2023 um 10:00 Autor  : Doris Hermanns Schlagwörter: #bücherverbrennung1933, #lestmehrfrauen, #TagderBücherverbrennung, #verbotenebücher, #verbotenundverbrannt, Alice Berend, Autorin, AvivA Verlag, Berlin

Vor 90 Jahren – am 10. Mai 1933 – fanden die öffentlichen Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten unter dem Motto „Aktion wider den undeutschen Geist“ statt. Diese waren weitgehend organisiert von der Deutschen Studentenschaft, unzählige Bücher wurden dabei verbrannt, die als „zersetzende Schriften“ angesehen wurden. […]

100523 via fb bf


Ein Bibliothekar lieferte die Masterliste

Wolfgang Herrmann hatte die Vernichtungs-Liste zusammengestellt, ein Bibliothekar ... von gerade mal 29 Jahren.

http://log.netbib.de/archives/2008/05/05/ein-bibliothekar-lieferte-die-masterliste-zur-bucherverbrennung


Aus einer Rezension der Welt >> <http://www.welt.de/welt_print/article1961069/Verbrannt_und_vergessen.html> >> zur Bücherverbrennung. - Wie wir wissen, hat dieser Bibliothekar schlampig >> gearbeitet ... Oskar Maria Graf hat dagegen protestiert ... >> <http://www.oskarmariagraf.de ...


via http://wiki.aki-stuttgart.de/mediawiki/index.php/1933


Ein 29-jähriger Bibliothekar namens Wolfgang Herrmann hat eine erste "Schwarze Liste (Schöne Literatur)" zur "Säuberung" der Leihbüchereien erstellt. Was auf ihr erscheint, wird verbrannt, verbannt oder jedenfalls als "nicht verleihbar" gekennzeichnet.

030419 via br link bei georg salzmann


Die Geschichte der Stadtbibliothek Minden von 1906 bis 1945=== https://books.google.de/books?isbn=3828890059 Frank Krosta - 1998 - ‎Vorschau ... speziell seite 60 ff ... lt. fussnote 183 waren es drei berliner bib-leute, die die masterlist erstellten. details auf seite 66


Erfüllungsgehilfen?=== Erfüllungsgehilfen? Die Rolle der Bibliotheken im Rahmen der Bücherverbrennungen 1933 in: perspektive-bibliothek.uni-hd.de ... deep link asap ... 160423


Liste der verbrannten Bücher via www.buecherverbrennung.de

https://buecherverbrennung.wordpress.com



Petra Oellinger

http://petra-oellinger.at/salon/buecherverbrennung-exilliteratur

s.a.

duft::=== Ab 25.01.2013 === erscheint, anlässlich des Gedenkens an die Bücherverbrennung von 1933, im „Duftenden Doppelpunkt“ eine sechsteilige Beitragsserie. In einer Woche, am Mittwoch, dem 30. Jänner 2013, beginnt das Literaturquiz „80 Jahre Bücherverbrennung 1933“. http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/01/23/literaturquiz-80-jahre-buecherverbrennung/



Der Verlag El Libro Libre (ELL)

wurde am 9. Mai 1942 zum Jahrestag >>> der Bücherverbrennung im Palacio de Bellas Artes bei der gemeinsamen >>> Veranstaltung von Heinrich-Heine-Klub und der Bewegung "Freies >>> Deutschland" gegründet. Dr. Enrique Gonzáles Martinez als Präsident >>> führte den Vorsitz und andere wie Anna Seghers, Ermilio Abreu Gomez, >>> Antonio Castro Leal, Pablo Neruda, Ludwig Renn und Bruno Frei hatten >>> auch Anteil an der Veranstaltung. ELL verkörperte den Verlag des >>> deutschsprachigen antifaschistischen Exils und sollte der größte >>> während des Zweiten Weltkrieges bleiben. Es gelang Wieland >>> Herzfelde, der in den USA als Ratgeber und Vermittler für ELL galt, >>> am Ende des Krieges in New York einige Bücher im Aurora-Verlag >>> herauszugeben. In den 4 Jahren seines Bestehens publizierte der ELL >>> 20 Titel in deutscher Sprache in einer Gesamtauflage von 36.000 Stück >>> sowie 6 in Spanisch mit insgesamt 18.000 Stück.

