Buen vivir

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(Das indigene Konzept «Buen Vivir» (Gutes Leben), propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – eine neue „Ethik der Entwicklung“, ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Verä)
(==Buen Vivir – Das Recht auf ein gutes Leben== ==eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal am 28.10.2022 in Ingelheim == Solidarisches Miteinander von Mensch und Natur, abseits von Wachstums)
 
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==eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal am 28.10.2022 in Ingelheim ==
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Solidarisches Miteinander von Mensch und Natur, abseits von Wachstumszwängen. Welche Lebens- und Gesellschaftsmodelle können die Länder des Nordens gemeinsam mit den indigenen Gemeinschaften entwerfen?
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„Buen Vivir“
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„Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. Der Grund dafür liegt in der Aufforderung lateinamerikanischer Politiker, zentrale Aspekte dieser Lebensweise auch in industrielle Gesellschaften zu integrieren. „Buen Vivir“ zielt nicht nur auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen, es bedeutet auch konkret eine neue „Ethik der Entwicklung“. Es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Entwicklungskonzepten auf der Grundlage eines stetigen Wirtschaftswachstums.
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Alberto Acosta
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Der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Konzept publik zu machen und weltweit für eine Veränderung des Lebensstils einzutreten. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundsätze des „Buen Vivir“ als Staatsziel in die Verfassung Ecuadors aufgenommen wurden. Kurz danach folgte Bolivien diesem Vorbild. Er ist Mitbegründer der bekannten Yasuní-ITT–Initiative. Diese bot der internationalen Gemeinschaft an, einen Teil des Erdöls, das sich im ecuadorianischen Yasuní-Biosphärengebiet befindet, nicht zu fördern, wenn dafür ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Die Initiative zum Schutz des Klimas, der Regenwälder und mehrerer indigener Völker wird heute weltweit diskutiert.
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Konzert-Lesung
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Um die Diskussion über das „Buen Vivir“ auch im deutschsprachigen Raum anzuregen und zu befeuern, präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Alberto Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der Frage nach einem guten Zusammenleben ermöglicht. Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses Konzept indigenen Ursprungs auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden? Ist es mehr als ein schöner Traum, dass das Erdöl im Boden bleibt?
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Alberto Acosta trägt seine Ideen und Visionen zu diesem Thema vor und berichtet über seine Erfahrungen bei der politischen Umsetzung. Im Dialog mit dem Journalisten Thomas Pampuch werden Aussagen aus seinem Vortrag vertieft und auch das Publikum ist dazu aufgefordert, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen.
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https://www.grupo-sal.de/termin/
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Aktuelle Version vom 26. Juli 2022, 13:29 Uhr


Inhaltsverzeichnis

Buen vivir - 18.09.2020 im franz.K in RT

DAS GUTE LEBEN, EINE LEBENSWERTE ALTERNATIVE ZUR WACHSTUMSGESELLSCHAFT


LESUNG UND MUSIK MIT ALBERTO ACOSTA / NIKO PAECH / GRUPO SAL


Wie wollen wir leben?

Wie sieht «Gutes Leben» aus?

Kann es ein «Gutes Leben» für alle geben?

Der Ecuadorianer Alberto Acosta, gehört heute zu den führenden Intellektuellen Lateinamerikas und ist der bedeutendste Verfechter des Konzepts «Buen Vivir» – des «Guten Lebens» für Alle.

Das indigene Konzept «Buen Vivir» (Gutes Leben), propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – eine neue „Ethik der Entwicklung“, ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens und Politikstil.

Der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech beschreibt mit seinen Theorien zur Postwachstumsökonomie, wie so ein moderner Lebensstil, der ein «Gutes Leben» für alle ermöglicht, bei uns aussehen könnte.

Grupo Sal mit ihrer mitreißenden lateinamerikanischen Musik sorgt dafür, dass ein Teil des guten Lebens, der alle Kulturen miteinanderverbindet, an diesem Abend direkt erlebbar wird.

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Buen vivir - Vom Recht auf ein gutes Leben

978-3-86581-705-1 224 Seiten Erscheinungstermin: 02.04.2015

Das kleine Königreich Bhutan hat mit seinem »Bruttosozialglück« eine eigene Formel für Glück entdeckt. In Lateinamerika schickt sich nun Ecuador an, jenseits materiell geprägter Gesellschaftsentwürfe einen eigenen Weg aufzuzeigen: »Sumak kawsay« lautet in der indigenen Sprache Quechua die Entsprechung für das viel beschworene Gute Leben - das Recht auf dieses friedvolle Zusammenleben mit der Natur ist sogar in der Verfassung des Landes verankert.

