Irgendwie Anders
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Wiki (Diskussion | Beiträge) (Do, 10.04.25/ 10/ 11.30 Uhr „Irgendwie Anders“ VHS Herrenberg) |
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| + | Unsere Autorin hat sich in ihrer Diplomarbeit mit vier Reformpädagogen des 20. Jahrhunderts beschäftigt und stellt sie in der Erziehungskunst in loser Folge vor. In diesem Text portraitiert sie den Reformpädagogen John Caldwell Holt. | ||
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| + | Holt hatte durch seine Veröffentlichungen einen bedeutenden Einfluss auf alternative Lernmethoden. | ||
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| + | John Caldwell Holt war ein Fürsprecher eines unkonventionellen Bildungsweges, der sich auf Selbstbestimmung und natürliches Lernen berief und demzufolge der traditionellen Schulerziehung entgegenwirkte. Er war der Ansicht, dass Heranwachsende nicht zum Lernen gezwungen werden müssten. Sie würden es ganz natürlich tun, wenn man ihnen die Freiheit gäbe, ihren eigenen Interessen nachzugehen und ihnen eine große Auswahl an Ressourcen zur Verfügung ständen. | ||
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| + | Von der Navy in die Schule | ||
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| + | Der Reformpädagoge kam am 14. April 1923 in New York City als erstes von drei Kindern einer wohlsituierten Familie auf die Welt. Seine Grundschulzeit verbrachte er in Privatschulen in New York und der Schweiz sowie an der besten Internatsschule Neu Englands, die Phillips Exeter Academy. Danach studierte er an der Universität Yale und beendete 1943 erfolgreich das Studium der Physik. Anschließend meldete er sich bei der United States Navy und diente im Zweiten Weltkrieg auf dem U-Boot Barbero. 1946 endete seine Militärzeit. Als nächstes trat er den Vereinten Weltföderalisten bei, einer Organisation, die durch die Bildung einer gerechten Weltordnung den Weltfrieden anstrebte. Im Laufe der Zeit stieg er zum Geschäftsführer auf, verließ jedoch 1952 die Organisation wieder aufgrund der mangelnden Fortschritte. Auf der Suche nach einer sinnstiftenden Beschäftigung bestärkte ihn seine Schwester darin, Grundschullehrer zu werden. | ||
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| + | 1953 begann er an einer neu gegründeten Privatschule, der Colorado Rocky Mountain School, seine erste Lehrtätigkeit. In den darauffolgenden Jahren unterrichtete Holt noch an anderen Schulen. Während seiner Zeit als Lehrer wurde der Reformpädagoge vom Schulwesen desillusioniert. Seine Erfahrungen und Beobachtungen der Lehrer-Schüler-Interaktion im Klassenzimmer führten ihn zu der Erkenntnis, dass im schulischen Lernprozess kaum auf die Grundbedürfnisse der Kinder eingegangen wird und Schulen Überforderung, Angst und Langeweile auslösen. Natürliche Lernprozesse und der angeborene Forscherdrang werden dabei gebremst. In seiner Vorstellung gab es keine Trennung von Leben und Schule und es brauchte deshalb auch keinerlei speziell ausgebildete Lehrpersonen, um Heranwachsenden etwas beizubringen. Er wurde schließlich zum Befürworter des Heimunterrichts. | ||
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| + | Homeschooling ist eine Bildungsform, bei der Kinder zu Hause, meist von den Eltern oder Privatlehrern:innen, unterrichtet werden. Die konkrete Praxis des häuslichen Unterrichts kann sehr unterschiedlich aussehen. Das Spektrum reicht von strukturiertem, am traditionellen Lehrplan orientiertem Unterricht bis hin zum freieren, offeneren Lernen. | ||
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| + | Holt war der Ansicht, dass Kinder zwanglos ihren Lernprozess eigenständig gestalten sollten. Wenn sie eine reiche Auswahl an Ressourcen zur Verfügung hätten und die Freiheit bekämen, ihren individuellen Interessensgebieten zu folgen, wären sie bereit, zu lernen. Diese Gedankenlinie entwickelte sich weiter zum Konzept des Unschoolings. Unschooling ist gleichzusetzen mit Freilernen. Dabei handelt es sich um eine selbstgesteuerte Form des Bildens, bei der Kinder ihren eigenen Bestrebungen und ihrem eigenen Rhythmus folgen anstatt einem festen Lehrplan oder vordefinierten schulischen Aktivitäten. Der Unterschied zum Homeschooling liegt darin, dass das Lernen nicht als Nachahmung der Schule, sondern als natürliche, intrinsische Motivation aus dem täglichen Leben und der Umwelt geschieht. Eltern agieren dabei als Unterstützer:innen und Begleiter:innen, die Impulse geben, aber nicht lenken oder bewerten. | ||