Die Leitung des >>> Verlags wurde Walter Janka >>> <http://golm.rz.uni-potsdam.de/Mexiko/Jacob/janka_start.htm> >>> (1914-1994), einem gelernten Buchdrucker, übergeben. Dieser bereits >>> früh der KPD angehörige Schriftsteller verschwand für 2 Jahre in >>> einem Straflager und nach seiner Freilassung engagierte er sich im >>> Spanischem Bürgerkrieg und wurde danach im französischen >>> Internierungslager Le Vernet interniert. Er wurde von vielerlei >>> Schriftstellern wie Anna Seghers, Egon Erwin Kisch, André >>> Simone,Paul Mayer, Leo Katz, Bodo Uhse und Ludwig Renn unterstützt, >>> die die Auswahl und Korrekturen der Bücher bestimmte.


Alfred Kantorowicz (1899-1979) :: Deutsche Freiheitsbibliothek in Paris

Den ersten Jahrestag der Bücherverbrennung nutzt Alfred Kantorowicz, === um in Paris die "Deutsche Freiheitsbibliothek" zu gründen, die bereits am 10. Mai 1934 über 11.000 Bände verfügt. Kantorowicz wird zusätzlich zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Direktor der Freiheitsbibliothek Generalsekretär des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller (SDS) in Paris. Bis Kriegsausbruch bleibt die Bibliothek ein geistiges Zentrum der Exilautoren und ihrer verbotenen und verbrannten Bücher. Außerdem bietet sie Journalisten aus aller Welt ein riesiges Archiv über den antifaschistischen Kampf gegen Hitler. Das Archiv diente auch als Grundlage für die Braunbücher. Diese große Unternehmung wurde von Romain Rolland, André Gide, H. G. Wells, Heinrich Mann und vielen weiteren Persönlichkeiten unterstützt. ... www.alfred-kantorowicz.de ... 404 am 191116 ... 837 zeichen incl. blanks.

Alfred Kantorowicz https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Kantorowicz (* 12. August 1899 in Berlin; † 27. März 1979 in Hamburg)


Georg Paul Salzmann *1929 +2013

sammelte von den Nazis verbotene Literatur.

Exemplare der Bücher, die im Mai 1933 öffentlich verbrannten. Mehr als 12.000 Bände von 80 Autoren. Eine weltweit einzigartige Sammlung, die Forscher aus vielen Ländern anzieht. Besonders wertvoll: handsignierte Erstausgaben von Autoren wie Hermann Kesten und Franz Werfel. Viele von ihnen sind aus dem allgemeinen Gedächtnis verschwunden. Begonnen hat Salzmann seine Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg: "Ich musste mich mit meiner eignen Vergangenheit auseinander setzen - politisch, aber auch in der Literatur. Und mit der Beschäftigung auf der politischen Ebene kam auch irgendwann die Beschäftigung mit der schöngeistigen Literatur. Das war nicht so gewollt, es kam halt so. Es ist dann mein Leben geworden." Salzmann sammelt nicht nur. Seit über 25 Jahren arbeitet er ehrenamtlich als Zeitzeuge, erzählt über seine Erlebnisse während der Nazizeit. Er spricht dabei über Werke, die nicht mehr im Lehrplan der Schulen stehen: "Für mich ist es einfach undenkbar, dass es den Nazis mehr als 60 Jahre nach ihrem ruhmlosen Ende möglicherweise doch noch gelingen würde, dass eine ganze Generation der besten deutschen Literatur in Vergessenheit gerät. Über Thomas Mann spricht jeder, über Kafka spricht jeder, aber es gibt eine Unmenge von Autoren - etwa Robert Neumann, Hermann Kesten -, die überhaupt nicht mehr im Bewusstsein der Bevölkerung sind."

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www.br-online.de/kultur/literatur/lesezeichen/20060618/20060618_4.html ... 404 ...

www.br-online.de/bayern/einst-und-jetzt/machtergreifung-1933-mai-ID1208253417858.xml ...


Die diffamierten Autoren dem Vergessen entreißen: Das ist das Ziel von Georg P. Salzmann aus Gräfelfing bei München. Innerhalb von 50 Jahren hat er die Werke von über 80 während der Nazi-Zeit verfolgten Autoren gesammelt. Seine "Bibliothek der verbrannten Bücher" umfasst rund 12.000 Bände und besteht größtenteils aus Erstausgaben.

