Anna Kvapilova
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Wiki (Diskussion | Beiträge) (Geboren: 19. März 1905, Vysoký Chlumec, Tschechien Verstorben: 27. Juli 1992, Oslo, Norwegen Susanne Brandt, "Lieder und Gedichte sammeln gegen das Verstummen. Erinnerungen an die Bibliothekarin A) |
Wiki (Diskussion | Beiträge) (Anna (Anička) Kvapilová (geb. 19.3.1905 bei Sedlcany/Böhmen – gest. 28.6.1992 in Norwegen) eher zufällig bei Recherchen zu einem Lagerlieder-Projekt (Ausländer 2006), die zunächst eine eigentlich ganz) |
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+ | Anna (Anička) Kvapilová (geb. 19.3.1905 bei Sedlcany/Böhmen – gest. 28.6.1992 in Norwegen) eher zufällig bei Recherchen zu einem Lagerlieder-Projekt (Ausländer 2006), die zunächst eine eigentlich ganz alltägliche bibliothekarische Eigenschaft von ihr ans Licht brachten: Sie war eine engagierte Sammlerin. Mit großer Sorgfalt und Leidenschaft für die Wirksamkeit der Worte und der Musik trug sie Lieder und Gedichte zusammen – in den 1930er Jahren als Musikbibliothekarin in Prag, vor allem aber in den 1940er Jahren im Konzentrationslager Ravensbrück. | ||
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Aktuelle Version vom 23. März 2025, 21:50 Uhr
Geboren: 19. März 1905, Vysoký Chlumec, Tschechien
Verstorben: 27. Juli 1992, Oslo, Norwegen
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Anna (Anička) Kvapilová (geb. 19.3.1905 bei Sedlcany/Böhmen – gest. 28.6.1992 in Norwegen) eher zufällig bei Recherchen zu einem Lagerlieder-Projekt (Ausländer 2006), die zunächst eine eigentlich ganz alltägliche bibliothekarische Eigenschaft von ihr ans Licht brachten: Sie war eine engagierte Sammlerin. Mit großer Sorgfalt und Leidenschaft für die Wirksamkeit der Worte und der Musik trug sie Lieder und Gedichte zusammen – in den 1930er Jahren als Musikbibliothekarin in Prag, vor allem aber in den 1940er Jahren im Konzentrationslager Ravensbrück.
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https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Kvapilov%C3%A1
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Susanne Brandt, "Lieder und Gedichte sammeln gegen das Verstummen. Erinnerungen an die Bibliothekarin Anna Kvapilová (1905-1992)". LIBREAS. Library Ideas, 25 (2014). http://libreas.eu/ausgabe25/04brandt/
incl.
Der Tag
Wir stehen morgens nur deshalb auf, um abends wiederum schlafen zu gehen. Vielleicht bringt die Nacht uns dann im Traum, was die Wirklichkeit nicht zu geben vermag.
Wir stehen auf, erwarten den nächsten Tag, ein Meer ungeweinter Tränen rinnt hernieder. An uns bricht sich der Sturm der Zeit. Worauf wartet ein jeder von uns?
Eine treue Wiederholung des Gestern nur, wieder Not und Erniedrigung, alles ist so zum Verrücktwerden gleich, nur Wandel prägt ins Gesicht uns die Zeit.
Anička Kvapilová (Ravensbrück 1944), Nachdichtung von Jan-Peter Abrahami (Jaiser, 2005)
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http://www.stiftelsensolglott.no/no/Prosjekter/2011/2011-2.html foto found by mr. Bernhard Welsch ub ffm. es gab weniges, was er nicht fand. tnx! rip.
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Eine Sammlung von Dokumenten, Fotos, Erinnerungen, Korrespondenzauszügen usw. ist eine Hommage an Anna Kvapilová (1905-1992) sowie an die selbstlosen Norweger, die vielen Tschechoslowaken im Exil eine Stütze waren: Sie retteten einige vor der kommunistischen Kriminalität, erleichterten anderen den schwierigen Start in der neuen Heimat und gaben ihnen ihre Menschenwürde zurück.
Anna Kvapilová (geb. Fejtová) wurde am 19. März 1905 in Víske u Sedlčany geboren. Im Alter von zwanzig Jahren heiratete sie PhDr. Bohumil Kvapil, der 1940 starb. Vor dem Krieg arbeitete sie in der Musikabteilung der Zentralbibliothek der Hauptstadt. M. Prag. In den Jahren 1939–1941 beteiligte sie sich am Widerstand gegen die Nazis, wurde verhaftet und von Oktober 1941 bis Kriegsende im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert, wohin politische Gefangene aus den von Deutschland besetzten Ländern deportiert wurden. Sie schloss hier viele lebenslange Freundschaften, darunter: mit weiblichen Gefangenen aus Norwegen, von denen sie auch deren Sprache lernte. Nach der Befreiung des Lagers ging Anna Kvapilová 360 km zu Fuß in die Tschechoslowakische Republik. die Grenze, von wo aus sie bereits mit Bussen in ihre Heimat gebracht worden waren.
In Prag wurde Anna Kvapilová eine Mitarbeiterin von Milada Horáková und arbeitete wie sie in der Union der Nationalen Revolution. Im Februar 1946 nahm sie an einem internationalen Kongress antifaschistischer Widerstandskämpfer in Paris teil und im August 1947 reiste sie nach Norwegen, um den Bürgern von Stavanger für die Geschenkpakete und sonstige Hilfe zu danken, die sie tschechischen Frauen zukommen ließen, die aus einem Konzentrationslager zurückkehrten. Anna Kvapilová kehrte bald wieder dauerhaft nach Norwegen zurück, da ihr wie vielen ihrer Bekannten eine Verhaftung in der Heimat drohte. Sie engagierte sich sofort in der Tätigkeit einer norwegischen humanitären Organisation, deren Schwerpunkt auf der materiellen Unterstützung von Flüchtlingen und ihren Kindern lag – sie organisierte für sie mehrmonatige Erholungsaufenthalte. Die neue Welle tschechischer Exilanten nach August 1968 verstand sie nicht ganz; die Neuankömmlinge waren unabhängiger und weniger auf die Hilfe humanitärer Vereinigungen angewiesen.
Anders als viele ihrer Freunde und Kollegen erlebte Anna Kvapilová trotz zunehmender gesundheitlicher Probleme den Fall des kommunistischen Regimes noch. Sie starb am 27. Juli 1992 in Oslo. Ein Jahr zuvor hatte ihr Präsident Václav Havel den Orden der Tschechoslowakei für ihre jahrzehntelange humanitäre Arbeit zugunsten der Exilanten aus der Tschechoslowakei und die Organisation von Sommerlagern für deren Kinder verliehen. Und schon zuvor, im Jahr 1985, verlieh der Bürgermeister von Oslo, Albert Nordengen, Anna Kvapilová die Silbermedaille von König Olav V. für ihre lebenslange humanitäre Arbeit und die norwegisch-tschechische Zusammenarbeit. Beziehungen.
Das Buch wurde von Kateřina Volková zusammengestellt und in tschechischer und englischer Sprache von der Bibliothek Libri prohibiti in Prag veröffentlicht.
https://web.archive.org/web/20140330064137/http://www.cesky-dialog.net/clanek/6037-mala-velka-zena-a-little-big-woman/ ... transl. by google