»Sumak kawsay« - oder auf Spanisch »Buen vivir« - ist ein zentrales Prinzip in der Weltanschauung der Völker des Andenraums und kann als »Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur« verstanden werden. Die Anknüpfungspunkte zu westlichen Vorstellungen über Nachhaltigkeit und Suffizienz sind unübersehbar - die Konfliktpunkte mit der im westlichen Kapitalismus herrschenden Wachstumsgesellschaft ebenfalls.

Das Buch von Alberto Acosta, einem der bedeutendsten Impulsgeber für die Idee des »Buen vivir«, bietet viele Denkanstöße, um unser Verständnis von Gesellschaft, Natur und Wirtschaft neu zu durchdenken.

https://www.oekom.de/buch/buen-vivir-9783865817051


s.a.


13. Mai 2022 | 19:30 Uhr – 22:00 Uhr

Buen vivir meets Postwachstumsökonomie – Diskussion mit Alberto Acosta und Niko Paech

Wie wollen wir leben? Wie sieht ein „Gutes Leben“ aus? Kann es ein gutes Leben für alle geben?

Wird es „by design or by desaster“ früher oder später den Wandel hin zu einer genügsameren und nicht mehr wachsenden Wirtschaft geben? Wie könnten Wege in eine nachhaltige und gerechte Zukunft aussehen?

0705 via site = https://www.oekom.de/buch/buen-vivir-9783865817051

s.a.

https://www.grupo-sal.de/termin/

1705 via site




Buen Vivir – Das Recht auf ein gutes Leben

eine Begegnung mit Alberto Acosta und Grupo Sal am 28.10.2022 in Ingelheim

Solidarisches Miteinander von Mensch und Natur, abseits von Wachstumszwängen. Welche Lebens- und Gesellschaftsmodelle können die Länder des Nordens gemeinsam mit den indigenen Gemeinschaften entwerfen?

„Buen Vivir“

„Sumak Kawsay“, auch bekannt als „Buen Vivir“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vermehrt internationale Aufmerksamkeit erregt. Der Grund dafür liegt in der Aufforderung lateinamerikanischer Politiker, zentrale Aspekte dieser Lebensweise auch in industrielle Gesellschaften zu integrieren. „Buen Vivir“ zielt nicht nur auf ein Leben im Einklang mit der Natur und allen Geschöpfen, es bedeutet auch konkret eine neue „Ethik der Entwicklung“. Es fordert ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Abkehr von Entwicklungskonzepten auf der Grundlage eines stetigen Wirtschaftswachstums.

Alberto Acosta

Der Ökonom und ehemalige Energieminister Ecuadors Alberto Acosta hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Konzept publik zu machen und weltweit für eine Veränderung des Lebensstils einzutreten. Als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Grundsätze des „Buen Vivir“ als Staatsziel in die Verfassung Ecuadors aufgenommen wurden. Kurz danach folgte Bolivien diesem Vorbild. Er ist Mitbegründer der bekannten Yasuní-ITT–Initiative. Diese bot der internationalen Gemeinschaft an, einen Teil des Erdöls, das sich im ecuadorianischen Yasuní-Biosphärengebiet befindet, nicht zu fördern, wenn dafür ein finanzieller Ausgleich geschaffen wird. Die Initiative zum Schutz des Klimas, der Regenwälder und mehrerer indigener Völker wird heute weltweit diskutiert.

Konzert-Lesung

Um die Diskussion über das „Buen Vivir“ auch im deutschsprachigen Raum anzuregen und zu befeuern, präsentiert die lateinamerikanische Musikgruppe Grupo Sal gemeinsam mit Alberto Acosta ein Programm, das einen informativen, aber auch künstlerischen Zugang zu der Frage nach einem guten Zusammenleben ermöglicht. Wie funktioniert „Buen Vivir“? Welche Perspektiven sind damit verbunden? Gibt es Möglichkeiten, dieses Konzept indigenen Ursprungs auch in unsere westliche Lebenswelt einzubinden? Ist es mehr als ein schöner Traum, dass das Erdöl im Boden bleibt? Alberto Acosta trägt seine Ideen und Visionen zu diesem Thema vor und berichtet über seine Erfahrungen bei der politischen Umsetzung. Im Dialog mit dem Journalisten Thomas Pampuch werden Aussagen aus seinem Vortrag vertieft und auch das Publikum ist dazu aufgefordert, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen.


https://www.grupo-sal.de/termin/

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