Am liebsten hätte Salzmann sie im geplanten Ausstellungsbereich am Münchner Königsplatz der Öffentlichkeit präsentiert. Dort aber scheute man die Kosten. Interessiert zeigten sich das Dokumentationszentrum Nürnberg, die Universität Augsburg und ausländische Institutionen. Am 7. Mai 2008 entschied der Kulturausschuss des Bayerischen Landtags, dass die Bibliothek in Augsburg eine dauerhafte Bleibe haben soll.

http://www.br.de/nachrichten/machtergreifung-mai100.html

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Georg P. Salzmann – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_P._Salzmann Georg P. Salzmann (* 17. Januar 1929 als Georg Paul Salzmann in Waltershausen; † 9. November 2013 in Gräfelfing)


Sammlung Salzmann in Augsburg via netbib ... 12.07.10

>> Die 12.000 Bände der “Sammlung Salzmann, Erstausgaben von Autoren der >> Bücherverbrennungen im Mai 1933, werden gerade von der Augsburger >> Universitätsbibliothek katalogisiert. [via Augsburger Allgemeine]

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Lost Memory - Libraries and Archives destroyed in the 20th Century=== Für die UNESCO hergestellt von Hans van der Hoeven und Joan van Albada. Paris 1996; 71 S. (PDF) http://www.ub.uni-dortmund.de/aktuelles/buecherverbrennung.html

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ausstellung der deutsche-digitale-bibliothek zu verbrannte-buecher in 1933== https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/verbrannte-buecher/#s0 ... 130423 via site


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Bibliothek der verbrannten Bücher

Am 6. Februar 2019 präsentiert die UB Augsburg ihr Buch über die "Bibliothek der verbrannten Bücher" (Sammlung Georg P. Salzmann).

Als Sammlung mehrerer tausend Erstausgaben, deren Autorinnen und Autorin von 1933 bis 1945 verboten und verfemt waren, steht die Augsburger „Bibliothek der verbrannten Bücher“ für die Produktivität (jüdisch-)deutscher Literatur trotz Nationalsozialismus, Vertreibung und Exil.

Am 6. Februar 2019 präsentiert die Universitätsbibliothek Augsburg von 12.00 bis 13.30 Uhr ihr Buch über diese besondere Sammlung. Begleitet wird die Buchvorstellung von zwei Vorträgen der Historikerin Sophia Dafinger und der Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow.

Jahrzehntelang hatte Georg P. Salzmann (1929-2013) aus Gräfelfing die Erstausgaben von Werken der im NS-Staat verfemten Autorinnen und Autoren gesammelt. 2009 kaufte die Universitätsbibliothek Augsburg seine Sammlung an.

Die Neuerscheinung bietet einen grundlegenden Überblick über die „Sammlung Salzmann“, über ihren Gehalt und ihr Potenzial für Forschung, Lehre und Bildungsarbeit.

Acht Fachbeiträge

Augsburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Universitätsbibliothek haben den Band gemeinsam erarbeitet. Am Anfang steht ein umfangreicher Beitrag „Bücher –Werke – Schicksale“ über die wichtigsten Autorinnen und Autoren. Ein Kurzporträt des Sammlers und ein Bericht über den Ankauf schließen sich an, gefolgt von acht Fachbeiträgen über ausgewählte Persönlichkeiten, Sammlungsteile und Forschungszusammenhänge – von Bertolt Brecht im Exil bis hin zur Buchgestaltung der 1930er Jahre. Zum Schluss skizzieren die Herausgeber Dr. Andrea Voß, Dr. Gerhard Stumpf und Dr. Ulrich Hohoff die bereits erfolgte und die zukünftige Arbeit mit der Sammlung in Augsburg.

Anspruchsvolle Gestaltung

Für die professionelle Buchgestaltung konnte die Universitätsbibliothek den Typographen Professor Michael Wörgötter von der Gestaltungsfakultät der HAW Augsburg als Partner gewinnen. Das Layout ist das Ergebnis eines Wettbewerbs unter Wörgötters Studentinnen und Studenten und wurde von drei jungen Gestalterinnen final umgesetzt. Die Herstellungskosten wurden von einem Mäzen finanziert.