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| + | Holt begann schließlich, seine ersten Bücher zu schreiben, die schnell Erfolge wurden. 1977 setzte er den Newsletter Growing Without Schooling auf, Amerikas ersten Home-Education-Newsletter. Sein einziges Homeschooling-Buch mit dem Titel Teach Your Own erschien 1981 und wurde schnell zum Grundsatzpapier der ersten Homeschooling-Bewegung. Holt verfasste insgesamt elf Bücher zum Thema selbstbestimmtes Lernen, Schulbildung und Kinderrechte. 1982 erkrankte der Reformpädagoge an Krebs und starb nach einem langen Leidensweg am 14. September 1985 daran. | ||
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| + | Interessen der Kinder im Mittelpunkt | ||
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| + | John Caldwell Holt hatte durch seine Veröffentlichungen einen bedeutenden Einfluss auf alternative Lernmethoden und die Bildungsreform. Schriften wie How Children Fail und How Children Learn gaben kritische Einblicke in das traditionelle Bildungssystem und führten das Potential natürlicher Lernprozesse von Kindern aus. Seine transformative Sichtweise und seine radikalen Schlussfolgerungen auf das Schulwesen beruhten auf seinen persönlichen Erfahrungen als Lehrer, wo er die negativen Auswirkungen der konventionellen Schulbildung auf die natürliche Neugier und Begeisterung der Kinder für das Lernen beobachtete. Im Laufe seines Lebens befasste sich Holt intensiv mit der Bildungsfrage. Er war ein Befürworter der progressiven Pädagogik, also dem Ansatz, dass die Bedürfnisse, Erfahrungen und Interessen der Schüler:innen im Mittelpunkt stehen. Neben seiner Kritik am gängigen Schulsystem zeigte er auch praktische Alternativen auf, die es den Kindern möglich machen sollten, ihre Bildung selbst in die Hand zu nehmen. Mit seinen Werken hat der Autor ein Vermächtnis hinterlassen, das bis heute Eltern, Lehrkräfte und Bildungskritiker:innen inspiriert. Seine Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Er wollte Kinder in ihrer natürlichen, angeborenen Fähigkeit und Intelligenz fördern und respektieren, um sie zu selbstbewussten, selbstständigen, forschenden und kritisch denkenden Menschen zu erziehen. | ||
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| + | Fiona-Livia Bachmann, *1985, freie Autorin und Fotografin. Als Weltenbummlerin hat sie bereits in ihren frühen 20er-Jahren alle Kontinente bereist. Heute ist sie am liebsten mit ihrer Familie unterwegs. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern am Stadtrand von Wien. www.wortentfaltung.at | ||
| + | Instagram: fionalivia.arts | ||
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Aktuelle Version vom 25. Februar 2026, 18:57 Uhr
Inhaltsverzeichnis |
Irgendwie Anders
von Kathryn Cave und Chris Riddell
„Irgendwie Anders“ ist ein kleines Wesen, das leider nicht so ist wie alle anderen Wesen, die es kennt – und wird deshalb von ihnen ausgeschlossen. Obwohl es alles versucht, um es den anderen gleich zu tun – sie erwidern: „Tut uns Leid, du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders. Du gehörst nicht dazu.“ Und so lebt „Irgendwie Anders“ alleine auf einem Berg ohne einen einzigen Freund.
Doch eines Tages bekommt er Besuch vom „Etwas“ – und auch „Etwas“ ist sozusagen „anders“. Da „Irgendwie Anders“ es nicht einordnen kann in seine bekannte Welt, ist seine erste Entscheidung, es weg zu schicken. Doch dann merkt es, dass dies ein großer Fehler ist. Er holt „Etwas“ zurück und die beiden werden Freunde und grenzen fortan auch niemand anderen mehr aus.
https://kinderbuch-blog.org/2012/03/16/irgendwie-anders/
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Irgendwie Anders
Theater für Menschen ab vier Jahren
Auf einem hohen Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund ein kleines blaues Wesen, das hieß ‚Irgendwie Anders´...
Eine einfühlsame Geschichte frei nach dem bekannten Bilderbuch zum Thema Anderssein, Ausgrenzung und Toleranz
www.koefferchentheater.de
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Unsere Autorin hat sich in ihrer Diplomarbeit mit vier Reformpädagogen des 20. Jahrhunderts beschäftigt und stellt sie in der Erziehungskunst in loser Folge vor. In diesem Text portraitiert sie den Reformpädagogen John Caldwell Holt. 💡 https://www.erziehungskunst.de /.../vom-homeschooling-zum...