Kann man Bücher verbrennen?

Die Präsentation des Bandes am 6. Februar 2019 von 12.00 bis 13.30 Uhr im 1. OG der Zentralbibliothek der UB Augsburg (Gebäude E, Universitätsstraße 22, 86159 Augsburg) wird begleitet von zwei Vorträgen:

Die Historikerin Dr. Sophia Dafinger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, skizziert unter dem Titel „Demokratie in Flammen“ die Hintergründe, Akteure und Ereignisse der NS-Bücherverbrennungen im Jahr 1933.

Die Frage „Verfemt, verbrannt, vergessen? Kann man Bücher verbrennen?“ diskutiert anschließend die Germanistin Prof. Dr. Stephanie Waldow (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mir dem Schwerpunkt Ethik) ausgehend von Marta Minujíns „Parthenon der Bücher“ (documenta 2017).

Das Publikum ist anschließend herzlich eingeladen, mit den Herausgebern und Vortragenden in eine offene Diskussion zu treten.

Die Präsentations-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist zugleich ein Beitrag zum Begleitprogramm zur Kunstinstallation „1933“ von Ramesch Daha (Wien) im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg Schwaben (JKMAS). Die Installation ist dort (Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg) noch bis zum 24. Februar 2019 zu sehen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

• Dr. Ulrich Hohoff Telefon 0821/598-5300, ulrich.hohoff@bibliothek.uni-augsburg.de

• Dr. Andrea Voß Telefon 0821/598-5300, andrea-voss@bibliothek.uni-augsburg.de

Originalpublikation:

Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Die Sammlung von Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg. Hrsg. von Andrea Voß, Gerhard Stumpf und Ulrich Hohoff. München: Allitera Verlag 2019. 204 Seiten. ISBN: 978-3-96233-107-8. Preis: 24,90 Euro

Ab Frühjahr 2020 wird der bei Allitera (München) verlegte Band auch als kostenfreies E-Book über den Publikationsserver OPUS der Universität frei zugänglich sein. (1)


Weitere Informationen:

http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/de/sondersammlungen/salzmann – Weitere Informationen zur "Bibliothek der verbrannten Bücher"

http://www.bbc.com/culture/story/20190117-the-library-of-forbidden-books – BBC-Beitrag zur "Bibliothek der verbrannten Bücher" (17.1.2019, 3:40):

http://www.jkmas.de/2018/09/1933/ – zur Installation "1933" von Ramesch Daha, Wien, im JKMAS

https://idw-online.de/de/news709644


(1) https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:384-opus4-496343 Via http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2020/03/04/die-bibliothek-der-verbrannten-buecher-open-access-zugaenglich

0503 via a.


Arnold Zweig: Wer Bücher verbrennt, verbrennt auch Bibliotheken,

bombardiert offene Städte, schießt mit Ferngeschützen oder Fliegerbomben Gotteshäuser ein. Die Drohung, mit der die Fackel in den Bücherstapel fliegt, gilt nicht dem Juden Freud, Marx oder Einstein, sie gilt der europäischen Kultur, sie gilt den Werten, die die Menschheit mühsam hervorgebracht und die der Barbar anhaßt, weil er halt barbarisch ist, unterlegen, roh, infantil."

Arnold Zweig - Rückblick auf Barbarei und Bücherverbrennung. Aus: Über Schriftsteller. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1967. S. 48



Bonn: Mahnmal zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung

„Im vorhandenen Pflaster des Platzes werden Bronze-Bücher der von den Nationalsozialisten verbrannten Ausgaben verlegt. Die Buchrücken schließen mit der Pflasterung ab. Auf ihnen sind Titel und Autoren der verbrannten Bücher zu lesen. Die zunächst zufällig auftauchenden Lesezeichen im Platz verdichten sich an der Stelle vor der Rathaustreppe wo am 10. Mai 1933 die Bücher verbrannt wurden. Dort ist in Form einer Büchertruhe ein wetterfester Archiv-Behälter eingelassen. Seine Inschrift benennt das Ereignis und die Autoren der verbrannten Bücher. In diesem Archiv werden reale Bücher aus der Bibliothek verbrannter Bücher aufbewahrt.”

http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2012/04/17/bonner-mahnmal/


Birgit Ebbert, die Initiatorin des Blogs „Bücherverbrennung 1933″

schrieb ihre Dissertation über Erich Kästner. Jenen Mann, der Augen- und Ohrenzeuge wurde, als am 10. Mai 1933 am Opernplatz in Berlin neben vielen anderen auch seine Bücher brannten und er im 2. Feuerspruch genannt wurde: „Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.“ http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2013/03/02/birgit-ebbert-buecherverbrennung-1933/



Berlin: Denkmal von Micha Ullman

Am 10. Mai 1933 wurden auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin vor großem Publikum tausende Bücher verbrannt. Seit 1947 hält der Gedenktag als Tag des (freien) Buches die Erinnerung aufrecht.

Am historischen Ort befindet sich heute ein Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullman ... In einem unterirdischen Raum bieten leere Regale Platz für 20.000 Bände – die ungefähre Anzahl der damals verbrannten Bücher. Mehr über Bücherverbrennungen in der Geschichte in der Online-Ausstellung "Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“. Die virtuelle Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von der Frühgeschichte bis heute und erzählt Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt: bit.ly/1JPHoLr ‪#‎mediengeschichte‬

100515 via fb zlb



Magnus Hirschfeld 1868-1935 - Inst. f. Sexualwiss. in Berlin

1933 wurde die Schließung des Instituts für Sexualwissenschaft durch die Nationalsozialisten angeordnet, das Institut ab dem 6. Mai 1933 von Studenten der Hochschule für Leibesübungen geplündert und zerstört.

Die Institutsbibliothek landete zusammen mit einer Büste Magnus Hirschfelds im Feuer der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz (Bebelplatz).

In Paris scheiterte der Versuch Hirschfelds mit dem Arzt Edmond Zammert, ein neues Institut (Institut des sciences sexologiques) zu gründen.

1934 übersiedelte er nach Nizza, wo er am 14.05.1935 an seinem 67. Geburtstag starb. Auf seinem Grabstein in Nizza steht sein Lebensmotto: "Per scientiam ad justitiam" = "Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit" :: "Durch Wissenschaft zur Emanzipation")."

via wiki p + model2


Der Sturm auf Magnus Hitrschfelds Institut für Sexualwissenschaft / Herbert Wiesner in: ZfG : Zeitschrift für Geschichtswissenschaft ; 51(2003)5, S. 421-429

Systematik: P 100 A 628 H 210 aggb-katalog.de/vufind/Record/laf.15886

=

Der Sturm auf Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft / Herbert Wiesner in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft : ZfG ; 51(2003)5, S. 421-429 ISSN: 00442828 aggb-katalog.de/vufind/Record/hwk.a0014751


  • die beiden aggb-links sind 404 ... 04.2023

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6 MAY 1933: LOOTING OF THE INSTITUTE OF SEXOLOGY====

On 6 May 1933, the Institute of Sexology, an academic foundation devoted to sexological research and the advocacy of homosexual rights, was broken into and occupied by Nazi-supporting youth. Several days later the entire contents of the library were removed and burned.

The institute was initially occupied by The German Student Union, who were a collective of Nazi-supporting youth. Several days later, on 10 May, the entire contents of the library were removed to Berlin’s Bebelplatz Square. That night, along with 20,000 other books across Germany, they were publicly burned in a symbolic attack by Nazi officials on their enemies.

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Book burning after looting of the Institute of Sexology

Founded in 1919, the institute had been set up by Magnus Hirschfeld, a world-renowned expert in the emerging discipline of sexology. During its existence, thousands of patients were seen and treated, often for free. The Institute also achieved a global reputation for its pioneering work on transsexual understanding and calls for equality for homosexuals, transgender people and women. Hirschfield himself was a passionate advocate for homosexual rights and had long appealed for the repeal of Paragraph 175, the law that criminalised homosexuality in Germany.

Jewish, gay and outspokenly liberal, Hirschfeld was an obvious target for the Nazis, and the seizure and destruction of the institute on 6 May took place only three months after Hitler was made Chancellor of Germany. During the attack and subsequent book burning, Hirschfeld was working in Paris. He saw the burning of his own library in a news report at the cinema. Among the texts thrown onto the bonfire at the Bebelplatz was Heinrich Heine’s Almansor, in which the author noted:

‘Where they burn books, in the end they will burn humans too’.

After the attack on the institute the Nazis continued their persecution of gay men by expanding and enforcing legislation that criminalised homosexuality. In 1935, just weeks after the death of Hirschfeld in Paris, Paragraph 175 was redrafted to prohibit all forms of male homosexual contact. In total, around 50,000 gay men were detained under these draconian laws. Once confined in jail, they were routinely exposed to inhumane treatment for their sexuality. Around 10,000 to 15,000 were also deported to concentrations camps, where many were forced to wear a pink triangle, and subjected to castration and medical experimentation. Over half of these prisoners would die from the extreme conditions they were subjected to in the camps. Even after the end of the war, Paragraph 175 was not repealed and many gay men remained in prison for years to come.

https://www.hmd.org.uk/resource/6-may-1933-looting-of-the-institute-of-sexology

060521 via fb hmd

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Magnus Hirschfeld und sein Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933)

Bis 1933 war Magnus Hirschfeld in Deutschland ein bekannter Name. Sein Institut für Sexualwissenschaft war ein Ort der Forschung und Lehre, und der Aufklärung in allen Fragen der Sexualität. Das Institut war auch ein Zufluchtsort und Treff punkt für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität Probleme in und mit der Gesellschaft hatten.

Als Homosexueller, Sozialdemokrat und wegen seiner Abstammung aus einer jüdischen Familie war Hirschfeld für die Nationalsozialisten ein zentrales Hassobjekt. Seine Bücher wurden verbrannt. Der Vortrag gibt einen Einblick in Hirschfelds Leben und skizziert die Bedeutung der Arbeiten seines Instituts für Sexualwissenschaft: Was davon ist heute noch von Interesse?

Teil der Reihe „Männlichkeit(en)?!“. 10.02.2022, 19:00 Uhr Aalen, Torhaus, Paul-Ulmschneider-Saal https://www.vhs-aalen.de/programm/525-C-6221734

010222 via fb vhs aa

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Verbrannte Bücher 1933 -- Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung

Am 10. Mai 1933 fanden in deutschen Universitätsstädten öffentliche Bücherverbrennungen statt. Sie waren der Höhepunkt der reichsweiten "Aktion wider den undeutschen Geist". Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes warfen die Schriften liberaler, pazifistischer, linker und jüdischer Autorinnen und Autoren in die Flammen und leiteten damit das Ende einer Blütezeit kulturellen Lebens in Deutschland ein.

Viele der Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Werke dem Feuer zum Opfer gefallen waren, fanden nach 1945 nicht in die öffentliche Wahrnehmung zurück. Dieses Buch bietet – neben kurzen Porträts der 57 ausgewählten Autorinnen und Autoren – jeweils repräsentative Texte. Es soll anregen, in Vergessenheit geratene Werke wieder zu lesen, und an die geistige und literarische Vielfalt erinnern, die die deutsche Kultur vor 1933 geprägt hatte.

Bundeszentrale für politische Bildung, 2009, 638 Seiten, Euro 4,50. Das Buch bietet neben 57 kurzen AutorInnenporträts – jeweils repräsentative Texte. http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/35713/verbrannte-buecher-1933


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Deutschlandweit organisierten Nationalsozialisten diese Feuer ... als „Gesamtaktion“ gegen den intellektuellen „Zersetzungsgeist“.

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buecherlesung.de ===

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Dokumentarfilm DIE ROTE KAPELLE

Am Freitag, dem 06.05.2022 um 19:30 Uhr zeigt der Joachimsthaler Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0 den Dokumentarfilm „Die Rote Kapelle“ in Anwesenheit von Dr. Hans Coppi Jr., Sohn des ermordeten Ehepaars Hans und Hilde Coppi.

In Nazideutschland gab es ein Netzwerk von Widerstandskämpfer*innen, das von der Gestapo den Namen „Die Rote Kapelle“ bekam. Die gleiche Bezeichnung erhielt eine Gruppe, die aus Brüssel und Paris die Sowjetunion mit Nachrichten über die kriegerischen Pläne Hitlerdeutschlands versorgte. Nach dem Krieg wurden die Mitglieder der deutschen Gruppe in Westdeutschland oftmals als Vaterlandsverräter diskreditiert.

Der Dokumentarfilm von Carl-Ludwig Rettinger rollt die spannende, im Kalten Krieg von West und Ost instrumentalisierte Geschichte beider Gruppierungen auf. Er ist den 102 Widerstandskämpfer*innen der Roten Kapelle gewidmet, die hingerichtet wurden, Selbstmord begingen oder in Konzentrationslagern umkamen. Zwei davon waren Hans und Hilde Coppi. Ihr Sohn Dr. Hans Coppi Jr. wird bei der Vorstellung dabei sein.


DIE ROTE KAPELLE Dokumentarfilm Deutschland, Belgien, Israel 2020 FSK ab 12 Jahren Länge 122 Minuten

Kulturhaus Heidekrug 2.0 e.V. · Brunoldstr. 1 · 16247 Joachimsthal · Telefon (033361) 727 366 · https://www.heidekrug.org


verbrannte-orte.de

https://blog.verbrannte-orte.de

100 Orte, an denen im Jahr 1933 Bücher verbrannt wurden, sind auf der interaktiven Karte im Onlineatlas des Fotografen Jan Schenck markiert.

060319 via kulturimweb

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An über 90 Orten fanden in Deutschland im Frühjahr 1933 Bücherverbrennungen statt. Dabei beschränkten sich diese nicht nur auf den 10. Mai 1933, der heute zumeist mit dem Begriff „Bücherverbrennung“ assoziiert wird. Auch vorher und nachher fanden, beispielsweise nach Plünderungen, Bücherverbrennungen statt.

An kaum einem Ort wird heute an diese Ereignisse erinnert. Das Projekt „Verbrannte Orte“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Orte zu dokumentieren, in einer Online-Karte zu verzeichnen und Hintergrundinformationen zur jeweiligen Bücherverbrennung zu geben. Mit interaktiven Panoramen und Großformataufnahmen werden die Orte in ihrem heutigen Erscheinungsbild gezeigt. Betrachten wir diese Orte anders, wenn wir wissen, was dort passiert ist? Weitere Informationen unter verbrannte-orte.de

030619 via zkbw

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Deutsches Exilarchiv 1933-1945

Deutsche Nationalbibliothek http://www.dnb.de


Shin, Jong-Rak: Selbstverlag im literarischen Leben des Exils in den Jahren 1933-1945

Kassel, Univ., Diss., 2006 urn:nbn:de:hebis:34-2007110119566 DDC-Notation 070.593 [DDC22ger] http://d-nb.info/986624268



Bücherverbrennungen via wiki commons und wikipedia

Category:Book_burning_in_art https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Book_burning_in_art

File:Constantine_burning_Arian_books.jpg https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Constantine_burning_Arian_books.jpg

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Bücherverbrennung_1933_in_Deutschland via wikipedia=== http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung_1933_in_Deutschland

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Liste verbotener Autoren === während des Nationalsozialismus http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_verbotener_Autoren_w%C3%A4hrend_der_Zeit_des_Nationalsozialismus

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Volker Weidermann - Das Buch der verbrannten Bücher

Bücherverbrennung in Deutschland, vor 90 Jahren

Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Wie es dazu kam, welche Bücher verbrannt wurden und was mit den Autoren geschah. Nach dem überwältigenden Erfolg von Lichtjahre, seiner kurzen Geschichte der deutschen Literatur nach 1945, wendet Volker Weidermann den Blick zurück auf den Tag, an dem in Deutschland die Bücher brannten. Seine Mission: diese Bücher, diese Autoren dem Vergessen entreißen!

Es wurde angekündigt als »Aktion wider den undeutschen Geist«: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von ...« die einzelnen Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren.

Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von dem Bibliothekar Herrmann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann die Scheiterhaufen bedient wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren - und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.

Das Ergebnis sind über 100 Lebens- und Werkgeschichten von Schriftstellern, darunter neben Klassikern wie Kästner, Tucholsky, Zweig, Brecht und Remarque auch völlig vergessene wie Rudolf Braune, ausländische Autoren wie Ernest Hemingway, und sehr viele, wie z.B. Hermann Essig, die unbedingt wiedergelesen werden sollten.

Ein Buch über Bücher, Schicksale und ein Land, in dem zuerst Bücher verbrannt wurden und dann Menschen.


Ladenpreis Deutschland € 18,95

9783462039627

KiWi

https://www.edition-115.com/news/index.php?rubrik=3&news=797798&typ=1

200123 via alerts

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Volker Weidermann: Das-buch-der-verbrannten-buecher=== https://kaffeehaussitzer.de/volker-weidermann-das-buch-der-verbrannten-buecher ... 130519 via fb

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Plakat zur Bücherverbrennung in Heidelberg

Wie in anderen deutschen Städten wurde auch in Heidelberg von der Deutschen Studentenschaft im Frühjahr 1933 eine Kampagne „Wider den undeutschen Geist” durchgeführt. Sie endete am 17. Mai mit einer spektakulären Verbrennung von „jüdisch-marxistischer Zersetzungsliteratur” auf dem Universitätsplatz, die unter der Regie der Heidelberger Studentenschaft stattfand. https://www.ub.uni-heidelberg.de/ausstellungen/juden_unihd2002/sektion-d/174.html

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www.verbrannte-buecher.de

Bildungs- und Informationsportal des Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien. Die hier für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Interessierte aufbereiteten Seiten über die Geschichte und Vorgeschichte der Bücherverbrennungen 1933 in Deutschland wurden in Zusammenarbeit und mit der freundlichen Unterstützung des Instituts für Germanistik der Universität Potsdam, dem Stadtarchiv Münster sowie dem ver.di-Archiv erstellt.

incl.

Julius H. Schoeps (Hrsg.); Werner Treß (Hrsg.) Verfemt und Verboten. Vorgeschichte und Folgen der Bücherverbrennungen 1933 Wissenschaftliche Begleitbände im Rahmen der „Bibliothek verbrannter Bücher“. Herausgegeben vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam. Band 2.

2010, 467 S., mit zahlreichen Abb, Hardcover Reihe: Bibliothek Verbrannter Bücher ISBN: 978-3-487-14383-5 Vergriffen. Neuaufl. geplant!


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Vor 90 Jahren karrten Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane Bücher verfemter Autor/-innen zusammen und verbrannten sie auf öffentlichen Plätzen. Franz Kafka, Heinrich Mann, Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Nelly Sachs, Vicky Baum, Anna Seghers, Erich Kästner standen u.a. auf den so genannten ›Schwarzen Listen‹, mehr als 300 Autor/-innen, Wissenschaftler/-innen und Philosoph/-innen waren von der faschistischen »Aktion wider den undeutschen Geist« und ihren Folgen betroffen. Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem ehemaligen Berliner Opernplatz und weitere solcher Aktionen folgte wenige Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und stehen im direkten Zusammenhang mit der systematischen Verfolgung von jüdischen, pazifistischen und oppositionellen Menschen. »Es war widerlich«, schrieb Erich Kästner, der bei der Bücherverbrennung in Berlin anwesend war, später: »Es ist ein merkwürdiges Gefühl, ein verbotener Schriftsteller zu sein und seine Bücher nie mehr in den Regalen und Schaufenstern der Buchläden zu sehen.« Die Bücher des 1931 verstorbenen Arthur Schnitzler waren ebenfalls betroffen. Unser heutiges #SpecialObject zeigt eine Erstausgabe von Schnitzlers Novelle ›Casanovas Heimfahrt‹ (1918), die bei der Bücherverbrennung vom 10. auf den 11. Mai 1933 auf dem Kieler Wilhelmsplatz gerettet wurde. Lange war das stark beschädigte Buch im Schiller-Nationalmuseum zu sehen. Der damalige DLA-Direktor Bernhard Zeller schrieb in seinen Lebenserinnerungen: »Es lag als Beweis der Schande in unserer ständigen Ausstellung.« 

  1. OnThisDay #ArthurSchnitzler #ErichKästner #10Mai #Bibliothek

100523 via fb dla

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Gerd Berghofer - Die verbrannten Dichter === Werke und Biographien der „verbrannten Dichter“ www.gerd-berghofer.de

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Das war ein Vorspiel nur. Bücherverbrennung Deutschland 1933 – Voraussetzungen und Folgen. Katalog der Ausstellung der Akademie der Künste der DDR, 8. Mai - 3. Juli 1983). In: BBP Nr. 6/2018===

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